Krapp bzw. Krappwurzel

Hier könnt Ihr Fragen zu, Ergebnisse mit und Enttäuschungen über einzelne Färbepflanzen oder andere Naturfarbstoffe posten und diskutieren. Bitte benennt die Threads immer mit der Pflanze oder der Färbedroge, um die es gehen soll, dann findet man es leichter.

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Beitragvon kiarachao » 29.05.2011, 11:42

ich habgehört dsa es besser ist wenn man gemahlenen Krapp verwendet werde ich in kürze ausprobieren ich hab nämlich das gleiche Problem
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Beitragvon marled » 29.05.2011, 11:51

Die Vergleichsfärbungen aus früheren Jahren habe ich ebenfalls alle mit geschnittenem Krapp gemacht.
Ich mag nicht mit gemahlenem Krapp arbeiten, weil man da so furchtbar viel Wasser braucht um das Krapppulver hinterher auszuwaschen; das möchte ich aus Umweltschutzfründen vermeiden!
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Beitragvon Hrefna » 29.05.2011, 12:04

Ich habe auch gerade das Problem - mit der alten Droge vom letzten Jahr hatte ich schöne Ergebnisse - und mit der in diesem Jahr gekauften wird alles heller und fleckiger.

Liegt es vielleicht daran, daß die Wurzeln aufgrund der verstärkten Nachfrage nicht mehr lange genug lagern (soweit ich weiß, müssen die mind. 3 Jahre lagern), oder abgelagerte Wurzeln mit frischen sozusagen gestreckt werden? Oder/und mit wertlosen Pflanzenteilen versetzt werden?

Ich hatte die Wurzeln für die letzte Färbung zerkleinert - und die Farbausbeute war nicht besser als mit den ganzen Wurzelstücken. Darum denke ich, daß wohl einfach die Droge nicht lange genug gelagert wurde.

Liebe Grüße
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Beitragvon Alvara » 29.05.2011, 13:07

Kann man das Farbergebnis evtl wie beim Rotholz beeinflussen und einfach länger einweichen? Rotholz gibt bei mir von Pink bis tiefem Dunkelrot ganz tolle Ergebnisse, die Abhängig sind von der Einweichdauer (3-7 Tage)... könnt ja sein *g* - hab aber keine Ahnung über chemische Zusammenhänge :biggrin:
LG

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Beitragvon marled » 29.05.2011, 13:13

Ich habe mit Rotholz nicht so gute Ergebnisse bezgl. der Lichtechtheit gemacht, auf Seide bleicht es in der Sonne in kurzer Zeit sehr stark aus. Ansonsten gibt Rotholz natürlich einen tollen Farbton!
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Beitragvon Rigana » 29.05.2011, 14:45

Das Problem scheint allgegenwärtig zu sein. Gerüchteweise wurde schon vermutet, dass die Herkunft des Krapps bzw. die Sorte eine andere sein soll. Im Schweppe sind verschiedene Krapparten aufgeführt.

Generell hatte ich aber mit geschnittenem Krapp nie solch tiefe Rottöne wie mit gemahlenem. Hingegen wurde die Wolle auf dem letzten Rhein-Main-FHT auch mit geschnittenem Krapp wunderbar rot. Ellen (Trollslända) hatte darauf bestanden hat, dass wir die gebeizte Wolle gut auswaschen, bevor sie ins Färbebad kommt, weil dann die Ergebnisse besser würden. Soweit ich das jetzt gesehen habe, bin ich absolut überzeugt und bin bei Krappfärbungen nicht mehr zu bequem, die vorgebeizte Wolle zu spülen.

Liebe Grüße
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Beitragvon Silvia » 29.05.2011, 16:29

Ihr solltest Euch jeder einzeln beim Verkäufer freundlich beschweren. Bei einer Reklamation, können die ja mit der Achsel zucken,aber bei mehrfachem Druck,müßte das doch Folgen haben. Das hilft Euch zwar nicht im Moment aber evtl doch langfristig.
Sprecht Euch ab.
Silvia
 

Beitragvon kiarachao » 29.05.2011, 17:44

ok wer bestellt wo?
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Beitragvon Solà » 30.05.2011, 16:12

dann liegt das gar nicht an mir, dass meine wolle immer fleckig wird mit krapp? ne, bestimmt doch....
sagt mal, was kann ich denn tun um den batik--effekt loszuwerden? ist das weinsteinrahm wichtig, das lagern, das ausspülen? erst spülen, dann lagern oder andersrum? hilfeeee..... :-(

PS: das problem hab ich sowohl mit geschnittenem als auch mit gemahlenem Krapp (wenn man das in ein chiffontäschchen o.ä. tut hat man nicht das problem der krümel im wasser)
liebe Grüße,
die Sonnige
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Der Tag ist zu kurz um all das zu tun, was ich tun möchte.... :-(
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Beitragvon Amalie » 30.05.2011, 16:47

Solà hat geschrieben:sagt mal, was kann ich denn tun um den batik--effekt loszuwerden?


Was bei mir die letzten paar Male geholfen hat (und ich hoffe, das war nicht bloß Glück): Ein grooooßer Topf, in dem die Wolle locker schwimmen kann, und dann: rüüühren, rüüühren, rüüühren, rüüühren.... bis einem die Arme abfallen.
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