frischer Waid - Erfarungsaustausch gesucht

Hier könnt Ihr Fragen zu, Ergebnisse mit und Enttäuschungen über einzelne Färbepflanzen oder andere Naturfarbstoffe posten und diskutieren. Bitte benennt die Threads immer mit der Pflanze oder der Färbedroge, um die es gehen soll, dann findet man es leichter.

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Beitragvon Silvia » 07.06.2011, 05:37

Hallo Janka,
laß sie ruhig hängen bis sie fast schwarz sind. Es hängen ja so viele dran,das Du es riskieren kannst,wenn ein paar abfallen.Man neigt dazu die Samen zu ernten wenn sie noch nicht ganz ausgereift sind.
Silvia
 

Beitragvon wetterleuchten » 05.07.2013, 12:15

Neue Saison, neue Runde, neues Opfer ... :devil:

Vor zwei, drei Wochen habe ich meinen wild versamten Waid mal durchgejätet. Und weils mir zu schade um die vielen kleinen Pflänzchen war, habe ich nach Regillas wunderbarer Schritt für Schritt-Erklärung mal ein paar Probsträngchen gefärbt.
Ok, da nur sehr wenige ausgewachsene Blätter unter meinem Waidgehäcksel waren, habe ich eigentlich auch nicht mehr erwartet, als das sehr dezente zartblau und genauso dezente zartgraublau, das auf 30g Wolle herauskam. Wobei mich das perlgrau auf Coburger Fuchs doch etwas überraschte.

Ein paar Pflanzen habe ich stehen lassen, die wachsen auch kräftig und die Blätter sind teilweise tief dunkelgrün. Sieht irgendwie vielversprechend aus und ich hoffe inständig, dass ich diesen Monat noch zu einem weiteren Versuch komme.

Jetzt aber zu meinem Problem / meiner Frage:
Nachdem ich mich durch haufenweise Literatur über historischen Thüringer Waidanbau und -verarbeitung, und diese Anregung http://www.flinkhand.de/forum/viewtopic ... &&start=70 gelesen hatte, fühlte ich mich mutig (wahnwitzig?) und geizig genug, die kleingeschnittenen und abgesiebten Blätter aus der Frischwaidküpe nicht wegzuwerfen sondern nochmal ordentlich durchzumatschen und .... äh ja ... in einem stillen Eck im Garten zu vergessen. :blush:
Heute hab ich mir die Matsche mal angeschaut. Schimmlig ist nix, riecht auch nicht muffig sondern halt typisch Waidküpe. Der Klumpen ist noch nass, gut formbar und hat eine tiefdunkelgrüne Farbe, und er ist bewohnt.
(Latrinen- und Schmeißfliegen schätz ich. (Wo ist Dr. Hodgins wenn man ihn mal braucht?) und ja der Küpengeruch verspricht wohl eine gute Kinderstube :dizzy:
Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen? Fermentation oder Fäulnis?
Mein Kompost ist geduldig und wartet. Ich hab das Teil erst mal in ein Zwiebelsäckchen gepackt und an die Luft gehängt (in einer anderen stillen Gartenecke).

Habt ihr Meinungen dazu?
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Beitragvon Silvia » 05.07.2013, 12:40

Nur eine ganz Bescheidene:
tus nicht auf den Kompost, denn Gekochtes rottet nicht, sondern gammelt nur. Du verdirbst Dir den Kompost damit. Abgekochte Färbedrogen gehören in den Restmüll.

Zum Rest : :nixweiss:
Silvia
 

Beitragvon wetterleuchten » 05.07.2013, 14:04

Ah Danke.
Aber keine Sorge, gekochtes tu ich eigentlich grundsätzlich nicht auf den Kompost, naja in verhältnismäßig Minimengn vielleicht mal.
Aber dieses Gehäcksel ist ja nicht gekocht. Ich weiß grad nicht mal, ob die Blätter vor dem Abseihen zusammen mit dem Einweichwasser überhaupt erhitzt wurden. Auf jeden Fall gammelt da nix. Es macht einen "frischen" Eindruck, auch wenn's leicht streng riecht.
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