Rindenfärbungen Sammelthread

Hier könnt Ihr Fragen zu, Ergebnisse mit und Enttäuschungen über einzelne Färbepflanzen oder andere Naturfarbstoffe posten und diskutieren. Bitte benennt die Threads immer mit der Pflanze oder der Färbedroge, um die es gehen soll, dann findet man es leichter.

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Beitragvon Sandra » 06.08.2011, 10:51

da hab ich nicht eingeweicht sonder einweichen lassen ;-)
es wurde aber nicht zwischenzeitlich gekocht. Bei mir wird die Brühe von Tag zu Tag dunkler aber da fehlt schon noch einiges.
Damals kam vor allem die Rinde frisch vom Baum ins Wasser. Jetzt muss ja erst mal die trockene Rinde ordentlich aufweichen.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon alina » 06.08.2011, 18:21

Hallo!

Danke, Trollslända. Ich experimentiere hier zur Zeit mit Mini-Mengen (12 gr hatte ich in einem Pappbecher eingeweicht). Ich habe es jetzt ausgekocht ohne abzuschöpfen. Morgen beize ich und dann schaue ich was heraus kommt. Und dann wird das nächste Mal eingeweicht.
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Beitragvon Löwenzahn » 15.01.2012, 20:51

Hallo,

nachdem ich bisher nur einmal mit Walnußschale gefärbt habe, wird es höchste Zeit für etwas Neues.
Mich reizt die Lindenrinde am meisten, nur stellt sich noch die Frage der Beschaffung.
Da ich in nächster Zeit größere Mengen Birkenrinde bekomme, werde ich mich erstmal darauf beschränken.

Ich habe allerdings eine Frage. Ich kann mir(höchstwahrscheinlich) auch Quittenrinde besorgen.
Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht?

Lg, Löwenzahn.
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Beitragvon Trollslända » 29.01.2012, 14:43

Hallo Löwenzahn,

an Quittenrinde hätte ich großes Interesse. Wenn Du da was bekommst, könntest Du mir was abtreten?
Ich könnte zum Tausch mit Erlenrinde dienen. Ob ich Linde bekommen kann, muss ich mal schauen?!

Viele Grüße
Ellen
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Beitragvon Sandra » 29.01.2012, 15:03

Noch mla mein Zwischenstand mit der Erlenrinde: nach langem, langem Einweichen und x-mal Färben kam nur ein schmutziges grau raus, also hab ich alles noch mal mit Walnuss überfärbt.
Vielleicht darf man die Erlenrinde nicht trocknen? Vor Jahren hab ich wunderbare Ergebnisse mit Erlenrinde gehabt, aber die wurde direkt nach dem Schälen eingeweicht.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon blanche_fleur » 30.01.2012, 10:28

hmmm, soweit ich das verstanden habe, ist ja der Taningehalt ausschlaggebend für das Färbeergebnis, und der sollte beim Trocknen nicht verloren gehen, sonst wären ja Gallen und Eichenrinden getrocknet auch nicht brauchbar... Wann hast Du denn die Rinde abgeschält? Ich hab an mehreren Orten gelesen, dass die Rinde im Mai/ Juni geschält werden soll, wenn der Baum optimal im Saft steht. In den paar originalen SpäMi-Rezepten, die ich gelesen habe, wird die Rinde allerdings frisch, zusammen mit Eisenschliff in Fässer geschichtet und dann über mehrere Wochen gewässert. Die Flüssigkeit kann dann abgelassen und zum Färben verwendet werden, und das Fass erneut mit Wasser aufgefüllt werden. Das Optimum soll so ca. nach einem Jahr erreicht sein!!! Ich habe daraus eigentlich geschlossen, dass die Rinde bezüglich Taningehalt sehr ergiebig, das Herauslösen aber ein längerer Prozess ist...

Ach ja, hier hatt Rigana netterweise noch ein paar Tips zur Beize für die Erlenfärbung gegeben...
http://www.flinkhand.de/forum/viewtopic ... &&start=40
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Beitragvon wetterleuchten » 30.01.2012, 13:37

Soweit ich weiß erzielt man diese schönen Rost-, Dunkelbraun und Anthrazit-Töne auch nur mit Schwarzerle. Was meiner Erfahrung nach auch sehr gut klappt.
Kann es sein, @ Sandra, dass deine Erle beim missglückten Versuch eine andere Erlenart war?
D' Frau Werwolf sagt, des g'hört so
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Beitragvon Löwenzahn » 09.02.2012, 19:41

Hallo Ellen.

Ich werd wohl erstmal nur genug für eine Probefärbung bekommen, wenn mein Opa seine Quitten beschneidet.
Es wird sich eher auf einige Äste oder Ästchen beschränken. Falls wieder Erwarten doch mehr anfallen sollte, würde ich gerne tauschen.
Ich melde mich auf jeden Fall nochmal, wenn's soweit ist und stell dann auch Bilder von der Probefärbung rein.

Viele Grüße,
Marie.
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Beitragvon Elis » 13.08.2012, 15:19

Wir haben am Wochenende kurz entschlossen mal versucht mit Kirschholzrinde zu färben. Unser Drechsler hat frisches Kirschholz bekommen, die Rinde haben wir dann ca. 12 Stunden eingeweicht, dann die (mit Alaun gebeizte) Wolle darin gekocht und abkühlen lassen.

Das ist das wunderschöne Ergebnis:

Kirschholzrindenwolle
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Beitragvon Amalie » 14.08.2012, 00:19

whoa, das hätte ich nicht gedacht, daß dabei sowas schönes rauskommt!
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