Wolldecke zum Lagern (Wie dick sollte der Stoff sein?)

Welche Stoffe werden verwendet, welches Material? Was trug man?

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Wolldecke zum Lagern (Wie dick sollte der Stoff sein?)

Beitragvon Lex » 16.06.2013, 10:16

Hallo allesamt,

ich meld mich auch mal wieder zu Wort und möchte direkt mal wieder mit einer Frage an euch ran treten.

Und zwar hab ich mir überlegt, dass ich mir eine Wolldecke "nähe/mache". Gefunden dafür hab ich, bei "Naturtuche.de", passende Stoffe z.B. der Naturbraune Stoff (extra dick) der auf den laufenden Meter 1kg wiegt, da dieser auch schön gewalkt ist brauch man den auch nicht weiter vernähen. (Zurechtschneiden fertig ist die Decke)

Reicht die Stoffdicke aus oder sollte ich dickeren Stoff nehmen, bzw. zwei Decken?

Ich denke mal das ich nicht im Winter bei -20°C lagern werde, aber die decken sollten schon so bis 0°C Warm halten!

Wäre echt schön wenn ihr eure Erfahrung mit mir teilen würdet :)

Lg Alex
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Beitragvon Klara » 16.06.2013, 16:23

Ich weiss ja nicht, wie verfroren du bist, aber mir kommt schon beim Lesen die Gänsehaut. Ich hab' gerade meine Decke auf die Waage geleg: gut 1,5 kg bei ca. 1,50 x 2 m, der Stoff ist also etwas leichter als deiner. Aber diese Decke habe ich als Zweitdecke über meiner Haupt-Bettdecke, auf einer Matratze, in einem Zimmer in dem's selten unter 15 Grad hat. Meine Erinnerungen an Nächte im Auto in einer Armeedecke im August sind auch extrem schlecht...

Theoretisch sollten übrigens zwei dünnere Decken besser wärmen als eine dickere (wegen der Luftschicht dazwischen - Luft ist der beste Isolator überhaupt). Aber ich glaube, mir wären auch zwei dicke Decken noch zu wenig. Aber vielleicht bist du ja nicht so kälteempfindlich.

Ciao, Klara
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Beitragvon Lex » 16.06.2013, 18:37

Ist nicht nur für mich ;) auch für meine Herz aller liebste, sollte also wirklich warm halten. Das mit der Luft ist wirklich ne gute Idee, hab ich persönlich noch nicht dran gedacht!

Danke schonmal für den Tipp!

Ich bin echt gespannt wie viel Stoff ich denn letzendlich brauche, irgendwie muss man es ja im Mittelalter gemacht haben, ohne zu frieren ;)
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Beitragvon Streulicht » 17.06.2013, 17:40

Felle unten drunter und noch mal auf die Decke oben drauf, dann ists warm genug ;-)
Meine Erfahrung ist, dass man zusehen sollte, dass es von unten warm genug ist, gerade wenn man auf dem Boden schläft.
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Beitragvon Sandra » 18.06.2013, 05:58

Die beste Isolation von unten ist einfach einmal ein Strohsack. Da können moderne Isomatten nicht mithalten. Hilft auch besser als Felle.
Ansonsten nehm ich 2-3 Decken, so lange, bis es warm ist. Decken kann man einfach nicht genug haben.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Tara » 18.06.2013, 07:34

Ich verwende immer auf der LuMa Schafsfelle und zum zudecken dann eine Bettdecke und darüber eine Felldecke.
Ist kuschelig warm, auch bei Minusgraden ;-)

Zudem denke ich auch, dass Stroh von unten gut warm hält.
Wieso, weshalb, warum??? Wer nicht fragt bleibt dumm!!!
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Beitragvon roskur » 18.06.2013, 08:32

da komme ich mir ja fast wie ein exot vor, mit meinem wikingerbett. auf dem, auf den brettern, eine lage felle, dann ich und und darüber eine schaffelldecke liegt. das einzig störende sind die eventuell entstehenden "luftöffnungen" beim umdrehen. dann ziehts/(schiebts).
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Beitragvon Klara » 18.06.2013, 10:04

Ja, Felle sind warm. Ich hatte sie zwar nie zum Campen, weil sie für Rad- und Reittouren einfach zu schwer sind, aber dass ein Pelzmantel beim Ausritt auf TWH bei minus 20 Grad wärmer hält als alle modernen Materialien, kann ich aus Erfahrung bestätigen.

Und Alex, bei zwei Menschen unter einer Decke schaut's ja wieder ein bisschen anders aus ;)

Ciao, Klara
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Beitragvon Annie-Petit » 18.06.2013, 12:08

Bei uns liegt noch der Hund mit drin, das ist vielleicht schön warm :biggrin:
Aber ich gebe zu, wir schumeln uns total viel Luxus mit Rollmatratze und Daunenbettwäsche :blush:
Ich bin ein Mondenkind, geboren aus der Mutter Hekates Schoß.
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Beitragvon Amalie » 18.06.2013, 12:54

Ich habe schon öfter bei um die 0° und darunter geschlafen. Anfangs habe ich Wolldecke um Wolldecke auf mich gestapelt, bis mich das Gewicht fast erdrückt hat, und trotzdem gefroren.

Ich bin dann dazu übergegangen, eine Winter-Daunendecke in eine zur jeweiligen Epoche passende Hülle (z.B. leichterer Wollstoff) zu stecken. Bei Frost noch eine ordentliche Wolldecke drüber und das war's mit frieren. Und mit erdrücktwerden auch. Wenn ich vom Lager zurück bin, wandert das Daunen-Inlett zurück aufs Bett, wo es den Rest des Winters wohnt. :)

Eine andere Möglichkeit wäre eine selbergemachte Steppdecke: Zwei lagen Wollstoff, nicht gaaar so dick und schwer, und dazwischen eine Schicht Wollvlies. Nicht so warm und leicht wie Daunen, aber wegen des Luftpolsters deutlich wärmer als die üblichen Armeedecken gleichen Gewichts.
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