Wolle für Bäuerin um 1250

Welche Stoffe werden verwendet, welches Material? Was trug man?

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Wolle für Bäuerin um 1250

Beitragvon Eilean » 20.05.2007, 20:50

So nachdem ich jetzt zwei Kleider genäht hab, soll jetzt nich ein drittes her, und des soll so "A" wie möglich werden, deshalb frag ich euch jetzt, ich denk ich möchte den Wollstoff bei Wollknoll kaufen, welcher da am besten geeignet ist.
Leinen für das Unterkleid hab ich noch von der Oma meines Freundes, des is schon ziemlich alt, und ich habs mal für authentisch erklärt;).
Aber jetzt zur Wolle, ich hab mich ja für eine Bäuerin in Mittelfranken, Umgebung Nürnberg-Ansbach so um 1250 rum entschieden. Sie soll zwar nicht zur reichen Bauernschicht gehören, aber auch nicht zu den Kleinparzellenbesitzern oder wie des heißt gehören, also schon gut mit dem nötigsten und sogar ein bisschen mehr versorgt sein.
Was für Wolle passt den da am besten? Wenn jemand nen anderen Anbieter der in Frage käme kennt wär des auch toll.
lg Eilean
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Beitragvon Beate » 21.05.2007, 05:45

Ich stelle ja auch eine Bäuerin dar (aber Frümi), Ich würde einen grauen oder braunen Wollstoff wählen (etwas meliert ist ganz schön).
(es soll ja wohl nicht das Sonntagskleid werden? ;-) )

Bei Wollknoll sehe ich da keinen geeigneten Stoff.
Ich kaufe viel im Großhandel oder bei Ebay.
Beate
 

Beitragvon Ollibert24 » 21.05.2007, 07:08

Hallo Eilean,

ich nenne dir mal drei Möglichkeiten für guten Wollstoff,

wollstoff.de, Jörg Fraske, bietet in seinem Shop naturbelassene Wolle und auch pflanzliche Färbemittel, trifft man ihn an seinem Stand auf einem Markt oder mailt ihn an, kann er auch sehr schön pflanzengefärbte Stücke bieten.

naturtuche.de, Hannelore und Michael Kapmeyer, haben genauso naturbelassene Wolle und Pflanzenfärbemittel, aber auch farbigen Wollstoff, wohl glaube ich bei dem Preis nicht von Hand pflanzengefärbt, aber trotzdem sehr schön.

Dritte Möglichkeit, wende dich an David hier aus dem Forum oder unter familia-ministeralis, er bietet auch Wollstoffe/ Wolltuche (auf Anfrage) und färbt auch bei Bedarf fremde Stoffe (also wenn du schon Stoff hättest und ihn ihm zuschickst). Zudem dürfte seine Seite auch sehr interessant für deine Darstellung sein (1280).

Also, ich denke fragen kostet bei allen dreien nichts, gerade mit Tipps zur Pflanzenfärbung, falls du das vor hast. Natürlich und das hat mein Geldbeutel auch schon gespürt, so ganz billig kommt man halt bei von Hand Pflanzengefärbtem nicht davon.

Viel Erfolg bei der Stoffauswahl und beim Schneidern!

Gruß
Ollie
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Beitragvon Sandra » 21.05.2007, 07:42

Nachdem ich auch denke, dass es nicht das Sonntagsgewand werden soll, würde ich dir auch zu einem "natürlich bunten" Stoff raten, also entweder braun oder grau. Wenn du etwas färbst, dann käme evtl noch Walnuss in Frage.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Eilean » 21.05.2007, 17:22

Ja den Stoff würde ich dann auch selber färben wollen. Dauert ja auch noch bis dahin, weil ich dann schon mit was passendem färben will.
danke für die Links, werd gleich mal da schaun.
Ich geh zwar davon aus, das es nicht gerade billig wird, aber ich hoff das es sich im Rahmen hällt.
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Beitragvon Beate » 21.05.2007, 17:35

Ich habe für meine braunen Wollstoffe nicht mehr als 10 €/m bezahlt.

Hier ein warmes Kleid:
http://i74.photobucket.com/albums/i265/ ... e2f7da.jpg
Beate
 

Beitragvon Eilean » 21.05.2007, 18:02

Jo genau sowas einfaches soll es werden, kann ich dann aber auch die ärmel zum annesteln machen? Des soll ja für Sommer und Winter gehn, und ich denk im sommer ist leinen und Wolle drüber ein bisschen warm.
Ach ja, auch wegen der wärme im sommer da wär dann leichter wollköper schon eher angebracht oder?
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Beitragvon Claudia » 21.05.2007, 18:25

Um 1250 gibts noch keine Ärmel zum Annesteln. Und wenns Arbeitskleidung für ne Bäuerin sein soll:
Auf dem Feld (also bei der Arbeit) trug man vermutlich bei richtiger Hitze nur die Unterkleidung. Es sind immer wieder Männer nur in Bruche dargestellt. Bei den Frauen auf dem Feld werden oft (bei diesen Jungfrauen-Darstellungen) übertrieben chic gekleidete Frauen dargestellt, aber ich nehme eher an, daß in der Realität auch eine den Männern ähnliche "Marscherleichterung" üblich war.
Kopftuch ist allerdings weiterhin zu empfehlen, das schützt auch vor Sonnenstich.
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Beitragvon Eilean » 21.05.2007, 18:30

Hab ich mir fast gedacht, das es das da noch nicht gab, habs aber in nem buch gelesen und wollte jetzt einfach mal fragen, also keine nestelärmel.
Jo, kann ich denn auf Markt dann nur in Unterkleid rumrennen, hmm müsste eigentlich gehn, mit nem Gürtel drüber.
Klar seit dem letzten Markt schau ich eigentlich da ich ab jetzt immer ein Kopftuch aufsetz, auch wenn mein Freund meinst ich seh damit aus wie ne Türkin.
Männer... :dizzy:
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Beitragvon Sandra » 21.05.2007, 19:54

Also ich würde es nicht machen :biggrin:
Ne, also wenn du nicht gerade schwere körperliche Arbeit machst, lässt es sich in der Wollkotte/Leinenuntergewand gut leben. Je nachdem, wie dick der Wollstoff eben ist.
Außerdem hat man den entscheidenden Vorteil, dass man sich nur sehr wenig Sonnenbrand holt ;-)
Liebe Grüße, Sandra

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