Anfängertipps zum Spinnen mit der Handspindel

Alles, was das Spinnen mit der Handspindel betrifft, ist hier richtig!

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Beitragvon kleinvieh » 16.06.2010, 16:29

Ich bin auch schon mal auf die schwangeren Regenwürmer gespannt, denn ich habe mir am Wochenende eine Handspindel und Wolle bestellt. Hoffe ja, das das Paket bald da ist.
LG Katharina
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Beitragvon Nylette » 20.06.2010, 09:24

ich habe jetzt nochmal ne Frage... wenn ich mit der Handspindel spinne, soll sie sich ja möglichst lange drehen. Ich habe jetzt dieses rolle Neuseelandlamm imKammzug Wollpaketbekommen...Ich würde gern schöne dicke Wolle zum stricken spinnen. Wolle. die man mit mindestens 6er Nadeln verstricken kann. Wenn ich jetzt aber die Stränge so dick nehme, dreht die spindel 2-3 Runden und tritt dann shcon den Rückweg an. für 2-3 mal drehen brauch ich aber keine Spindel...das könnte ich auch von Hand. Ausserdem verfasert der Strang nicht, heisst also, wenn die Spindel wieder aufdreht, dreht auch die Faser auf. Hat jemand einen Tip wie ich schöne dicke Wolle daraus machen kann?
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Beitragvon Kattugla » 20.06.2010, 10:46

Die Spindel muss ja gegen den Widerstand der Fasern gegen das Verdrehen arbeiten. Das macht sie mit Masse und mit Beschleunigung. Wenn Du die Beschleunigung nicht ändern kannst, ändere die Masse => schwerere Spindel. ;-)
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Beitragvon nachteulchen007 » 20.06.2010, 21:22

Genau, entweder eine schwerere Spindel - oder Du spinnst etwas dünneres Garn und verzwirnst es....
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Beitragvon Salka » 01.07.2010, 10:06

So, jetzt muss ich auch mal fragen, da ich das Gefühl habe, mich einfach zu doof anzustellen...
Ich habe mittlerweile 3 Handspindeln, eine gekaufte und 2 gebastelte, und Kammzugwolle.
Auch ich habe das Problem, dass meine Spindel sich nur ein paar mal dreht und dann den Rückweg antritt. Weil ich ja fleißig nachlese ^^ weiß ich jetzt schon, dass das am Gewicht liegt.
Meine erste, gekaufte Spindel hab ich aber fast voll gesponnen und sie drehte sich trotzdem nur kurze Zeit richtig!

das zweite Problem ist die Wolle: ich kriege einfach die Sache mit dem Faserdreieck und dem rausziehen nicht hin. wenn ich ziehe, hat die wolle nach kurzer zeit einen unlösbaren knoten gebildet den ich wegschmeißen kann, oder ich erhalte kleine kurze wollstücke die ich auch nicht verspinnen kann.
Meine einzige idee ist es, vom kammzug ein dünnes, langes stück abzutrennen und das dann einfach zu verdrehen. aber das kommt mir immer irgendwie falsch vor! außerdem kann ich damit die dicke des fadens nicht regulieren, weil er so dick wird, wie ich vorher das Stück abgetrennt habe!

Hat jemand noch eine andere Idee und kann mir auf die Sprünge helfen?
Ich will das auch endlich flüssig können :-(
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Beitragvon Draca » 01.07.2010, 10:19

Hallo!

Hört sich für mich an, daß dein Problem der Auszug ist. Wenn du mit dem Ausziehen der Fasern nicht schnell genug nachkommst, wie du ja schreibst, dann baut sich in dem kurzen Faden sehr schnell sehr viel Drall auf. Die Folge ist, daß die Spindel stehen bleibt und sich dann zurück dreht, um diesen starken Drall auszugleichen.

Probier es am Anfang lieber mit der Park&Spinn-Methode, bis du den Auszug einigermaßen flüssig und zügig beherrscht. Dann gibt sich auch mit der Zeit das Problem mit dem Faserdreieck, weil du dich dann nur auf den Auszug konzentrieren kannst und nicht gleichzeitig mit Auszug und Spindeldrehung kämpfst.

Das Flüssige kommt dann mit Zeit und Übung ganz von alleine. :-)

LG Draca
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Beitragvon meirah » 01.07.2010, 10:22

@Salka
hm, vlt hilft es dir...wenn du von der Wolle in der Hand erstmal schon ein bisschen was zurechtzupfst, erst dann der Spindel Schwung gibst, den Drall mit der anderen Hand langsam kontrolliert in die vorgezupfte Wolle laufen läßt....
du mußt die Geschwindigkeit bestimmen, nicht die Spindel, dann hast du auch genügend Zeit während des Spinnens die Wolle nach zu zupfen....
oje ist das schwierig zu beschreiben... :gruebel:
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Beitragvon nachteulchen007 » 01.07.2010, 14:23

Das ist sogar ganz wichtig. Ohne zurechtzupfen bzw. etwas auflockern fange ich gar nicht erst an, denn dann kann ich mich viel besser auf den Auszug und die Geschwindigkeit der Spindel konzentrieren.
Bei manchen Merinokammzügen passiert es trotzdem, dass unvermittelt mal Fasern zusammenbleiben und dann wird's dicker und auch schonmal knubbelig.
Daher würde ich sowieso am Anfang unbedingt auf lockere, ungefärbten Kammzug ausweichen, damit erst mal das Gefühl für die Bewegung entstehen kann.
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Beitragvon Salka » 02.07.2010, 08:11

Hallo,
danke schonmal für die schnellen Antworten :-)
Ich habs gestern abend nochmal ein bisschen probiert, die spindel läuft jetzt schon ein bissel schneller als am anfang (vlt. taugt meine letzte gebastelte doch was).
Aber ihr habt Recht, ich habe echt ein problem mit dem auszug.
Das mit dem anhalten und erst zurechtzupfen geht prinzipiell gut, bis auf den teil mit dem zupfen ^^
Also, wie gesagt, ich arbeite mit Kammzug und trenne mir immer ein langes, möglichst dünnes Stück ab, dass ich dann mit der Spindel "verdrehe".
wenn der faden droht, zu dick zu werden, dann versuche ich, nur einzelne stückchen zu zupfen und nicht den ganzen strang zu nehmen. das hat aber zur folge, dass sich in meiner linken hand ein flauschiger wolleball bildet, der leider voller knoten und durcheinander ist und der zum schluss meistens nicht mehr zu gebrauchen ist :undecided:
außerdem ist mir aufgefallen, dass ich nicht mit der rechten hand fäden rausziehe, sondern mit der linken sozusagen überflüssige fäden wegziehe. vielleicht liegt mein problem daran? :gruebel:
Salka
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Beitragvon nachteulchen007 » 02.07.2010, 15:50

Stimmt, das ist ein Problem. Du solltest mit der linken Hand nur locker das Faser"gefluffe" halten und dabei vermeiden (!), dass der Drall in das Gefluffe reinläuft. Mit der rechten Hand ziehst Du die Fasern aus der Linken, damit diese den Drall der sich drehenden Spindel aufnehmen.
Dieser Drall erfasst die Fasern so schnell oder langsam, wie Du mit der rechten Hand zur Linken hochfährst. Sobald Du oben bist, ziehst Du mit der Rechten die Fasern raus, hältst aber alles noch fest, sonst saust Dir der Drall eben ins Gefluffe....
Ohje, was für ein Gestammel :dizzy: :wacky: Ich hoffe, mit der Zeit wird Dir klar, was ich damit meine.
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