Handspindel mit Tonwirtel

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Beitragvon Rigana » 21.05.2006, 08:52

Erstellt am 16.09.2004 - 12:17

@Ingo so superperfekt ist der Wirtel noch nicht. Immerhin war es meine allererste Specksteinarbeit. Eine Seite hat sich als recht bröselig erwiesen und so hat das gute Stück eine Delle *grmpf*. Das Loch hab ich so pi mal Daumen gemacht und es hat ca. 5-6mm Durchmesser. Der Wirtel selbst hat einen Durchmesser von etwa 4 cm.
Leider habe ich noch keine Erfahrungswerte im Spindelbau, so dass ich nicht sagen kann, ob ich das Loch vergrößern muss oder wie lang der Spindelstab sein muss. Und zu guter Letzt muss ich jetzt auch noch herausfinden, wie der Stab und der Wirtel zusammenhalten...

Alles Gute,
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Beitragvon Ingo » 21.05.2006, 08:53

Erstellt am 16.09.2004 - 13:45

Na gut, dann warte ich noch ein wenig (*ungeduldigmitdenfingernaufdentischtrommeln* ) - schon mal Danke für die Maße. Unter http://www.handspinnen.de/ sind schöne Spindeln abgebildet und auch Maße für die Stablänge (meist so gut 30 cm) angegeben - vielleicht eine Hilfe für Dich ?

Noch einen schönen Tag und viel Glück mit der Bröselecke
Ingo
 

Beitragvon Flinkhand » 21.05.2006, 08:54

Erstellt am 16.09.2004 - 15:37

Hallo zusammen,

also die Tonwirtel aus Düppel haben jedenfalls alle ein fast "kegelförmiges" Loch (ich weiß nicht, wie man das in den richtigen Geometriebegriffen ausdrückt ). Soll heißen: Der Spinnstab wird zum Ende nach unten hin ein wenig dünner, und der Wirtel wird einfach aufgesteckt. Also ist auch das Loch auf der oberen Seite des Wirtels größer als auf der unteren Seite, damit der Stab den Wirtel auch hält und dieser nicht herunterfallen kann. Bei Speckstein denk ich mir, man müßte mit einer Rundfeile arbeiten, die sich auch zur Spitze hin verjüngt. So müßte man doch eigentlich dann auch ein "enger zulaufendes Loch" bekommen

War das verständlich?!

Es gibt m.E. auch keine Standardmaße für die Länge eines Spinnstabs. Es kommt ja auch auch darauf an, was man verspinnen möchte. Für feine Seidenfäden braucht man halt nicht so viel Platz zum Aufwickeln des Fadens wie für relativ dicke Wolle. Ansonsten ist es ziemlich Wurscht, wie lang das Teil ist, denk ich.

Viele liebe Grüße,
Zuletzt geändert von Flinkhand am 21.05.2006, 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
Claudia,
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Beitragvon Rigana » 21.05.2006, 08:55

Erstellt am 16.09.2004 - 16:58

So, ich habe jetzt auch einen Spinnstab durch. Mangels anderer Alternativen musste ein Buchenholz-Rundstab herhalten
Erstmal habe ich das Loch noch um ca. 1 mm verbreitert (und zwar mit dem Dremel - total un-A).
Damit der Wirtel nicht runterrutscht, habe ich einen dickeren Rundstab verwendet, unten ein Stück stehenlassen, und oben den Stab so lange dünner geschliffen, bis er durchs Loch passte. Das ist auch keine A-Methode (Schleifmaschine *g*), aber ich kann nicht so gut mit Schnitzwerkzeug umgehen und der Rundholzstab wäre fürs Schnitzen bestimmt auch nicht dankbar gewesen.
Zunächst habe ich 30cm für den Stab genommen und mal angesponnen. Der Wirtel hielt prima auf dem verdickten Unterteil und benötigte keine Fixierung nach oben (Huld der Schwerkraft!). Der Stab erwies sich aber im Verhältnis zum Wirtel als zu lang (war übrigens auch länger als meine übrigen Spindeln). Das ganze Objekt trullerte ein wenig - so wie ein auslaufender Kreisel Also habe ich das Teil oben gekürzt und unten das dicke Ende ein wenig beigeschliffen - letzteres eher wegen der Optik.
Jetzt läuft die Spindel insgesamt ruhiger. Ganz ruhig wird sie wohl nie laufen, wegen der Delle.

Insgesamt jetzt die Maße:
Durchmesser Wirtel: ca.4,5cm
Durchmesser Loch: ca.6mm
Dicke Wirtel: ca.1cm
Form Wirtel: oben flach, Rand etwas abgeschliffen; unten konvex
Gesamtlänge Spinnstab: 25cm
Länge unterhalb Wirtel ca. 6cm (Ende zur Spitze geformt, damit der Wirtel aufrecht fällt wenn er fällt )

Alles Gute,
Rigana mit ihrer ersten Eigenbau-Spindel

edit: mit Speckstein am besten nur über weichem Untergrund spinnen - beim Runterfallen blättert sonst leicht etwas ab
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Beitragvon N.R.U. » 21.05.2006, 08:56

Sabine hat geschrieben:Erstellt am 16.09.2004 - 17:52

Klasse Rigana,
habe auch meine ersten drei Prototypen von Handspindeln fertig. Habe mir kleine Äste gesucht (Eiche und Ahorn) und mit einem scharfen *ganzkleinschreib* Pfadfindermesser die Rinde entfernt. Die Stäbe sind zwischen 25 - 30 cm lang. Unterhalb der oberen Spitze habe ich bei etwa 3 cm eine Kerbe eingeschnitzt, damit der Wollfaden nicht abrutscht. Dasselbe habe ich auch unten gemacht (bei etwa 5 cm), damit meine Tonwirtel nicht so schnell runterrutscht. Oben und unten noch zugespitzt, damit man besser zwirbeln kann. Die Spitze unten hat sich im Lager auch schon bewährt. Sie steht etwa 3 cm unter der Wirtel heraus:
Der Faden riss, die Spindel blieb im Gras stecken und Frau brauchte sich nicht so tief bücken...

Tja, und weil ich wahnsinnig neugierig und ungeduldig bin, habe ich die Tonwirtel aus lufttrocknendem Ton gemacht. Denn kann man auch bei 150° C 10 Min. im eigenen Ofen brennen. Alle drei funktionieren und die Spindel mit der Tellerwirtel ging direkt im Lager als Geburtstagsgeschenk weg.....

Habe mir gerade noch ein paar Kirschbaumäste "geklaut" und neuen Ton geholt. Der erste war weiß...gefiel mir nicht so. Jetzt habe ich noch Terracotta und versuche mal 2-farbige Wirtel. Wenn's klappt, kommen Bilder!

Aber prima, Rigana! Auf Speckstein wäre ich erstmal gar nicht gekommen !

Hallo Claudia, gestern abend ist mir doch *eidaschauguck* die Tonirtel von Düppel abgestürzt. Muß sie mal wieder auf den Stab draufstecken (oder kleben.....). Himmel, spinnen macht echt süchtig.....

Liebe Grüße an Euch alle
Sabine
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Beitragvon Flinkhand » 21.05.2006, 08:57

Erstellt am 16.09.2004 - 20:32

@Sabine: Nicht kleben! Einfach nur fest wieder draufdrücken!

Bin ja mal gespannt auf Eure Ergebnisse

Viele liebe Grüße,
Zuletzt geändert von Flinkhand am 21.05.2006, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Rigana » 21.05.2006, 08:57

Erstellt am 17.09.2004 - 10:41

Wow, genial Bini Gleich drei Spindeln auf einmal. Ich bin schon stolz auf meine eine hier... Wo kriegt man denn diesen Spezial-Ton her?

Übrigens funzt sie ganz gut und der Faden wird so dünn wie bei meinen anderen Spindeln auch

Liebe Grüße,
Rigana
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Beitragvon N.R.U. » 21.05.2006, 08:58

Sabine hat geschrieben:Erstellt am 17.09.2004 - 11:02

Guten Morgen, Rigana!

Den Ton kriegt man in jedem gut sortierten Hobby- und Bastelmarkt. Meist da, wo es auch den "normalen" Ton und die Glasuren gibt. 1000 g kosten aber je nach Firma etwa 5 €!

Claudia: Im Moment rennt die Spindel wieder!

Liebe Grüße
Sabine
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Beitragvon Mina » 21.05.2006, 08:58

Erstellt am 23.09.2004 - 08:39

Einen wunderschönen verregneten und nebeligen Septembermorgen wünsche ich Euch!

Ist jemandem schon mal ein abgestürzter Tonwirtel kaputt gegangen?

Als Vorsichtsmaßnahme spinne ich am Anfang nämlich immer nur über dem Wohnzimmerteppich und wickele den Wirtel mit der gesponnen Wolle ein, so dass eine Art Kokon um den Wirtel entsteht =)

Grüße
Mina
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Beitragvon Tjorven » 21.05.2006, 08:58

Erstellt am 23.09.2004 - 08:59

Hallo Mina,

ist mir auch schon passiert bei meiner ersten Agil-Spindel - deswegen brauche ich jetzt auch kostengünstigen Nachschlag! Das mit dem Speckstein ist eine gute Sache, das werde ich wohl auch mal Ausprobieren, ich habe noch einen ganzen Karton voll rumstehen. Es hapert eher mit dem Spinnen, das muß ich noch üben...

Gruß Tjorven
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