Erster Spinnversuch

Alles, was das Spinnen mit der Handspindel betrifft, ist hier richtig!

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Beitragvon greifenritter » 03.11.2008, 08:40

Keine Sorge, das wird schon.

Ich denke das kommt daher, daß Du den Drall nicht ganz sauber abklemmst und er Dir dadurch ins Faserbündel ein wenig hinein läuft. dann wird es schwer auszuziehen, da die Haarenden schon fixiert sind.
Ein anderer Teil der Anfänger hält so krampfhaft den Drall ab, daß er auf grund der Klemmwirkung der eigenen Finger nicht ausziehen kann, das ist dann die gegenteilige Variante. Die richtige Dosierung zu finden ist in erster Linie Übungssache, das bekommst Du schnell in GRiff.

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Beitragvon Siegfriedsdottir » 03.11.2008, 09:55

Hallo und Guten Morgen,

ich hab bzw. hatte das Problem mit dem Ausziehen der Fasern auch. Ich hatte das Gefühl, dass die Fasern im Kammzug viel zu lang sind und hab mit der linken Hand das Faserbüschel festgehalten und mit der rechten Hand dran gerissen. :gruebel:
Aber ganz plötzlich, ich weiß nicht mehr wieso, klappte es dann. Wahrscheinlich war es die Übung. Also nur Mut, irgendwann klappt es wie von „flinker Zauberhand“.

Herzliche Grüße von Siegfriedsdottir
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Beitragvon Klara » 04.11.2008, 20:05

Da gibt's zwei Möglichkeiten: 1. Schauen, wie lange die Fasern sind, und die Hände dann so weit voneinander entfernt halten.
2. Die haltende Hand hält so locker, dass die Fasern durchgleiten können.

(Sigridsdottir, du hast es offensichtlich selbst schon rausgekriegt, aber vielleicht hilft's ja jemand anderem)

Ciao, Klara
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Beitragvon greifenritter » 05.11.2008, 08:28

Die Stapellänge ist das was vielen Anfängern bei kammzügen Probleme macht. Woran es liegt hat Klara ja schon schön beschrieben.

Liebe Grüße
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Beitragvon Undis » 05.11.2008, 12:57

Das mit dem Zupfen klappt jetzt, mir hat es geholfen, den Faden dünner zu spinnen. Leider wachsen jetzt die Regenwürmer... aber das kriege ich auch noch hin.
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Beitragvon Lise » 11.01.2009, 20:40

Ich habe vor zwei Tage mit dem Spinnen angefangen.
Ich bin mir nur nicht sicher, dass ich das alles richtig mache. Die Anleitung von Claudia ist ja wirklich plausibel, aber ich hab das Gefühl einen Fehler zu haben.
Und zwar ist mein Faserdreieck immer echt mikroskopisch klein und ich lasse die unversponnen Fasern einfach durch zwischen Fingern und Daumen "durchrutschen". Mit der rechten Hand gebe ich eigentlich nur Schwung. Aber meine Spindel ist auch immer echt schnell, sodass ich kaum Zeit habe Mterial nachzulassen.
Das fertige Garn sieht eigentlich ganz gut aus, aber ich kann die Dicke nur über die Dicke des Rohwollezopfes bestimmten.
Weiß nach meiner Beschreibung jetzt jemand, wo mein Fehler liegen könnte?
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Beitragvon Ziuwari » 12.01.2009, 08:11

mhm bissel schwer das so zu erklären, aber du müsstest die recht hand nehmen um damit soviele fasern aus der linken zu herausziehen, wie du für Deinen Faden brauchst und dann den Drall in die herausgezogenen Fasern laufen lassen.
Dann kannst du nämlich auch einen dickeren Rohwollezopf in die linke Hand nehmen und regulierst die Dicke deines Fadens nur durch das Herausziehen der Faser mit der Rechten...

Einigermaßen verständlich :question: :dizzy:

Wenn die Spindel Dir allerdings keine Zeit lässt, die rechte Hand überhaupt zum Spinnen zu benutzen, solltest Du über eine andere Spindel nachdenken ^^

Und keine Sorge, das machen am Anfang viele so - ich hab selbst am Anfang auch dünne Rohwollstreifen gerissen und dann versponnen...
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Beitragvon Lise » 12.01.2009, 09:31

hmm, das leutet echt ein. Könnte es auch sein, dass ich meiner Spindel zu viel Schwung gebe?
Aber ich werde mich weiter am rausziehen der Fäden probieren. Vielen Dank für die Antwort, macht shon Mut, wenn andere die gleichen Sorgen hatten ;-)
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Beitragvon Sanja » 12.01.2009, 09:53

Guten Morgen zusammen! :-)
Also auch wenn Du schon einen zusammenhängenden dünnen Faden hinbekommst (Chapeau!) könnte es helfen, wieder zum Spinnen inEtappen zurückzukehren, also Schwung geben, Spindel anhalten (zwischne die Oberschenkel klemmen), in Ruhe den Faden zu verziehen und erst dann den Drall hochlaufen lassen. Ich habe gerade auch wieder so angefangen, weil ich dickeres Garn spinnen wollteund mich so auf fein und dünn eingeschossn hatte, daß ich mir erstmal in Ruhe einen neuen Bewegungsablauf angewöhnen mußte. Nach einer Weile hat man dann die Handgriffe für "mehr Fasern ins Dreieck"drauf und kann wieder flüssig spinnen.
Und es kann helfen, sich mal die Mühe zu machenund ein Vorgespinst anzufertigen (dünner Faserstrang, den man dann einfach vertwisten läßt, ohne ihn weiter zu verziehen), und zwar nicht, indem man ihn einfach dünn vom Kammzug abteilt. Teil dir untenam Kammzug ein normal dickes Faserbündel ab, zieh unten eine Spitze raus, und dann mit Daumen und Zeigefinger immer soviel Fasern, wie du für Dein dickeres Garn haben willst. Da kriegt man ganz schnell ein Gefühl für die Stapellänge und den richtigen Zug, wann man die ziehendende Hand ein bißchen drehen muß, um mit dem nächsten Zug wieder neue Fasern zu erwischen - und wann man zu doll gezogen hat. ;-)
Das sind einfach Erfahrungswerte, und mein alter Fahrlehrer sagte immer "Erfahrung kommt von Fahren!" Mit jedem Gramm Wolle und jedem Zentimenter Garn lernst du dazu, und die Finger werden sensibler.
Einfach dranbleiben!
Liebe Grüße,
Sanja
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Beitragvon Klara » 12.01.2009, 13:55

Sanja gibt schon viele gute Tipps, ich möchte nur dazufügen: Mach dir um das Faserdreieck keine Sorgen - ob das schön sichtbar ist, hängt von mehreren Faktoren ab (Fadendicke, Faserlänge) und ist letzten Endes egal.

Eine amerikanische Spinnlehrerin schreibt sehr schön: Man kann eigentlich nur zwei Sachen falsch machen beim Spinnen: Sich selbst misshandeln (weitermachen, wenn was weh tut) oder das Werkzeug (Spindel auf Fliesenboden fallen lassen - autsch!) Ansonsten ist es immer richtig, wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist. (http://spinningspiderjenny.blogspot.com/ ich glaube, das stand im Archiv von 2006 oder 2007)

Eine Spindel, die schön lange dreht, würde die Arbeit aber schon gewaltig erleichtern - allgemein sind das Spindel mit grossem Wirteldurchmesser, die in der Mitte möglichst leicht sind.

Viel Glück! Klara
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