Erster Spinnversuch

Alles, was das Spinnen mit der Handspindel betrifft, ist hier richtig!

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Beitragvon Lise » 12.01.2009, 14:33

Vielen Dnak Leute.
Ich hab mich jetzt auch langsam durch die ganzen Unterhaltungen gelesen und da steht ja immer wieder "üben-üben-üben"
Das werd ich mir jetzt auch zu herzen nehemen.
Und vielen dank für den tipp mit den einzelnen Etappen. Mal schauen, ob mir das gelingt...

ich hab noch ne frage: Ich habe gestern meine ersten versuche zum haspeln um die beine eines hockersgewickelt, und befeuchtet, wie man es ja machen muss. heute früh hatte das garn dann aber immernoch zu viel drall. ich habs einfach nochmal ausgewickelt und befeuchtet. was kann ich noch machen, wenn das garn nicht ausgeglichen wird?
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Beitragvon anjulele » 12.01.2009, 14:53

Ich habe bis vor Kurzem das Garn nach dem Spinnen gewaschen (Schweißwolle) im feuchten Zustand gewickelt, später wieder auf einen Strang gewickelt, um es zuende trockenen zu lassen.
Vor ein paar Wochen habe ich mir das Navajo-zwirnen bei You tube und My video angesehen. Ausprobiert und nun habe ich das Problem mit dem überdrehten Garn nicht mehr. Wenn die Spule soweit voll ist kommt sie in einen Spulenhalter und dann wird das Garn gleich verzwirnt und dann gewaschen.

Allerdings läßt sich das navajogezwirnte Garn nicht für alles verwenden. Da werde ich dann wieder auf die seit einigen Jahren bewährte Methode mit dem Wickeln zurückgreifen - auch wenn es arbeitsintensiver ist. Für mich mich gehört das zum Spinnen dazu.

Du kannst die Wolle natürlich auch "ganz normal" (aus zwei oder mehr Knäulen/Spulen) verzwirnen. Dabei geht der Drall auch raus. Mit der Spindel kannst Du genauso zwirnen, dafür brauchst Du kein Rad.

Schau mal hier im Forum nach, es gibt schon verschiedene Beiträge dazu.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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Beitragvon Lise » 12.01.2009, 15:31

Ja Danke, den werd ich haben.
Ich muss erstmal noch eine zweite Runde Regenwürmer produzieren, damit ich dann verzwirnen kann.

Aber es hat mich auch schon. Man glaubrt gar nicht, wie schnell man süchtig wird. Was mit dem nadelbinden auch schon so :biggrin:
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Beitragvon Klara » 12.01.2009, 20:47

Wolltest du Dochtgarn (einen einzelnen Faden) entdrallen? Das geht nicht wirklich - und bei spindelgesponnenem Garn ist es wohl ganz hoffnungslos.

Mit dem Spinnrad kriege ich es mit so wenig Drall gesponnen, dass der Strang nach einer Behandlung mit heissem (!) Wasser (nix Besprühen - Wasser, so heiss, wie es aus der Leitung kommt, in Schüssel und Garn da rein und weichen lassen. Oder gleich auskochen) offen hängt.

Mit der Spindel kann man aber den Drall nicht so gut dosieren wie mit dem Spinnrad - da würde ich mich eher aufs Verzwirnen verlegen, wenn du ausgeglichenes Garn brauchst.

Viel Glück! Klara
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Beitragvon Lise » 13.01.2009, 19:31

ach sooo... naja, ich wollte eigentlich einfaches garn haben. ja, dann...
vielen dank für den tipp ;)
Mein Garn hat sich aber weitestgehend ausgeglichen, nur eine sehr sehr dünne stelle hat noch zu viel drall... mal schauen was mir noch so einfällt...
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Beitragvon greifenritter » 13.01.2009, 23:49

Mit der Spindel kann man aber den Drall nicht so gut dosieren wie mit dem Spinnrad


Also das kann ich absolut nicht unterschreiben, ganz im Gegenteil. Ist denke ich eine Sache der Übung.




Daß der Drall in die dünnen Stellen wandert ist ganz normal. Der sucht sich sozusagen den Weg des geringsten Widerstands, dadurch läuft man bei sehr unregelmäßigem Garn auch Gefahr, daß sich dicke Stellen aufdröseln (der Drall wandert aus ihnen ab in die dünneren).

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Beitragvon Lise » 14.01.2009, 17:06

Ich habe jetzt versucht mein Garn gleichmäßiger hinzubekommen. Langsam klappt es auch ganz gut. aber halt immernoch mit dem Trick die Faser vorher zu teilen. Ich haber bei youtube ein gutes video gefunden.

das erste ist eine anleitung zum wolle "vorbereiten" (so mach ich das jetzt)
und das zweite ist das Spinnen selbst. Könnt ja mal reinschauen, mir hats geholfen. einen ablauf live zu sehen holft halt immernoch ein bisschen mehr als nur die ausführungen zu lesen ;)

http://www.youtube.com/watch?v=Us0nk_ry ... re=related

http://www.youtube.com/watch?v=7gXTWgMe ... re=related
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Beitragvon anjulele » 14.01.2009, 17:35

Das habe ich mir im letzten Jahr schon mal angesehen. Ich finde es total umständlich.
Lise, leider hast Du keinen Wohnort angegeben. Schau doch mal, wer von den Spinnern in Deiner Nähe wohnt. Dann kann man Dir vielleicht den einen oder anderen Trick zeigen.

LG
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Beitragvon Nightlight » 28.03.2009, 10:41

Gestern hab ich mich getraut und meine Spindel fertig gebaut und die ersten schwangeren Regenwürmer produziert. Mittlerweile bekomme ich sie sogar recht gleichmäßig hin. *freu*

Eins ist mir allerdings aufgefallen: Ich habe mir diese Woche in den linken Daumen geschnitten. Die Wunde verheilt gut und ist trocken. Beim Spinnen beginnt sie nach einer Weile immer wieder zu nässen. Liegt das am Wollfett? Und vor allem ist das schädlich? Ich glaube irgendwo mal gehört zu haben, dass Lanolin die Wundheilung fördert.
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Beitragvon Elis » 29.03.2009, 16:46

Hallo Nightlight,

kann es sein, daß Du die Wunde sozusagen immer wieder "aufreisst beim Spinnen? Ich habe nämlich das gleiche "Problem", nur eben am Mittelfinger gehabt und da ging die Wunde immer wieder auf, weil ich ständig drangekommen bin. Nach einer Weile ist es aber dennoch ohne Nebenwirkungen verheilt.

Ich habe übrigens auch gerade mit dem Spinnen angefangen und kann jetzt auch gleichmäßig schwangere Regenwürmer spinnen :-)
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