Keine Haspel... Spindel voll... was nun?

Alles, was das Spinnen mit der Handspindel betrifft, ist hier richtig!

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Beitragvon Sarah » 29.01.2008, 06:46

Stimmt, dass habe ich vergessen zu schreiben :blush: .
Habe mir eine Haspel bestellt, aber bis die kommt muss weiterhin ein kleiner Hocker her. Der ist superpraktisch, weil zum Einklappen und platzsparend Verstauen... Ausgeklappt wickle ich ihm das Garn um die Füße, hänge ihn in die Badewanne und befeuchte mein Garn, am nächsten Tag klappe ich einfach die Beine ein und schon kann ich den Strang Wolle einfach runternehmen, das geht prima. Aber ich hab auch schon über Beine von kleinen Ikeatischchen und Stühlen gehaspelt, alles was irgendwie stabil und Wasseresistent war, da findet sich ne Menge im Haus, einfach mal gucken
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Beitragvon Aodhan » 26.04.2008, 23:46

Also, ich persönlich komme mit ´ner Haspel gar nicht klar. Ich wickle mein frisch gesponnenes Garn (spinne per Handspindel, die Mengen halten sich also in Grenzen) schön ordentlich um ein altes Vesperbrett aus Holz. Dann tunke ich das Ganze in Wasser und packe es über Nacht auf die Heizung - presto! - entspanntes Garn, das wickel ich dann entweder als Knäuel oder um eine Sockenstricknadel oder um ein Holzstäbchen (habe dünne Meterstäbe aus dem Baumarkt geviertelt).

Was ich im Sommer mach, wenn die Heizung nicht mehr geht, weiß ich noch nicht...
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Beitragvon Xia » 26.04.2008, 23:57

Hallo,

ich hatte noch nie eine Haspel. Mein Mann hat mir zwar versprochen mir eine zu bauen, aber bis jetzt ist er noch nicht dazu gekommen. Ich wickel mein Garn um eine leere Küchenrolle und sammel dann etwa 3 Spindeln drauf und dann verzwirn ich das. Hat super geklappt bisher.

Liebe Grüsse, Xia
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Beitragvon anjulele » 22.06.2008, 20:35

Hallo,

Bin ganz erstaunt, wie viele Möglichkeiten es so gibt! Da hab ich mir nie Gedanken drüber gemacht. - Doch, als ich mein erstes Rad mit Haspel bekam. Die mußte ich natürlich ausprobieren. Die Stränge sind mir viel zu lang, völlig unhandlich.
Ich wickel das Garn, egal ob von der Spindel oder vom Rad immer über die Hände runter. Aber das kann ich beim besten Willen nicht beschreiben.
Den Strang spüle ich erst unter klarem Wasser, dann wasche ich mit nem Shampoo 2 x gründlich aus. Ich verspinne fast nur ungewaschene Wolle. Danach hänge ich den Strang in die Dusche. Nach einigen Stunden (z. B. über Nacht) wickel ich das Ganze fest aufs Knäuel und lasse es einige Stunden liegen. Manchmal wickel ich es noch mal locker aufs Knäuel. Oder gleich wieder auf den Strang, nach der "unbeschreiblichen" Methode.
Der Strang kann dann trocknen. Allerdings nicht in der Sonne oder über der Heizung. Meistens hänge ich die Stränge über die Türklinken. Wenn sie trocken sind drehe ich sie auf, sammel bis ich genug zum Beizen zusammen habe...

Bin ja mal gespannt, wass für Möglichkeiten es noch so gibt!

Gruß

Perat
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Beitragvon Kattugla » 22.06.2008, 20:38

Ich benutze Astgabeln (ca. unterarmlang) - sauber entrindet, ein paar Zweigansätze stehengelassen, damit nix rutscht - geht prima.
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Beitragvon Tenar » 11.11.2008, 20:38

Ich wickle ganz ehrlich über die guten Holz-Ikea-Stühle. Und wenn ich Zeit finde nehm ich das mit den Händen einfach ab von den Stühlen, halte das mit den Händen auf Spannung und wasch es mit Feinwaschmittel einmal ordentlich durch. Meine Dozentin hat mir beigebracht, dass das sowieso von hand besser ist, weil die Wolle "ausgeschlagen" werden muss um die Drehung zu verteilen. Das macht man indem man die Wolle um die flachen Hände herum hat wie wenn man die Wolle drum gehaspelt hat und schlägt die Hände mit der nassen Wolle auseinander.
Danach häng ich die immer an einer Leine mit Tassen da drunter auf den Balkon,sodass sich die Drehung noch besser verteilt. Statt Tassen kann man auch Laternen oder ähnlich schweres nehmen. Tassen sehen allerdings für den Betrachter lustiger aus, denn wer hängt schon Tassen auf dem Balkon auf???

LG au Flensburg
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Beitragvon Aodhan » 11.11.2008, 21:27

Ist das ´ne Glaubensfrage? Mich haben schon Menschen als "Wollquäler" bezeichnet, weil ich einen Wollstrang beim Trocknen beschwere...
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Beitragvon nachteulchen007 » 12.11.2008, 14:32

Wollquäler :roflrofl:
Dann bin ich auch einer ;-)
Ich habe zwar eine Haspel, aber da sie aus Holz und dazu noch recht "leicht" ist (ist wenigstens gut zum Verreisen), verwende ich sie nur für die komplett fertige Wolle. Das frisch gesponnene Garn wickle ich auf die Metallfüße eines Hockers und stelle den dann in die Badewanne und nässe die Wolle mit der Dusche. Wenn sie trocken ist, dann kann sie ganz normal und leicht gehaspelt werden - so es noch nötig ist.....
Der Klügere gibt nach - und der Dumme regiert die Welt !

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Beitragvon Lise » 03.04.2009, 11:39

Hallo!

Ich haspel auch über die Beine von einem kleinen Hocker. Aber jetzt geht ja die MArktsaison los und ich brauche ne "markttaugliche" Alternative...
Hat jemand vielleicht ne Idee, wie man eine Haspel basteln könnte, die ihren zweck erfüllt, aber gleichzeitig auch platzsparend ist?

Grüße, Lise
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Beitragvon Klara » 03.04.2009, 12:13

google mal niddy noddy - auf deutsch Kreuzhaspel. Das ist ein zentraler Schaft mit oben und unten einem Querholz, die um 90 Grad gegeneinander verdreht sind, und wenn das Teil zerlegbar ist, hat man nur drei leicht zu verpackende Hölzer. Aus PVC-Rohr ist es mit T-Verbindern ganz einfach zu bauen, aber mittelaltertauglicher ist natürlich Holz...

Viel Spass beim Basteln! Klara
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