Kromski Harfe VS Ashford Rigind Heddle

Hier findest du Beiträge zum Thema Weben (außer Brettchenweben, dafür gibt es eine eigene Sektion), also Bandwebe, Weben am Gewichtswebstuhl usw.

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Kromski Harfe VS Ashford Rigind Heddle

Beitragvon Viator » 22.09.2010, 14:56

Ich trage mich mit dem Gedanken einen Webrahmen anzuschaffen.

Als bekennender Anfänger brauche ich eine Kaufberatung. Welcher Webrahmen ist benutzerfreundlicher?

a) der Ashford Rigid Heddle?

oder

b) die Webharfe von Kromski?

Könnt Ihr mir bitte Eure Erfahrungen schreiben?

Preislich nehmen sich beide nicht viel.

vielen Dank und beste Grüsse,

der Viator
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Beitragvon Cerid » 22.09.2010, 17:59

Also ich hab den Rigid Heddle hier und bin zufrieden. Die Kromski Harfe ist zusammen klappbar, der Rigid nicht. Aber ich hab schon gehört, dass das mit dem Zusammenklappen eh nix ist. Allerding über die Klappbaren Teile von Ashford. Also dem Knitters Loom. Überlege dir mal, ob es echt klappbar sein muss. Weil zum Transportieren passt der Rigid Heddle auch super hinter die Fahrersitze vom Auto.
Was für mich für Kromski spicht ist das Aussehen. Sieht irgendwie so schön geschwungen aus.
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Beitragvon Viator » 22.09.2010, 20:32

Ich lege bei einem Webrahmen Wert auf...

Anfängerfreundlichkeit, Stabilität, gute Verarbeitung, ein vernünftiges Preis/Leistungsverhältnis und bezahlbare Ersatzteile, die nicht gleich ein kleines Vermögen kosten. :)

Die Optik spielt dabei erst einmal eine untergeordnete Rolle. :)

viele Grüsse,

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Beitragvon marled » 22.09.2010, 20:40

Ich habe bisher weder auf dem Ashford noch auf der Kromski gewebt, dafür auf einem Kircher Rahmen.
Für den Ashford würde bei mir sprechen, dass ich ihn mit einem zweiten Webkamm erweitern kann, so dass auch andere als Leinwandbindungen möglich sind.
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Beitragvon Viator » 22.09.2010, 20:43

Das hört sich sehr gut an. :-)

Ich brauche langfristig einen Rahmen, der Tuch- bzw. Leinwandbindung, Fischgrät, Diamantköper und ggf. Samitbindungen mitmacht.

Viele Grüsse,

der Viator
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Beitragvon marled » 22.09.2010, 21:09

Dann würde ich dir zu einen Tischwebstuhl raten. Sie sind für Einsteiger ideal, da man durch die Handhebel viele Variationsmöglichkeiten hat und nicht gleich umschnüren muss und viele haben auch die nachträgliche Möglichkeite Tritte anzubauen. Die meist übliche Breite von 70 cm reicht in den meisten Fällen um Bekleidungsstoffe zu weben, wobei ich bei dir mal ausgehe, dass das dein Ziel ist.
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Beitragvon Draca » 23.09.2010, 09:03

Ich brauche langfristig einen Rahmen, der Tuch- bzw. Leinwandbindung, Fischgrät, Diamantköper und ggf. Samitbindungen mitmacht.


:gruebel: Rahmen sind nicht für Köperbindungen ausgelegt. Es gibt zwar die Möglichkeit den Kircher-Rahmen auf vier Schäfte umzurüsten, aber dieses Model überzeugt in keinster Weise. Ansonsten muß man sich mit selbstgebauten Hilfskonstruktionen wie Litzenstäben behelfen. Da gibt es schon ein paar Bilder von cleveren Eigenkonstruktionen hier im Forum.

Wenn du es schaffst, irgendwas in Samitbindung zu weben -Hut ab! Das können heutzutage nicht mal mehr ausgebildete Profi-Damastweber aus dem Handgelenk. Einen Rahmen für Samitbindung wirst du also eh nicht finden.

Ersatzteile für Webrahmen sind eher nicht die Frage. Wenn du einen Rahmen willst, solltest du halt schauen, in was für Fadenzahlen es die Gatterkämme für das gewählte Model gibt. Und was für eine Webbreite du überhaupt als Rahmen willst. Entscheident ist auch noch, wieviel Kette bzw. fertiges Tuch du auf einen Rahmen drauf bekommst, wenn du mehr als Schals oder Taschen weben möchtest.

Klingt so, als ob du bei deinen Vorstellungen eher in einen kleinen Trittwebstuhl (und einen Webkurs) investieren solltest.

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Beitragvon Cerid » 24.09.2010, 08:48

Hey Draca - wieso überzeugt das in keinster Weise? Ich hab so ein Teil hier und es ist super. Das Weben geht klasse und ich finde die Technik toll. Ist halt ne super Alternative zu nem großen Webstuhl. Und auch noch Transportfähig :-)
Meiner ist allerdings sehr alt und ich hab den geschenkt bekommen. Muss was dran restaurieren. Litzenstäbe erneuern und so. Aber nem geschenkten Gaul guckt man nicht is Maul :biggrin:
Natürlich wäre ein "richtiger" Webstuhl schon was Feines. Aber der Kircher umgerüstet zum 4-Schaft tuts echt auch.

Viator, für das was du langfristig damit machen möchtest kannst du die Harfe und den Rigid vergessen. Dann spar lieber noch ne Weile und steck das ganze Geld in nen richtigen Webstuhl.
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Beitragvon Rigana » 25.09.2010, 13:31

Wenn man direkt solch ein umgebautes Kircher-Vierschaft-Modell günstig ergattert, ist es gut, aber wenn man den Grundrahmen noch auf eigene Kosten erweitern muss, geht das ins Geld bzw. erfordert einiges handwerkliches Geschick.

In Anbetracht dessen lohnt sich wirklich, den Blick direkt weiter zu richten als auf ein Grundmodell.

Samit zu weben ist wirklich schon höhere Schule.

Liebe Grüße
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Beitragvon Draca » 27.09.2010, 13:57

Hallo!

Hey Draca - wieso überzeugt das in keinster Weise? Ich hab so ein Teil hier und es ist super. Das Weben geht klasse und ich finde die Technik toll. Ist halt ne super Alternative zu nem großen Webstuhl.


Hm, das ist wohl eine Geschmacksfrage. Ich habe mir mal einen Kircher-Rahmen von einer Freundin ausgeliehen, als ich für ein Projekt zwei Webrahmen gleichzeitig gebraucht habe und hätte mit dem instabilen Teil und den nicht ordentlich zu fixierenden Bäumen fast einen Tobsuchtsanfall bekommen.

Außerdem ist mir die Webbreite zu gering. Und das Anbindesystem finde ich auch reichlich unpraktisch. Die 6 m Kette, die ich jetzt auf meinem Rahmen fast abgewebt habe, würde ich auf den Kircher auch nie drauf bringen. Reicht das, warum mich der Kircher-Rahmen nicht überzeugt? ;-)

Aber solche Dinge sind halt viel von Gewohnheit, Projekten und persönlichen Vorlieben abhängig.
Und geschenkten Gäulen schaut man tatsächlich nicht ins Maul, so lange kein neuer Gaul in Aussicht ist. Da gebe ich dir recht. :-)

LG Draca
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