Holbeinstich vs Rückstich

Hier geht es um die einzelnen Stiche und um Sticktechniken (Blackwork, Weißstickerei, Anlegetechnik etc.)

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Holbeinstich vs Rückstich

Beitragvon Wyvern » 03.04.2008, 07:03

Ich hab mir mal grad eben die Anleitungen für diese beiden Stiche angesehen, und ich weiß nicht, wieso der Rückstich weniger Garn verbrauchen soll, als der Holbeinstich.
Ich kann mir das höchstens vorstellen, wenns um die Ecke geht, daß der hintere Faden ein klein bissl abkürzt. Aber das kann doch nicht so viel ausmachen?!?!
Wer hat denn da Erfahrungswerte?
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Beitragvon Wyvern » 09.04.2008, 06:40

OK, wie auch immer. Ist ja eigentlich egal, da es sich immer nur um wenige cm handeln dürfte. :biggrin:



Aber ein paar andere Fragen zum Holbeinstich: Wie schaffe ich es, daß ich nur möglichst wenige Fadenenden zu vernähen habe. Außer elend lange Fäden zu verwenden ist mir noch nix eingefallen. Aber das bringt mich zur nächsten Frage: Näht man mit der Hälfte des Fadens hin, und mit der anderen zurück? Wie merkt man sich da die Fadenmitte? Oder näht man so weit vor, bis der Faden weg ist, und mit nem zweiten gleichlangen Faden zurück?
Oh, und wie vernäht man die Fadenenden beim Holbeinstich? ich dachte, ich wickel sie auf der Stoffrückseite einfach um die nächsten 7-10 Stiche?
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Beitragvon alina » 09.04.2008, 07:11

Hallo Wyvern!

Das mit den Fadenenden und dem Sticken ist so eine Sache... . :undecided:

Es gibt einen Spruch, der heißt: "Faules Mädchen, langes Fädchen". Soweit ich weiß, bezieht er sich auf das Sticken. ;-)

Einen langen Faden zu verwenden ist von Nachteil: er verknotet sich schnell, du mußt mehr Faden durchziehen und wirst dadurch langsamer, und außerdem rauht durch das Durchziehen die Oberfläche des Garns auf.

Da gibt es nichts, außer immer wieder neu ansetzten. :devil:

Was meinst Du mit "Fadenmitte"? :gruebel:

Viele Grüße, Alina.

P.S.: An was stickst Du eigentlich? *neugierigfrag*
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Beitragvon Wyvern » 09.04.2008, 09:32

Hi Alina

Ich kannte den Spruch auch - irgendwie. Nur ich kam immer durcheinander, wer da jetzt genau faul ist... die mit langen oder die mit kurzen Fäden. :dizzy:

Das was Du sagst leuchtet mir jetzt natürlich auch ein. Vorallem das mit dem aufrauen des Garns. Ich habs zwar noch nicht bemerkt, aber klingt logisch.

Wegen dem Fadenmitte. Der Holbeinstich läuft doch zuerst "gestrichelt" ein Muster entlang, um es dann auf dem Rückweg zu vollenden. Wenn ich jetzt die Kehrtwende genau bei der Fadenmitte mache, dann müsst ich ja den Faden genau dann aufgebraucht haben, wenn ich an den Anfang dieses Fadens gelangt bin. Das heißt, ich hätte nur eine Stelle, an der ich halt 2 Fadenenden vernähen muß. Das hätte den Vorteil, daß ich nur 1 Stelle hab, an der das Muster etwas dicker erscheint. Dazu müsst ich mir aber irgendwie die Fadenmitte merken.

Was ich Sticke? Naja, ich bin eben über Racaires HP gestolpert, und ich wollt mit was leichtem anfangen. Also mach ich mal dieses Tischdeckenmuster. :blush:
Läuft auch ganz gut. Fotos werden Folgen.
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Beitragvon Mel » 09.04.2008, 09:43

Da Racaire hier schon ne weile nix mehr geschrieben hat, frag sie doch direkt zu tipps...
Gruß

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Beitragvon alina » 09.04.2008, 12:35

Hallo Wyvern!

Das mit dem Aufrauhen ist natürlich abhängig vom Garn, das verwendet wird. Das heutige Baumwollstickgarn rauht auf, während, wenn ich mit Wolle sticke, es kaum bemerke.

Warum an der Stelle, an der Du vernähst das Muster dicker erscheint, weiß ich allerdings nicht und es verwundert mich. Damit hatte ich bisher noch kein Problem. :gruebel:

Viele Grüße, Alina.
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Beitragvon Wyvern » 09.04.2008, 14:30

Naja, vergleiche doch mal die Bilder von Racaire vom 26. März 2006 in dem Link von oben. Auf der Rückseite ist da wo die Fäden vernäht werden das Muster dicker.

Werd auch mal Versuchen Racaire wieder hierher zu locken. :biggrin:
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Beitragvon Kirsten » 09.04.2008, 15:07

Ich habe mich mit dem handelüblichen Nähgarn auch schon am Holbeinstich versucht. Mit zu langem Faden nach meiner Erfahrung nicht recht amüsant: Knötchen, das Garn ist immer stärker aufgesplisst .. irgendwie kein recht befriedigendes Arbeiten.

Hast Du vor eine "Wendearbeit" zu erstellen? Ansonsten würde doch das mit dem dickeren Muster auf der Rückseite nicht weiter stören, solange man es auf der Vorderseite nicht sieht.
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Beitragvon Wyvern » 09.04.2008, 17:01

Also meine Fäden sind woh geschätzt 120cm lang. Auf der Nadel dann immer ca 60cm. Das geht also ganz gut. Das Ding wird nicht unbedingt ne Wendearbeit. Wenns ne Tischdecke wird, dann liegt die eh immer nur mit 1 Seite auf. Also sind die dickeren Stellen wirklich nicht so schlimm.

Aber was ist denn jetzt besser? Einen Faden für hin und zurück? Oder einen für hin, und nen weiteren für zurück? Weiß net, ob was dabei Vor- oder Nachteile hätte...
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Beitragvon Serinde » 10.04.2008, 06:08

@wyvern: Vom Hardanger habe ich in Erinnerung, daß man den Faden beim ersten Einstechen bis zu Hälfte durchziehen sollte und dann in die eine Richtung arbeitet. In einem zweiten Arbeitsgang stickt man mit der anderen Fadenhälfte in die andere Richtung.
Dadurch kann man die Fadenhälft direkt zu Anfang festlegen. Vielleicht funktioniert das auch beim Holbeinstich. :gruebel:
Ist eigentlich so ähnlich wie deine Methode ab der Hälfte des Fadens zurückzusticken, aber man weiß, daß die zweite Fadenhälfte gleich lang ist.
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