Flicken, Gewand (Mönchshabit) oder Stoff ausbessern

Hier geht es um die einzelnen Stiche und um Sticktechniken (Blackwork, Weißstickerei, Anlegetechnik etc.)

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Flicken, Gewand (Mönchshabit) oder Stoff ausbessern

Beitragvon Bettelmönch » 02.09.2011, 21:58

Ich hab mal wieder mein Habit ausgegraben und da ist doch glatt ein Loch (Riss) drin.
Kann mir jemand helfen oder sagen wie man im 13 Jhd. gestopft oder drüber gestickt hat?
Welche Technik wäre empfehlenswert?
Bettelmönch
 

Beitragvon Silvia » 03.09.2011, 07:43

Kennst Du dieses Kleidungsstück ?
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 82797.html
Die Kutte des Franz v. Assisi - sie ist mehrfach geflickt,einfach mit Überwendlichstichen ein Stück Stoff aufgesetzt und aufgenäht.
Es scheint ein helles Garn (Leinen?) auf Wollstoff zu sein.
Silvia
 

Beitragvon Carola » 03.09.2011, 08:15

Ich müsste es raussuchen, aber meiner Erinnerung nach ist es heller Wollstoff vom Mantel der Hl. Clara.
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Beitragvon Silvia » 03.09.2011, 08:31

Carola, hast Recht. Ich meinte das Nähgarn :patsch: habs aber mal wieder nicht richtig ausgedrückt. Der Flicken ist Wollstoff.
Silvia
 

Beitragvon Bettelmönch » 03.09.2011, 10:29

@Silvia: Das Bild kannte ich nicht. Es ist auch nicht das Habit von Assisi.
Die Robe auf dem Bild ist zu jung.
Schwindel entlarvt

So autenthisch muß es nicht sein. Ich dachte an etwas gedeckteres.

Ich hab da ein kleines Problem, den passenden Wollstoffflicken zu bekommen wird nicht leicht sein.

Der Flicken verdeckt nur das Loch. Wie sieht es denn mit der Haltbarkeit aus?
Bettelmönch
 

Beitragvon Stickfee » 03.09.2011, 10:51

Da du ja sticktechnisch bewandert bist, warum stopfst du die Stelle im Deinem Habit dann nicht?
Ist vielleicht nicht authentisch, aber ich habe das jetzt so verstanden, dass es unauffällig und haltbar sein soll.
Ich schätze dein Habit ist ne ganz einfache Leinenbindung, Köper wäre da schon schwieriger.
Erklärung spare ich mir jetzt erstmal, schau dir mal das Bild an, dort habe ich verschiedene Stopfe in einem sampler gestopft.
Sind natürlich in Farbe und bunt, mußt du dir in uni braun dann vorstellen.
:biggrin:

http://flinkhand.de/forum/album_pic.php?pic_id=2606

Falls ich wieder mal zu blöd war, das mit dem Bild hinzukriegen, schau einfach in meiner persönlichen Galerie nach.
Stickfee
 

Beitragvon Sandra » 03.09.2011, 11:50

Wenn es nur ein Riss ist, würde ich ohne Flicken arbeiten. Insbesondere, wenn die Stelle jetzt nicht besonders beansprucht wird.
Ansonsten kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen und überwendlich arbeiten empfehlen. Ich glaube in den London Funden war auch ein geflicktes Stückchen Stoff drin, ich bin mir da aber nicht sicher und bin nicht in der Nähe meines Buches.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Carola » 03.09.2011, 17:08

@Bettelmönch
Vorsicht, von welcher Kutte Du redest: Die Kutte in dem von Sylvia geposteten Link ist schon "echt". In dem von Dir geposteten Link geht es um eine andere. Das die aus Cortona aus der Zeit des Hl. Franziskus stammt, bestätigt übrigens auch Dein Artikel.
Aber einen kleinen Riss würde ich auch lediglich mit etwas Wollgarn flicken.
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Beitragvon Bettelmönch » 03.09.2011, 21:41

@Carola:
Entschuldigung, habe ich mich vertan.Die Orte klingen sehr ähnlich, sind aber wenigstens in Italien.
Wololgarn ist ne super Idee, was meinst du aber mit lediglich flicken?
Stopfen oder Überwendlingstiche oder Stoffstück mit Überwendlingsstichen?
Bettelmönch
 

Beitragvon Carola » 03.09.2011, 22:51

Mit Stopfen meinte ich: Risskanten aneinander setzen und mit Spannstichen verbinden (wie bei Plattstich) und dann senkrecht dazu, die Nadel wie beim Weben immer abwechselnd unter und über die Spannstiche führen.
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