alt-römische Rezepte für mittelalterliche Gelage ?????

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

Moderator: Moderatoren

alt-römische Rezepte für mittelalterliche Gelage ?????

Beitragvon Raimunda » 01.01.2014, 21:05

Hallo Leute,

ich habe da mal eine Frage, mich interessiert was ihr so dazu sagt.

Ich werde wahrscheinlich jetzt ein paar A-Päpste aufscheuchen... sorry! Ich will niemanden ärgern. :book:

Kann man denn eigentlich altrömische Rezepte fürs Mittelalterlager benutzen? :blink2: Die Zutaten sind ja eigentlich schon länger bekannt....

Mir geht es jetzt zum Beispiel um ein Rezept einer Soße :
getrocknete Datteln, Wein, Essig, Fischsoße , rote Zwiebeln, Pfeffer und Salz.

:hunger: Was meint ihr???? :hunger:


viele Grüße

Raimunda
Alle wußten , daß es unmöglich ist.
Bis auf den Idioten der es nicht wußte,
und es möglich machte!
Benutzeravatar
Raimunda
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 137
Registriert: 29.02.2012, 12:52
Wohnort: geheimnissvoller Pfälzerwald

Beitragvon Hîdril » 03.01.2014, 11:38

Mittelalter (HoMi und SpäMi) ist ja nun als Wikingerin nicht so ganz meine Baustelle, aber nur, weil die Römer etwas kannten, heißt das leider nicht, dass das auch im Mittelalter noch bekannt war.

Es kommt darauf an, wo du deine Darstellung, und damit auch deine Küche, räumlich ansiedelst.

Als Beispiel: Die Römer kannten die Zwiebel schon, aber da sie nie über die Elbe gekommen sind, kannten die Wikinger die Zwiebel nicht.

Du verstehst, was ich meine? :gruebel:

Gab es im Mittelalter die Fischsoße noch? Pfeffer und Datteln waren sicherlich extrem teure Zutaten, die man dann wahrscheinlich auch nur an der Tafel eines Königs antraf. Ab wann kam der Pfeffer überhaupt nach Deutschland?


Ich habe eben mal Tante Wiki befragt und die sagt, der Pfeffer kam erst im 17. Jahrhundert in nennenswerten Mengen nach Europa gelangte. Und dann haben sie ihn bestimmt nicht einfach schnöde in eine Soße gehauen, sondern sicherlich genussvoll jedes Korn einzeln gekaut. ;-)
Benutzeravatar
Hîdril
Purpurträger/Purpurträgerin
 
Beiträge: 2201
Registriert: 25.12.2005, 20:53
Wohnort: Buxtehude bei Hamburg

Beitragvon wetterleuchten » 03.01.2014, 11:58

Für das oströmische Reich/Byzanz könnte ich mir das o.g. Rezept durchaus vorstellen, der ein oder andere Kreuzfahrer hat bestimmt auch unterwegs Gerichte dieser Art gegessen und wenn ers zurückgeschafft hat, hatte er vielleicht auch noch was davon im Gepäck. "Bekannt" , zumindest vom Hörensagen, war bestimmt einiges im "Mittelalter", aber ob Byzanz oder England oder sonstwo, die Küche war wohl hauptsächlich regional geprägt.
Aber wenn ihr es schafft, eine Story zur Fischsauce mit Datteln zu haben ... ist bestimmt gaumenfreundlicher als Getreidegrütze pur. :devil:
D' Frau Werwolf sagt, des g'hört so
wetterleuchten
Freifrau / Freiherr
Freifrau / Freiherr
 
Beiträge: 437
Registriert: 22.09.2009, 13:08
Wohnort: Straubenhardt

Beitragvon Raimunda » 16.01.2014, 20:21

hallöle,

genau das ist ja das Problem...

Ausländische Gewürze waren teuer. Aber sicherlich gab es auch mal bei anderen Reicheren Leuten (nicht nur an des Königstafel) andere Gewürze als das was im eigenen Garten oder im Wald so wächst... oder eben auch mal als Besondere Überraschung oder Geschenk... :biggrin:

Sicherlich war die Tafel besonders regional geprägt, das sollten wir uns heute auch mal wieder mehr angewöhnen.... :blush:

Die Fischsoße hat mich auch etwas stutzig gemacht. Aber ich könnte mir als Ersatz dafür die Fischbrühe vorstellen, die beim dünsten entsteht... :gruebel:

Ja, ja, Fragen über Fragen....
Alle wußten , daß es unmöglich ist.
Bis auf den Idioten der es nicht wußte,
und es möglich machte!
Benutzeravatar
Raimunda
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 137
Registriert: 29.02.2012, 12:52
Wohnort: geheimnissvoller Pfälzerwald


Zurück zu Essen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast