Brot

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Brot

Beitragvon Big-Bonsai » 17.01.2005, 21:13

Hallo.

Habe am WoEnd interessantes gefunden, welches ich euch gern sofort mitteile (ich muß, sonst platze ich!! )

Im MA hatte man Sauerteig fürs Brot vergessen, und da meist Gerste und Roggen verwendet wurde, konnten die kleinen Hefebakterien den Teig nicht hochgehen lassen, sodass man auch das unterließ.
Es gab also nur Fladen und kein Brot, wie wir es heute kennen.

Das finde ich umso interessanter, weil ich weiß, dass Römer, Ägypter usw. alle schon Sauerteig und Hefe in ihr Brot taten.


www.mittelalter-handwerk.de/frumwerk/kochen_MA.htm

verteilt wurde der Sauerteig übrigens mit den Juden, die es aus Ägypten mitbrachten.
http://lichtstrahl-magazin.de/Artikel/E ... Sbrot.html

Und noch was total interessantes: "Für die breite Bevölkerung spielte Brot als Grundnahrungsmittel erst seit dem späten Mittelalter eine Rolle, da Brot bis dahin zu teuer war. Statt dessen aß ein Großteil der Bevölkerung Brei." aus:
www.baeckerhandwerk.de/30.php

ist das nicht toll?
Ihr wisst ja, was es in der nächsten Saison dann zum Essen gibt: Fladen mit Brei und Gemüsebrühe!

Grüßle
"Ich lache - also bin ich!" Donald Duckartes
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Beitragvon Beate » 18.01.2005, 05:42

Nun ja... für meine Darstellungszeit war mir das schon bekannt , ich habe auch Rezepte für Fladenbrot und Brei.
Haferbrei füt harte Helden
Beate
 

Beitragvon André » 18.03.2005, 10:25

Hallo,

weiß nicht, ob's hier so reinpasst. Aber ich muss unbedingt mal Werbung machen für die Semmeltorte. Ist zwar von den Zutaten her nicht gantz so A, aber war wohl (mit etwas anderen Zutaten) im MA als Beilage weit verbreitet.

Ganz schnell zubereitet, dann 45 Minuten warten und fertig ist ein leckerer Brotersatz:

5 Eier verquirlen und mit 250g Paniermehl verrühren, dann 250g gehackte Mandeln und Salz und Pfeffer ran, das Ganze schön verkneten.
Fertig ist der Teig. Rein in den Ofen (Kastenform, gefettet, 200°C, 45 Minuten). Ab und zu mit Butter bestreichen.

Echt lecker!!!

MfG,

André
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Beitragvon Petzi » 01.07.2005, 10:51

Nachdem Ingo gemeint hat, er möchte mal etwas übers Brot backen im Forum lesen, eröffne ich jetzt einfach mal einen Thread zum Brot backen.

Zwar backe ich mein Brot nicht richtig mittelalterlich, aber mit einigen kleinen Änderungen wäre es sicherlich so.

Leider kann ich zu meinem Rezept keine genauen Angaben machen, da ich inzwischen einfach alles im Gefühl habe und nichts mehr abwiege.

Also mein normales Brotrezept:

5 große Schöpflöffel Weizenmehl
1 großer Schöpflöffel Roggenmehl
1/4 l Buttermilf
1/4 l warmes Wasser
1 Handvoll Salz (nicht zuviel)
1 Würfel Hefe

Alles vermischen und gehen lassen.
Dann 90 Minuten bei 180° backen.

Man kann das Rezept mit allerlei abändern. So backe ich z.B. im Herbst, wenns neuen Wein gibt, Walnüsse dazu. Schmeck zum Neuen einfach herrlich.

Auch gut ist das Brot mit Sauerteig. Müßte ich aber erst das Rezept raussuchen, wie man Sauerteig ansetzt. Eine Bekannte gefriert immer einen Rest Sauerteig ein, bis sie das nächste mal wieder bäckt.

So, jetzt bin ich mal auf eure Reaktionen gespannt.

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Beitragvon Beate » 01.07.2005, 11:52

Petzi hat geschrieben:Dann 90 Minuten bei 180° backen.



Ähmm... wie machst du das im Lager/auf einem Markt? :frage:
Beate
 

Beitragvon Petzi » 01.07.2005, 12:08

@ Beate

das war es was ich mit kleinen Änderungen gemeint habe. Bisher hatte ich noch keine Möglichkeit an einem Lager teilzunehmen und dort womöglich Brot zu backen.
Doch ich bin sicher, daß einige Lagerteilnehmer hierfür eine Lösung hätten, wie man dies am besten bewerkstelligen kann.
Ich selbst kann mir auch nicht vorstellen, wie es funktionieren könnte.
Bisher backe ich wie gesagt mein Brot im normalen Backofen. Bei uns im Dorf wird mindestens 1x im Jahr das Brot noch in einem alten Brotbackofen mit Holzfeuerung gebacken und es gibt noch ein paar Bauernhöfe, die über so einen Steinofen verfügen.

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Beitragvon Beate » 01.07.2005, 12:12

Ich habe bisher im Lager nur gekocht, aber Brot backen steht auf demeZettel.
Fürs Frühmittelalter wären da ja Fladen angesagt.
Habe auch Rezepte, aber ich weiss noch nicht recht, wie ich das anstellen soll: in der Pfanne, auf einem Stein? Hat jemand damit Erfahrung?
Beate
 

Beitragvon Ingo » 01.07.2005, 12:38

Hallo Petzi,

wie groß ist denn ein "großer" Schöpflöffel, so in Litern ausgedrückt (mal ganz und-"a" ausgedrückt)?
Ingo
 

Beitragvon Petzi » 01.07.2005, 13:27

@ Ingo

na Liter ist wohl etwas übertrieben. Ich hatte anfangs so einen Schaumlöffel und inzwischen so einen Metallschieber, wie es sie früher in Tante-Emma-Läden für die Süßigkeiten gab.

Wenn du ein paarmal Teig gemacht hast, bekommst du schon raus, wie der Teig richtig sein muß. Man sollte ihn ungefähr 5 Minuten kneten und dann sollte alles Mehl verarbeitet sein und der Teig etwas klebrig sein. Wenn er zu weich ist, fließt das Brot weg und wenn er zu hart ist, wird das Brot hart.
Meine Mutter hat es mal ganz gut gemeint und mir so ein Brotbackautomat geschenkt, aber nach 2mal benutzen ging er wieder zurück, da mein Brot von Hand geknetet und im Ofen in eigener Form gebacken einfach besser war.
Noch eine Frage von einem Unwissenden:
Gab es im Mittelalter eigentlich schon so etwas wie Backöfen. Es müßte doch zumindest heiße Steine gegeben haben. Darauf müßte es doch auch möglich sein Brot zu backen. Zumindest aber Fladen und dafür eignet sich mein Teig auch. Ich nehme ihn ja scließlich auch für Brot, Pizza und Flammenkuchen.

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Beitragvon Giraut » 01.07.2005, 13:31

Beate hat geschrieben:..in der Pfanne, auf einem Stein? Hat jemand damit Erfahrung?



Ja.
Brotfladen kannst du prima in der Pfanne bzw auf einem Blech am Kochfeuer, bzw in der Glut backen. Beachte dabei, dass oft ein viel zu großes Feuer zum Kochen genutzt wird. Ein Kochfeuer sollte klein sein, etwa so klein wie eine der Kochstellen am Herd daheim.
Stelle die Pfanne gut eingefettet in die Glut und gibt den Teigfladen hinein. Wenn du einen Deckel hast, decke die Pfanne ab. Nach etwa fünf bis zehn Minuten (ausprobieren) kann der Fladen gewendet werden, weil in der Pfanne kaum Oberhitze entsteht.

Zum Backen würde ich aber eher einen schweren Gusstopf (wer hat, nehme einen Dutch Oven) empfehlen. Ist das Lager zeitlich länger, wäre ein Backofen aus Steinen zu überdenken (Steine sammeln und zu einem Backofen stellen, der von unten befeuert werden kann, ersatzweise innen befeuern).
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