Brot

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

Moderator: Moderatoren

Beitragvon Beate » 03.07.2005, 21:09

Giraut hat geschrieben:Zum Backen würde ich aber eher einen schweren Gusstopf (wer hat, nehme einen Dutch Oven) empfehlen.


Die Methode fällt flach, weil ich Schauküche mache und da kann ich nichts benutzen, was es im FrüMi noch nicht gab.

Fladenbrot aus der Pfanne wird aber ganz schön stressig bei einer großen Horde hungriger Wikinger. .
Beate
 

Beitragvon Giraut » 04.07.2005, 10:11

OK. Wenn es fixer gehe soll, dann backe in der Pfanne oder einem Ersatz dünne Vollkornbrotfladen (ähnlich den indischen Chapatis).
Dazu nimmst du Mehl (Vollkornmehl) und machst mit etwas Salz und Wasser einen nicht zu dünnflüssigen Teig.
Pfanne in der Glut anheizen, Fett ist meiner Erfahrung nach nicht nötig (selber ausprobieren, jede Pfanne backt anders), und einen dünnen Fladen reingeben. Der backt binnen zehn, zwanzig Sekunden auf einer Seite durch. Verdunstendes Wasser lockert den Teig etwas. Dann wenden und noch mal zehn, zwanzig Sekunden backen. Fertig ist ein knuspriger dünner Brotfladen. Ist etwas ähnlich wie Reibekuchenbacken: wenn`s erst mal läuft, geht`s recht fix.
immer die Ruhe bewahren...
Benutzeravatar
Giraut
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 125
Registriert: 28.12.2005, 02:56
Wohnort: Recklinghausen

Beitragvon Petzi » 04.07.2005, 10:17

Ich kenn mich ja im Mittelalter nicht aus, aber wie wäre es den mit Stockbrot? Das müßte es damals doch auch gegeben haben, oder etwa nicht?

Hilfe rund ums Restaurieren von Spinnrädern:
Bild
Benutzeravatar
Petzi
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 149
Registriert: 28.12.2005, 08:01
Wohnort: Schwarzwald

Beitragvon Ingo » 04.07.2005, 11:54

Holzstöcker soll es damals wohl schon gegeben haben und Teig wohl auch - aber gibt es auch Belege für die Kombinationen aus beiden Dingen?
Ingo
 

Beitragvon Petzi » 04.07.2005, 12:06

Tja, Ingo,
das ist genau, daß was ich nicht weiß, aber hier tummeln sich doch so viele Mittelalterexperten.
Un irgendwann muß doch mal jemand auf die Idee mit dem Stockbrot gekommen sein.

Hilfe rund ums Restaurieren von Spinnrädern:
Bild
Benutzeravatar
Petzi
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 149
Registriert: 28.12.2005, 08:01
Wohnort: Schwarzwald

Beitragvon Giraut » 04.07.2005, 12:15

Achtung, ich kommentiere jetzt aus dem Gedächtnis.
Also: meines Wissens taucht Stockbrot bei uns erstmals im Bereich des Pfadfinderwesens auf. Auch beschreibt Rüdiger Nehberg das in seinem ersten Survival-Buch von 1980. Ebenfalls las ich eine Beschreibung bei Heinrich Harrer in seinem Buch aus der Zeit, als Survival noch "woodcrafting" hieß. Bei Harrer stand, dass dieses Stockbrot von Trappern oder von Indianern in Nordamerika hergestellt würde.
Wie gesagt aus dem Gedächtnis ziziert (bei meinem Umzug vor einigen Wochen ging etwa 60 % meiner Bibliothek, darunter A L L E meine Fachbücher, verloren).
immer die Ruhe bewahren...
Benutzeravatar
Giraut
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 125
Registriert: 28.12.2005, 02:56
Wohnort: Recklinghausen

Beitragvon Jolande » 11.08.2005, 11:30

Giraut hat geschrieben:... (bei meinem Umzug vor einigen Wochen ging etwa 60 % meiner Bibliothek, darunter A L L E meine Fachbücher, verloren).


Wie konnte das denn passieren? Sind sie noch mal aufgetaucht oder auf ewig verschwunden?
Gehabt Euch wohl und Gott zum Gruße!
Benutzeravatar
Jolande
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 109
Registriert: 28.12.2005, 13:48
Wohnort: Raesfeld-Erle

Beitragvon Giraut » 11.08.2005, 12:44

Futsch...

:wut:
immer die Ruhe bewahren...
Benutzeravatar
Giraut
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 125
Registriert: 28.12.2005, 02:56
Wohnort: Recklinghausen

Beitragvon Knappe » 11.08.2005, 13:13

Au weia.... Das ist natürlich sehr ärgerlich. Besonders, weil Fachbücher meist auch sehr teuer sind... :lesen:
Benutzeravatar
Knappe
Gräfin / Graf
Gräfin / Graf
 
Beiträge: 692
Registriert: 23.12.2005, 18:18
Wohnort: Bayreuth

Beitragvon Franziska » 17.08.2005, 09:41

Giraut hat geschrieben:Zum Backen würde ich aber eher einen schweren Gusstopf (wer hat, nehme einen Dutch Oven) empfehlen. Ist das Lager zeitlich länger, wäre ein Backofen aus Steinen zu überdenken (Steine sammeln und zu einem Backofen stellen, der von unten befeuert werden kann, ersatzweise innen befeuern).



da muß ich Giraut recht geben. wir verwenden für unsere rosinenbrötchen, wahlweise auch ohne wer keine mag, einen großen alu-topf mit deckel. nicht a ich weiß aber wir backen auch höchstens sonntags morgen wenn eh noch keine besucher da sind. ich denke das ein großer gusstopf auch gute dienste leisten würde. es gab doch sicher große töpfe die man ins feuer stellen konnte, oder?. wir verwenden zusätzlich noch so ein gitter wie es in mikrowellen mit grill drin ist und ein rundes blech damit der teig nicht am boden sitzt wo die meiste wärem ist und anbrennt. funktioniert hervoragend
die brötchen gehn weg wie warme semmeln

p.s. und ich muß bescheiden zufügen das sie mir mitlerweile auch besser schmecken als die von der feldbäckerei
If you want some done right
You got to do it yourself!
Franziska
Jungfer / Knappe
Jungfer / Knappe
 
Beiträge: 53
Registriert: 30.12.2005, 19:26
Wohnort: Münchberg

VorherigeNächste

Zurück zu Essen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast