Fisch

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Beitragvon Cleophanes » 15.08.2005, 22:00

Eins der - meiner Meinung nach - besten (antiken) Fischrezepte, die ich kenne, stammt aus De re Coquinaria von Apicius, d.h. genau genommen aus den Exzerpten von Vinidarius, nämlich:
In piscibus elixis: teres piper, ligusticum, api semen, effundes acetum, adicies nucleos pineos, cariota quod satis est, mel, acetum, liquamen, sinapem. Temperabis et uteris.
Alles klar? ...
Also: gekochter Fisch wird mit folgender Sauce versehen: gemahlener Pfeffer, Liebstöckel, Selleriesamen, Essig, Pinienkerne (ganz), recht viele getrocknete Datteln (kleingeschnitten), Honig, "Liquamen" und Senf.

"Liquamen" oder "Garum" war die berühmte römische Fischsauce, die man am besten durch das vietnamesische Nuoc-Mam ersetzt.

Man kann die Sauce übrigens genauso gut zum heißen Fisch servieren wie auch aus dem Ganzen eine Art Fischsalat zubereiten.

In De Re Coquinaria gibt's noch viele andere Fischgerichte, die ebenfalls sehr empfehlenswert sind.

Guten Appetit!

Cleo

P.S.: ich habe in die Bücherecke gerade die Kunde von einer neuen Ausgabe des Liber de Coquina, einem der wichtigsten mittelalterlichen Kochbücher, gepostet, die in ein paar Tagen beim F. S. Friedrich Verlag erscheinen wird - dort findet man ebenfalls viele Fischgerichte.
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Beitragvon Sheela » 20.06.2013, 15:32

Beate hat geschrieben:Da wir ein Lager direkt am Meer hatten, habe ich mal eben die Fischereigenossenschaft in Norddeich "überfallen".

Hmm... lecker frischer Fisch!

Da ich z.Zt. nur einen großen Topf habe, kam Braten, Grillen etc. nicht in Frage.
Also Fisch in den Topf = Eintopf. Kann ja nicht viel anders funktionieren als der übliche Eintopf mit Fleisch.
Aber Fisch wird sehr schnell gar und zerfällt bei weiterem Kochen. Daher habe ich die ganzen Fische (Kabeljau und Schellfisch) nur einmal durchgeschnitten und die großen Stücke dann in einem Fischfond gegart. Dann den Fisch herausgenomem, Gräten und Haut entfernt und in kleine Stücke zerteilt. Fisch beiseite stellen.

Nun das Gemüse (nach Belieben) in den Fond geben und kochen, bis es weich ist. Die Suppe habe ich noch mit Weisswein und Sahne abgerundet und mit vielen Kräutern (Dill, Estragon etc.) abgeschmeckt.

Wikingerhorde zusammenrufen, Fischstücke in den Topf und das Ganze auf den Tisch stellen: ca. 15 Minuten später ist alles aufgefressen.


Das Rezept klingt sehr lecker!
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