Keime und Sprossen als Nahrungsergänzung?

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Keime und Sprossen als Nahrungsergänzung?

Beitragvon Grace » 21.02.2007, 21:15

Grüßt Euch,

Leider haben meine Tonschalen den Umzug nicht überlebt und ich suche somit neue. Da hat sich mir dann die Frage gestellt, ob 'damals' im MA auch schon keime und sprossen als Nahrungsergänzung vertilgt wurden.

Jemand eine Ahnung?
Grace
 

Beitragvon Xia » 26.02.2007, 23:00

Naja, zumindest haben sie Getreide verzehrt. Sind meines Wissens nach auch Keime :wacky:
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Beitragvon Grace » 27.02.2007, 12:45

Jepp, aber ich mein nicht, Körner mahlen und dann Fladen oder Brot backen, sondern gezielt die gekeimten Körner. Ich hab mal gegoogelt und nichts gefunden.
Grace
 

Beitragvon Beate » 27.02.2007, 13:41

Ich habe auch nichts dazu. Aber so als Gedanke: warum sollte man die Keimlinge aufessen, wenn man da doch mal Getreide von ernten will? :gruebel:
Und ich denke, im Mittelalter (ja, schrecklich ungenau jetzt mal) hatte Gemüse bzw. Rohkost nicht den Stellenwert wie heute.

Die Bezeichnung "Gemüse" kommt ja daher, dass man alles zu Mus zerkocht hat.
Beate
 

Beitragvon Tjorven » 27.02.2007, 13:54

Aber wenn Getreide zu feucht lagert, dann keimt es ja auch und vielleicht haben die Leute das dann gegessen und nicht weggeworfen. Ich kann mir aber auch schwer vorstellen, dass gezielt Keimlinge zum Essen gezogen wurden. Aber wer weiß.

Kann man denn eigentlich Keimlinge von den üblichen Getreidesorten überhauot gut essen, ist das lecker? Ich kenne nur Sojakeimlinge und so. Na gut, Rettich und Co. ginge ja vielleicht auch, hm. :gruebel:
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Beitragvon Rennard » 27.02.2007, 14:50

Hallo :-)

Wurden Weizenkeimlinge, wegen ihres hohen Vitamin E- gehalts, nicht als "Medizin" verwendet (Bsp. gegen Skorbut)?
Imho hat das sogar ein Mönch im Mittelalter (12. Jhdt?!) herausgefunden.
Nagelt mich darauf mal nicht fest, ist mit nur noch so in Erinnerung, genaue Quellen kann ich diesbezüglich nicht abgeben.
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Beitragvon Beate » 27.02.2007, 15:27

Tjorven hat geschrieben:Aber wenn Getreide zu feucht lagert, dann keimt es ja auch und vielleicht haben die Leute das dann gegessen und nicht weggeworfen.


Wenn Getreide feucht lagert, fängt es an zu schimmeln. ;-)
Beate
 

Beitragvon Rennard » 27.02.2007, 15:45

Auwauwau...

Wenn man neben der Arbeit in Foren rumschlunzt :-|

Also - Skorbut ist Mangel an Vitamin C - nicht Vitamin E, wie ich geschrieben hatte :blush:

Und jetzt weiß ich auch, wo ich was über die Keimlinge gelesen hatte - In einem Buch über Hildegard von Bingen, nebst Rezepten, da waren Keimlinge und Sprossengemüse dabei - ob das jetzt als Beleg taugt, hängt davon ab, ob das Originalrezepte sind - muss mal im Bücherschrank stöbern.

Aber da fällt mir ein, dass im Mittelalter Hopfensprossen gegessen wurden. Sollen einen nussigen Geschmack haben.
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Beitragvon Tjorven » 27.02.2007, 15:49

Beate hat geschrieben:
Tjorven hat geschrieben:Aber wenn Getreide zu feucht lagert, dann keimt es ja auch und vielleicht haben die Leute das dann gegessen und nicht weggeworfen.


Wenn Getreide feucht lagert, fängt es an zu schimmeln. ;-)


Nicht unbedingt. Es ist sogar eine Methode des Haltbarmachens, dass das Getreide in verschlossenen Erdgruben gelagert wird, die oberste Schicht beginnt zu keimen und verbraucht den Sauerstoff und setzt Kohlendioxid frei - dadurch werden anaerobe Bedingungen geschaffen und das Getreide wird so vor dem verderben bewahrt.
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Beitragvon Beate » 27.02.2007, 18:04

Ja, stimmt, das habe ich auch mal irgendwo gelesen. Aber die Sprossen wurden nicht gegessen.
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