Eintopf aus Dicken Bohnen und Speck

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Eintopf aus Dicken Bohnen und Speck

Beitragvon blue » 27.12.2005, 21:57

Tjorven Erstellt am 20.09.2004 - 14:03

Hier ist ein frisch ausprobiertes Rezept, das lagerfeuertauglich ist, schnell geht und lecker schmeckt – ach ja, „a“ ist es auch noch:

Plost (Dicke Bohnen mit Speck)

Für 4 Portionen

250 g Bauchspeck
100 g fetter Speck

(die billigen Schinkenwürfel tun´s auch)

2 Zwiebeln
1 Bund Bohnenkraut
50 g Butter
600 g Dicke Bohnen (Saubohnen, Pferdebohnen oder wie sie sonst auch heißen, als TK, Konserve oder frisch)
½ l helles Bier (dunkles geht genauso)
Salz und Pfeffer
1 EL Mehl
125 g saure Sahne oder Schmand

Speck und Zwiebeln in Butter anbraten, Bohnen und Bohnenkraut zugeben, Bier angießen und gar kochen (geht schnell). Mehl mit etwas kaltem Wasser verrühren und unter die saure Sahne mischen, zu den Bohnen geben und kurz aufkochen. Abschmecken und fertig! Dazu schmeckt ein kräftiges Brot (für zu Hause sind auch Kartoffeln lecker...).

Guten Hunger, Tjorven



Sabine Erstellt am 20.09.2004 - 17:53

Hhhhhmmmmmmm.......
Aber nachts keine Kerzen im Zelt - gelle?

Das mit dem Bier ist pfiffig! Vielleicht noch ein paar Möhren dran? Für das Auge?

*ganzleisschreibend* ...und gegen die Blähungen vielleicht noch Kümmel, Anis, Koriander, Majoran und etwas Ingwer? Ist absolut "A", da man damals sehr viel gewürzt hat.

Übrigens noch ein heißer Tipp, auch wenn es nicht authentisch ist. Mein Mann mag z. B. kein Kümmel. Aber die heilende Wirkung ist manchmal einfach von Nöten.....

Ich nehme da oft Teebeutel aus Papier, Kräuter rein, Verschluß drum (ich bewahre immer die Verschlüsse von den Brottüten auf), rein in den Eintopf. Vor dem Servieren rausfischen und keiner kann mosern, weil ja nichts zu sehen ist! Und die Beutel sind unglaublich reißfest!!!

Hallo Tjorven !
Danke für das Rezept!!! Dazu dann noch einen Braten, den man/frau schon vorbereitet hat?

Liebe hungrige Grüße
Sabine



Sabine Erstellt am 20.09.2004 - 17:56

P.S.
Ich vergaß....
Plost?

Kannte ich noch nicht! Wieder was gelernt!!! Ist das Niederrheinisch? Norddeutsch? Ichweißnichtwas? !!!

Liebe Grüße
Sabine



Tjorven Erstellt am 21.09.2004 - 10:13

Keine Ahnung woher der Name kommt, ich habe das Rezept aus einem Buch über Bier brauen...

Und gegen das Abheben der Bettdecke ist ja schon das Bohnenkraut drin. Kümmel ist auch eine super Idee - wurde meines Wissens im Mittelalter als Abführmittel benutzt - in höheren Dosen selbstverständlich!

Einfach ausprobieren, jeder wie er will, das Rezept ist ja wirklich simpel!
Und ehrlich gesagt sind Bohnen aus dem Glas ja sooo praktisch - uns sind auf einem Markt unsere Gemüsevorräte (vor allem die Möhren) von einem Tag auf den nächsten vergammelt - echt nicht schön!



Sabine Erstellt am 07.02.2005 - 10:07


Hat eigendlich schon mal jemand von Euch Steckrübeneintopf gemacht????
Die Dinger gibt es hier zuhauf, meine Großmutter hat die immer im Krieg verkocht, ich habe sie aber noch nie gegessen
Liebe Grüße
Sabine



Beate Erstellt am 07.02.2005 - 10:25

Steckrübeneintopf?
Waaah, Schrecken meine Kindheit!

Ich sag dazu nur: Schweinefutter. *bäh*



Naja, vielleicht gibt es ja inzwiscehn eine moderne Art die zuzubereiten?



Sabine schrieb
Mein Mann mag z. B. kein Kümmel. Aber die heilende Wirkung ist manchmal einfach von Nöten.....


Versuch es mal mit Kümmelschnaps, den mag er bestimmt. Ganz einfach selberzumachen.

[Dieser Beitrag wurde am 07.02.2005 - 10:25 von Beate aktualisiert]



Ingo Erstellt am 07.02.2005 - 10:44

So unterschiedlich sind die Geschmäcker:

Ich meine: Steckrüben sind sowas von lecker - meine Eltern konnten die Dinger (wegen Überangebot in der Nachkriegszeit) auch nicht mehr sehen - ich dagegen mag einen schönen Steckrübeneintopf mit Kartoffeln und Möhrchen sehr gerne - Steckrüben gibt es als Saisonware eher nur im Winterhalbjahr und wohl auch nicht in allen Gegenden Deutschlands gleichermaßen.

Zur Zubereitung: gaaaanz einfach, genau wie Kartoffeln und Möhren, waschen, schälen. kleinschneiden, in Salzwasser oder noch besser in Brühe mit Suppengrün (also auch Sellerie, Petersilienwurzel, Porreé) kochen.

@Bini: Ich kann dies nur empfehlen.

Weiß eigentlich jemand seit wann die in unserem Großraum bekannt sind und gegessen werden?

Beate Erstellt am 07.02.2005 - 10:49

Ich kenn das nur so: man kocht die zu `ner Pampe zusammen und verfütert den Matsch an das Schwein. Wenn man dann das Schwein aufgegessen hat, muss man das Zeug halt selber essen.









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Erstellt am 07.02.2005 - 11:02

Noch ein wenig mehr zur leckeren Steckrübe, quasi als eine Lanze für die Steckrübe (incl. schmackhafter Rezepte):

Hier gibt es Informationen (u.a. steht dort, dass die heutigen Sorten nicht mehr viel mit denen zu tun haben, die unsere Eltern "essen mussten":

http://www.aalfred.de/warenkunde/gemuese/steckruebe.php
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/vvv/a ... 004/10/21/
http://www.glaubeaktuell.net/portal/jou ... 1106134294
http://www.mdr.de/hier-ab-vier/rat_und_tat/1313065.html
http://www.ruhr-uni-bochum.de/~schaelcz ... 9/3509.htm
http://www.abendblatt.de/daten/2005/02/05/395291.html

Noch einen schönen Tag wünscht Ingo, der jetzt mächtigen "Kohldampf" auf Eintopf bekommen hat

[Dieser Beitrag wurde am 08.02.2005 - 11:18 von Ingo aktualisiert]





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Gruß, Ingo

"Er gelobt die ewige Tapferkeit, sein Herz kennt nur die Tugend, sein Schwert verteidigt die Hilflosen, seine Macht unterstützt die Schwachen, sein Mund spricht nur die Wahrheit, sein Zorn zerschlägt die Bösen."

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Erstellt am 07.02.2005 - 12:20

Steckrüben eine Delikatesse

Als Suppeneinlage beim 1. FRRR, beschwert hat sich keiner.

Ähnlich wie Möhren, etwas fester brauchen auch länger zum garwerden

Zubereitungsart:
1 Steckrübe + 2 große Zwiebeln + 2 Äpfel + Salz, Pfeffer, Apfelessig, Honig oder Zucker+ Schmalz oder Oel, etwas Gemüsebrühe, ein Topf
Zwiebeln schälen (Schalen trocknen) mit dem Äpfeln in Würfelchen schneiden - Oel oder Schmalz im Topf erhitzen - Würfel andünsten - Pfeffer + Salz, Priese Zucker oder Teelöffel Honig - mit apfelessig ablöschen löffelchen Gemüsebrühe (Knorr oa) Hitze runter, köcheln lassen - Rübe halbieren - in Scheiben schneiden (Kochmesser Typ Kurzschwert) - Scheiben schälen und in Würfel schneiden - Würfel in den Topf, umrüren - bei mittlerer Hitze 40-45 minuten - öfters mal umrühren, Probieren je nach Geschmack al dente oder fast Mus.
Salz kann man sparen wenn Schinkenwürfel oder einige Kasslerscheiben kurz vor ende der Kochzeit zugegeben werden.

Könnte anfang März ein Schaukochen zum Abendbrot durchführen, mal Mina fragen.

Viele Grüße - Guten Hunger

Detlef aus DU



Beate Erstellt am 07.02.2005 - 16:53

Als Eintopf esse ich am liebsten Grünkohl. *mjamm*
blue
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