Was ist mit Fleischloser Küche?

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Was ist mit Fleischloser Küche?

Beitragvon blue » 27.12.2005, 22:10

KlaravonReinbach Erstellt am 01.09.2004 - 22:13

Hallo ihr Lieben!
Wie sieht das aus mit fleischloser Küche im MA?

Mein Liebster ist nämlich Vegetarier und deshalb ist das mit der Kocherei immer so eine Sache...

Ich bin aber offen für alle Vorschläge, die leicht umzusetzen sind





Sabine Erstellt am 03.09.2004 - 11:08

....allerlei Breie!!!
Hirse in Brühe kochen.
Zwiebeln anschmoren und verscheidene Gemüsesorten dazutun (was gerade so geerntet wird: Möhren, Lauch, Sellerie, Kohl, Puffbohnen usw.).
Zur Hirse geben und mit Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Wenn die Brühe verkocht ist, Milchnachgießen. In den Garten gehen (oder die Natur) und die Kräuter plündern und darüber streuen...

Fertig. Dazu kräftiges Brot!

Das ganze kann man natürlich auch süß machen. Mit Rosinen, Obst, Nüssen und Honig.

Du kannst auch viel mit Eiern machen. Omeletts, Pfannekuchen, gefüllte Eier....

Oder Getreidebrei mit hartgekochten Eiern. *überleg*.....
Z. B. Dinkel über Nacht in Wasser einweichen und dann mit Zwiebeln, Lauch und anderen Gemüsen in einer Gemüsebrühe aufkochen. Auch hier später Milch zugeben, da das Getreide sehr viel Flüssigkeit aufsaugt.

Den Brei mit den Eiern garnieren et violá. Du kannst natürlich auch Gemüse und Gtereide getrennt von einander zubereiten.

Oder wie steht es mit "Armen Rittern"? Auch die kann man durchaus herzhaft machen. Z.B. in verkleppertem Ei wenden und anbraten. Gebratene Zwiebeln drauf und Käse bedecken, bis der verläuft....

Oder statt Fleisch, kann man auch viel mit Pilzen machen. Da sind Dir ja Tor und Tür offen. Einfach ein Rezept aussuchen und dann Pilze dazu.

Wie sieht es mit Fisch aus? Oder ißt Dein Liebster keinen Fisch? Oder was anderes aus dem Wasser?

So, das wäre doch was - oder?

Liebe Grüße Euch beiden
Sabine


Big-Bonsai Erstellt am 03.09.2004 - 14:10

Hallo!

Bedenke, dass sich arme Bauern weniger Fleisch aßen, als wir heute. Denn im Herbst wurde das Vieh geschlachtet, damit es nicht über den Winter gebracht werden mußte. Das Fleisch wurde dann wohl gegessen, aber ein Teil haltbar gemacht (gepökelt oder ähnliches). Das war ihr Jahresvorragt an Fleisch, außer ein paar Hühner oder so, weil sie ja auch nicht jagen durften.

Desweiteren wurden wohl viel Breie gegessen, was sich an den faulen (=Skorbut) und schlechten Zähnen (=keine Zahnbürste) ableiten lässt.

Da das Essen des einfachen Volkes niergendwo darniedergeschrieben steht (wenn du das Hochzeitsmahl des Grafen Blabla mit seiner Halbprinzessin Brunhilde am Fürstenhof I-weiß-nicht-wo wissen willst, gibt es Literatur darüber, was ein Bauer allerdings zum Frühstück aß, interessiete niemanden!) Allerdings kann man mit ein bissl Küchenerfahrung auf einige leckere Mahlzeiten kommen, wenn man sich der zu verwendeten Zutaten bewußt ist.

Versuch mal Weizen zu kochen und vermische dies dann - angebraten in einer Pfanne - mit verschiedenen Zutaten: Röstzwiebeln, Lauch, gekochte Linsen, Karotten oder allem zusammen! In diesen Topf ein Schlückchen Wein, gebunden mit Schmand und abgeschmeckt, um Brot darin tunken zu können.
Ohne Soße schmeckt es auch sehr gut.

Ein Rezept, welches sich allerdings nur zu Hause in einem Ofen machen lässt, aber hervorragend mitzunehmen ist, sind gefüllte Teigtaschen.
Dafür brauchst du einen zarten Hefeteig (am Besten einen kräftigen Schluck Öl oder Quark miteinmischen), rollst ihn rund aus, legst deine Füllung ( die aus ALLEM bestehen kann) auf eine Seite, klappst die 2. Seite drüber, drückst die Enden aneinander und backst das auf einem Blech bei ca. 140°C ca. 10-20Min (je nachdem, wie dick der Teig ausgerollt wurde).
Gefüllte Brötchen bzw. Teigtaschen sind im Buch "Kochbuch des MA" von Trude Ehlert nachzulesen. Das Grundrezept kenne ich aus der Türkei, dort heißt das Gericht "Börek".
(*frohumdiehalbeabstammung*)


Ich hab das Glück, dass ich früh von meiner Mutter an den Herd gewöhnt wurde, sodass ich - wenn ich meine Zutaten habe - improvisieren kann. Ich denke, dass es im MA nicht anders war. Viele leckere Gerichte entstanden durch den Gedanken: "was hab ich denn da?" Und wenn man sich vorstellen kann, was zusammengemanscht schmeckt, ist es eigentlich kein Problem.

So, genug geredet! Ich hoffe, ich konnte dir helfen, wenn du noch mehr Ideen haben möchtest, kannst du mich gern anschreiben. Es wird mir schon was einfallen!

Grüßle



smile Erstellt am 19.09.2004 - 22:57

Ich kenne auch ein Rezept. Wir vom Freien Ritterbund Thr. kochen oft MA-gerecht. Das ist nicht einfach. Zum einen hat man meistens nur eine Feuerstelle und zum zweiten achten wir auch auf die kulinarischen Geschmäcker, denn immerhin soll es ja nicht am Essen scheidern, damit so ein Treffen eben auch ein Erlebnis wird...

Mein Mann und ich haben uns mal genau damit beschäftigt. Das was Big-Bonsai über die Fleischbeigaben und Breirezepte sagt (oder vielmehr schreibt), ist völlig korrekt. Aber Brot gab es für die ärmere Bevölkerung kaum. (also eher eine Gleie aus dunklem Korn und Schrot). Jemand der aber viel Brot aß, (es gab zwar Sauerteig, das Brot war eher länglich und nicht so hoch, auch hier mit dunklem Korn und Schrot) hatte alsbald Probleme mit seinem Gebiß...

Aber es gibt ja noch Suppen.
Mein Mann und ich haben aus solchen Vorüberlegungen ein Suppenrezept entwickelt, (So wie es im MA hätte sein können) was gut schmeckt.

Die Pups-Suppe: Hinein kommt alles was Pups macht. Linsen, weiße Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Weißkohl (aber nur wenig), Zwiebeln oder Lauch und Knoblauch. Es gehört noch etwas Fleisch und Salz hinein. Authentisch ist aber "gepöckeltes" Fleisch. "bäh" (Wer im MA kein Salz hatte, nahm Dill und statt Knoblauch oder Zwiebel wurde vielleicht Berlauch genommen) Gewürzt werden mußte die Suppe kaum noch. Damit ist die Suppe fertig. - und aus mehrere Munde echt gelobt.

Möhre kann auch in die Suppe, sieht leckerer aus (Das Auge ißt mit!!!)

Aber Achtung! Mein Mann und ich warnen vor der durchschlagenden Wirkung von diesem kleinen Süppchen.
Wer mehr als 2 Teller ißt, wird das Keramikstudio so schnell nicht wieder verlassen...

bis denne
Smile




smile Erstellt am 20.09.2004 - 08:49

Ach ja: Natürlich gibt es auch eine Vielzahl von Salaten

bis denne
Smile




Ingo Erstellt am 20.09.2004 - 11:28

Hallo smile,

danke für den Hinweis auf die "Pups"-Suppe - aber ich hoffte hier ausnahmslos fleischlose Gerichte finden zu können (*lautesmagenknurr*).

Noch einen schönen Tag


KlaravonReinbach Erstellt am 04.10.2004 - 19:21

@Ingo Das war auch mein Hoffen, deshalb öffnete ich diesen Thread! Mal schaun was noch kommt!

Klara


Alheydis Erstellt am 05.10.2004 - 09:37

Ich habe mal in meinem Rezeptordner gewühlt und das gefunden:

Zwiebeln mit Senf und Honig
(ca. 20 Personen)

2,5 – 3 kg Zwiebeln
250 g Butter
Honig
Senf (normal oder grob)
Salz
1,5 l trockenen Weißwein oder Wasser

Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Die Butter zerlassen, den Honig darin auflösen und die Zwiebeln kurz anbraten, bis sie anfangen, glasig
zu werden. Flüssigkeit zugeben und 30 min. schmoren lassen, bis die Zwiebeln richtig weich sind. Mit Salz und Senf abschmecken.


Fenchelgemüse mit Nuss-Käse-Soße

3 - 4 Fenchelknollen
3/4 l Gemüsebrühe
2 Ecken Schmelzkäse
2 EL gemahlene Wal- oder Haselnüsse
1 Knoblauchzehe
2 EL trockener Weißwein
2 TL Zitronensaft
etwas Dill, Petersilie, Schnittlauch, Muskat

Die Fenchelknollen waschen, putzen und halbieren. Das Fenchelgrün aufbewahren. Den Fenchel in der heißen Gemüsebrühe etwa 20 min. garen, dann herausnehmen und warm stellen. Für die Soße braucht man nun 1/2 der Kochbrühe. Die muss erhitzt werden, darf aber nicht kochen. Darin die gemahlenen Nüsse und den Schmelzkäse verrühren. Knoblauch schälen und zerdrücken oder in ganz feine Stücke hacken. Mit dem Weißwein und dem Zitronensaft zur Soße geben und mit Gewürzen abschmecken. Die Kräuter und das Fenchelgrün fein hacken und unterziehen. Die Fenchelknollen mit der Soße übergießen.



Ingo Erstellt am 05.10.2004 - 09:58

Mmmhh, da bekomme ich gleich Lust loszukochen - wollen wir sowas nicht zum Flinkhandtreffen machen - kann mann/frau dort auch kochen?

Noch einen schönen Tag (*magenknurr*)



knick Erstellt am 05.10.2004 - 10:23

Gebackne Zwieveln:

1 kg Zwiebeln
1 Liter Weißwein
Honig
Muskatnuss, Salz, Pfeffer (weiß
Butter
Sahne

Ist so ähnlich wie Zwiebeln mit Honig und Senf.
Zwiebeln in dicke Ringe schneiden, in Butter und Honig anrösten, bis sie leicht glasig sind. Mit dem Wein ablöschen und köcheln lassen, bis sie richtig durch sind. Mit der Sahne aufgießen und etwas eindicken lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken - voila, fertig.



Alheydis Erstellt am 05.10.2004 - 11:03

Ingo, ich kann Deinen Magen nicht leiden hören

Sauerkrautsuppe mit Honig

500 g Sauerkraut
Möhren bzw. Suppengemüse
flüssiger Honig
250 ml Weißwein/Cidre
Brühe
Butter
Senf
Creme fraiche/Schmand
Pfeffer, Salz

Zunächst die Möhren (bzw. das Suppengemüse) in Würfel schneiden und dann in Butter mit etwas Brühepulver andünsten. Einen guten Schuss Honig rein und im eigenen Saft weiterköcheln, dabei öfters umrühren. Dann das Sauerkraut dazugeben sowie etwas Senf, das Ganze mit ca. 250 ml Wein/Cidre auffüllen und köcheln lassen. Zum Schluss mit Pfeffer, Salz, Honig, Senf abschmecken und evtl. mit Wasser/Wein auf die gewünschte Konsistenz und Menge auffüllen. 1 - 2 Löffel Creme fraiche dazugeben.


Feigenpfeffer

11 frische oder 14 getrocknete Feigen
1/8 l Weißwein
1/8 l Wasser
1/2 Elisenlebkuchen
1 Scheibe Weißbrot
1 EL Honig
1 - 2 EL Balsamessig
8 - 10 schwarze Pfefferkörner
2 Msp. Zimt
1 Prise Kardamom

Feigen häuten und in der Mischung aus Wasser und Wein 5 min. bei geringer Hitze kochen lassen. 8 Feigen herausnehmen und warm stellen. Die restlichen Feigen im Sud weiterkochen, bis sie zerfallen. Den zerbröselten Elisenlebkuchen und das zerzupfte Weißbrot zufügen, mit Honig, Balsamessig, fein zermahlenen Pfefferkörnern, Zimt und Kardamom abschmecken. In eine flache Schüssel geben und die knapp gegarten ganzen Feigen daraufsetzen.



Ingo Erstellt am 05.10.2004 - 12:10

Ist das nicht gemein

- aber inzwischen war ich Mittagessen (Quark mit Obst)



Alheydis Erstellt am 05.10.2004 - 12:46

Gut, dann kann ich ja weitermachen


Mostsuppe

1 Zwiebel
4 EL Butter
½ l Bouillon
½ l Most
1 EL Mehl
1 TL Salz
etwas weißer Pfeffer
1 Prise geriebene Muskatnuss
¼ l süße Sahne
2 Eigelb
2 Scheiben Weißbrot
1 Prise Zimt

Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. 1 EL Butter in einem Topf schmelzen un die Zwiebel darin glasig braten. Mit der Bouillon und dem Most aufgießen und die Flüssigkeit dann fast bis zur Hälfte einkochen lassen. 1 EL Butter mit dem Mehl verkneten und die Suppe unter Rühren mit dem Schneebesen damit binden. Mit Salz, Pfeffer
und Muskat abschmecken und die Sahne dazugießen. Dann die Mostsuppe vom Herd nehmen und die verquirlten Eigelbe einrühren. Die Suppe darf nicht mehr kochen! Die Weißbrotscheiben würfeln und in Butter goldbraun rösten. Am Schluss mit etwas Zimt bestäuben. Die Suppe anrichten und mit Croutons bestreuen.


Moretum
(römische Käse-Kräuter-Paste)

250 g Schafs- oder Ziegenkäse
4 große Knoblauchzehen
½ kleine Zwiebel oder 2 Lauchzwiebeln
Olivenöl
Weinessig
20 g frische Kräuter (Thymian, Rosmarin, Petersilie, Dill, frischer Koriander,
Oregano, Bohnenkraut, Minze, Senfrauke, Weinrauke)

Den Knoblauch, die Zwiebel und die Kräuter sehr fein hacken und zusammen mit dem grob zerbröselten Käse (ich benutze den in Salzlake eingelegten, den man in türkischen Geschäften bekommt) in eine Reibschale oder einen Mörser geben und mit dem Stößel zu einer feinen Paste verarbeiten. Nach und nach Olivenöl und Weinessig dazugeben. Nicht zuviel – die Paste soll geschmeidig, jedoch nicht zu flüssig werden. Am Ende kleine Käsekugeln daraus formen und zu selbstgebackenem Fladenbrot servieren.



Venuspflaumen

Pflaumen
schwarzer Pfeffer
Honig
Olivenöl
1 Prise Salz

Die Pflaumen halbseitig aufschneiden und den Stein entfernen. Schwarzen Pfeffer grob zerstoßen und mit ein wenig Honig zu einer verfüllbaren Masse verrühren. Damit dann die Pflaumen füllen. Diese anschließend in heißem Olivenöl vorsichtig backen – sie sollen weich werden und sich leicht öffnen, aber nicht auseinanderfallen. Zum Schluss mit ein wenig Salz (wirklich nur 1 Prise, nicht mehr!!!!) würzen.


Alheydis Erstellt am 05.10.2004 - 14:36

Ich hab die Quellenangaben vergessen:

Zwiebeln mit Senf und Honig
www.vogtvonhunolstein.de

Feigenpfeffer
www.webkoch.de

Mostsuppe
www.chefkoch.de

Moretum, Venuspflaumen
www.historisches-spiel.de

Die anderen beiden finde ich im Internet nicht mehr



Ingo Erstellt am 05.10.2004 - 14:59

Alheydis, fühl Dich umärmelt , Danke für die tollen Anregungen.

Noch einen schönen Tag und allen einen guten Appetit



Alheydis Erstellt am 05.10.2004 - 15:16

Ingo, wenn Du es mal gekocht hast, sag Bescheid, wie's geschmeckt hat! Ich habe bei mir noch kein Versuchskaninchen zum Kosten gefunden ...



Sabine Erstellt am 05.10.2004 - 18:25

*handhochheb*. Versuchskaninchen sind doch mindestens 20 vorhanden!!!!

Wenn Du kochst, probieren wir bestimmt!!!!!!!!!

Dann können wir Ingo auch einen Erlebnisbericht posten.....ähh Erlebnis.....

Grinsende Grüße
Sabine

[Dieser Beitrag wurde am 05.10.2004 - 18:25 von Sabine aktualisiert]


Ingo Erstellt am 05.10.2004 - 18:45

In Ordnung - aber ich werde bis zum Flinkhandtreffen vorher noch ein wenig üben (z.B. am jetzt am Wochenende - soll ich davon auch Photos machen ?).

[Dieser Beitrag wurde am 05.10.2004 - 18:46 von Ingo aktualisiert]



Alheydis Erstellt am 06.10.2004 - 09:54

Bini, ihr seid echt mutig. Das letzte Mal, als ich gekocht habe, hatte ich das Rezept vorher ausprobiert Aber ich habe den Winter ja Zeit zum Üben ...


Ingo Erstellt am 06.10.2004 - 10:43

Bis jetzt hat das Essen welches ich gekocht habe immer noch allen geschmeckt




Wigbert Erstellt am 06.10.2004 - 18:42

Ich weiß ja nicht, ob einer von euch das Rezept für die Zwiebeln mit Senf und Honig schon ausprobiert hat, aber ich kann es nur empfehlen.

Wir hatten das als Soße zu Maultaschen, bei unserem internen Lager auf der Grimburg.
Zum Glück kennt mein Herr die Rezepte auf seiner Seite auswendig und kocht auch gerne mal was davon. (Vorsicht: Suchtgefahr!)




Sabine Erstellt am 06.10.2004 - 19:00

Hallo Wigbert,
also Zwiebelmus mit Honig hatte ich vor 3 Wochen, boooaaaah, die ganze Wohnung war voller Bienen. 48 haben dann rauskomplementiert!!!

Aber Zwiebeln mit Honig und Senf??? Das hört sich seeeeehr interessant an. Hhhmmm, zu Maultaschen *träum*. Gott sei Dank bin ich gerade pappsatt.....

Kann man doch bestimmt auch gut zu kaltem Braten reichen? Oder vegetarisch zu frisch gebackenen Fladen *träumweiter*....

Danke schön
Sabine


<Sabine>
unregistriert Erstellt am 19.10.2004 - 18:14

Hallo Ihr's,
heute war der Pappa aus dem Haus, da hieß es, was kochen für das hungrige Kindelein?
Fleisch? Nööö, keine Lust, kein Geld und ich sowieso nicht.

Aaalsooo gab es Pfannkuchen (habe sie aber im Waffeleisen gebacken!)

ca. 75 g Butter
ca. 3 Eßlöffel Honig (oder ruhig etwas mehr...)
2 Eier
150 g Joghurt oder Dickmilch
200 g Mehl
1 Prise Salz, Cardamom, Zimt
Ich habe noch Orangenzucker dazu getan (RUF)
2 handvoll Rosinen
2 handvoll geriebene Haselnüsse oder Mandeln
etwa 100 ml Apfelsaft, müßt mal gucken, wie der Teig wird. Klebrig, aber nicht flüssig.

Erst die Butter mit dem Honig schaumig rühren. Dann die Eier dazu geben, dan der Joghurt (Dickmilch). Dann der Rest. Damit der Teig gut aufgeht, habe ich die Eier in Eigelb und Eiweiß getrennt und das Eiweiß schaumig geschlagen.

Das ganze mit gehackten Haselnüssen servieren.

Beim nächsten mal kommen bei mir noch kleingeschnittene Äpfel rein. Übrigens, das Rezept ergibt etwa 4 Pfannkuchen/5 Waffeln. Sind seeehr mächtig.

Als Mehl kann man auch gut Dinkel- oder Vollkornmehl nehmen, dann ist eine Waffel schon eine komplette Mahlzeit!

Uuupps, Brot ist fertig und tschüß
Sabine




Ingo Erstellt am 18.01.2005 - 21:32

Ein großes Hallo an alle Gemüse-Freunde,

habe heute im Internet eine Erklärung des Wortes "Gemüse" gefunden. Das kommt von "Gemuse" - im Mittelalter wurde Gemüse gerne "totgekocht", es war eine regelrechte Mode alle Arten von Gemüse solange zu kochen, bis es völlig (zu Mus eben) zerfallen ist.
Sehr gesund war das sicher nicht, aber damals gab es ja auch noch keine Ernährungswissenschaft - wäre ja auch irgendwie un"a" gewesen

Auch Fleisch und Fisch wurden ebenso gerne zu Mus gekocht und als Pastete "angemacht" (ehh, mach mich nicht an, ehh!)

Noch ´nen schönen Tag



Beate Erstellt am 19.01.2005 - 06:00

Ja, noch meien Mutter pflegte Gemüse und Fleisch in Form eines Eintopfs zu Matsch zu verkochen. (oh, Schrecken meiner Kindheit!)


Ingo Erstellt am 19.01.2005 - 09:24

Ähm, wie alt ist denn Deine Mutter?

Aber Spaß beiseite (Huch, da liegt schon soviel davon *schiebzusammen*) ich kenne das von "früher" auch noch so, meine Mutter machte Kartoffelsuppe auch eher dickmusig (so mag ich es auch heute noch ) - allerdings wurden Kartoffeln und das Gemüse dabei nicht totgekocht, sondern vor dem Kochen schon in kleine Stücke geschnitten (wird so schneller gar) und dann (am Ende der Garzeit) mit dem Handstampfer für Kartoffeln alles püriert.

Ach übrigens habe ich mal gelesen, dass Kinder so ein Gemansche gar nicht so gerne haben, da sie lieber sehen wollen, aus was das Essen besteht (zumindestens sollten also sichtbare Stücke auf dem Teller erscheinen, bevor die meisten Kinder diese dann selbst zermanschen) - wohl ein Grund für die geringe Beliebtheit von Eintopf und Suppen bei Kindern - bei den Erwachsenen scheint dies nicht mehr so wichtig zu sein (die haben in ihrem Leben wahrscheinlich schon so manches gesehen was breiig war und trotzdem schmeckte)

[Dieser Beitrag wurde am 19.01.2005 - 09:28 von Ingo aktualisiert]



Beate Erstellt am 19.01.2005 - 19:35

Also, meine Mutter ist in ärmlichen ländlichen Verhältnissen groß geworden, dun da stand immer ein Topf auf dem Feuer, in dem alles reingeschmissen wurde. Natürlich wurde der rest (falls es eine gab) nicht weggeschüttet, sondern einfach wider was datugetan bis der Topf wider voll war.

Unsre Freuden ulkten früher immer: bei XXX gibt´s immer Reste. Huet den Rest von gestern mit was neuem, und mogen den Rest von heute mit was neuem dazu und übermorgen...



Einzige Ausnahme: an großen Feiertagen gab es Kanichenbraten.

Deswegen habe ich mir sehr früh das Kochen beigebracht, das war Notwehr!
blue
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