Lagerung von Lebensmitteln beim Lagern

Hier geht es um die feste Kost - Rezepte, was gab es schon?

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Beitragvon Tjorven » 27.02.2011, 10:50

Wurst, Käse und Fleisch in der Kühlbox - ist zwar häßlich, aber wird versteckt im Vorratszelt. Das hält ganz gut kühl, wir essen dann alles in der Reihenfolge der Verderblichkeit auf. Wir hatten schon mal ein TK-Huhn dabei, dass da drin noch nicht mal ganz aufgetaut war... Ich würde eigentlich ganz gern mal probieren, auf das Teil zu verzichten, aber damit eben auch auf den meisten Inhalt, das wird glaube ich aber nicht durchsetzbar sein bei der restlichen Truppe :-( .
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Beitragvon Elfenhort » 27.02.2011, 13:43

vielen, vielen dank!

ihr seid echt klasse.

ich denke wir werden wohl an einer kühlbox nicht vorbei kommen.
wir haben recht viele kinder in unserer Gruppe die milchabhängig sind
;-)

mit den eingebauten fehlern bei lagernden hatten wir schon viel spaß, ich frage dann immer meine tochter ob sie den oder die fehler gefunden hat :biggrin:
da lag so manche tomate oder banane offen herrum.
in freienfels waren wir mal als tagesgast das standen tetrapak und pe flaschen auf dem tisch...

ich will ja nicht mit dem erhobenen zeigefinger rumlaufen da ich selbst nicht fehlerfrei bin aber das hatte mich ganz schön angekXXX.

nochmal vielen lieben dank ich wünsche euch allen einen schönen sonntag.
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Beitragvon Lise » 27.02.2011, 16:31

Das mit den "modernen" Sachen auf den Tisch find auch immer doof... Dann man ja gar nicht erst anfangen.
Zu den Birkenholzgefäßen ist mir nochwas eingefallen: Die machen sich auch super um Marmeladen- und Honiggläser darin zu verstecken. Dann muss man nicht alles umfüllen :devil:
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Kinder

Beitragvon schlosswalker » 27.02.2011, 16:35

Hallo,

O.K. Kinder sind ein großer Hintergrund was Lebensmittelorga angeht
(Zitat : Milchabhängig)
Auch älteren Kindern zu vermitteln:"....nein heute gibts kein XY weil das ist nicht A bzw. das ist nicht gut haltbar auf einem markt" ist fast unmöglich.
Bei Erwchsenen kann man den Speiseplan schon umstellen damit es mit der Lebensmittelorga einfacher und auch historischer wird. Aber das ist jedem selber überlassen.
Aber Milch im Tetrapack hält sich doch auch ohne Kühlung. Da braucht man auch keine Kühlbox für, oder?

Ich kann jetzt nur von meinen Erfahrungen als Minimalist berichten:
Ich habe gute Erfahrungen mit allem getrockneten gemacht.
Ich habe eine Art Standart Liste von Lebensmitteln die ich mit nehmen kann. Da ich nicht viel Transportiieren kann(nur was ich am Mann tragen kann) kommen die getrockneten Sachen da am besten weg.
Dörrfleich: Kommt mit in die Suppe oder EIntopf als würze, ist aber auch gutes fingerfood.
Dörrobst mit Nüssen: Guter Snack für zischendurch. getrocknetes Obst kann aber auch die Suppe verfeinern, Nussen sind lecker und sättigen für eine weile.
trockene Erbsen/Bohnen/Linsen ect: wiegen nicht viel, machen gut satt, sind lecker,
Getreide: meist Hafer, aber jedes andere geht auch. Hafer als ganzes Korn,braucht nicht soo viel quellzeit, geschrotet habe ich noch nicht probiert aber ist schneller gar beim kochen.
frisches Gemüse wie Zwiebeln Möhren oder frisches Obst : hält sich auch einige Zeit, eigentlich für den EIntopf oder Suppe, aber geht auch für zwischen durch. Mal ne Möhre und so als Snack.
Ich habe auch schon mal Zwiebeln so als versuch gedörrt. Schmecken dann fast wie die Zwiebelringe, die man so kaufen kann(lecker)
Zum süßen etwas Honig. Gut verschlossen gut transportabel und ne nette süsigkeit, auch für Kinder!!.
Essentechnsich ist es dann halt einfache Garküche, mit Fleisch nur zum Würzen. Das Dörrfleisch kann man aber auch wieder Wässern und eine Satte Fleischbeilage in einer Suppe oder EIntopf sein!!.
Ich transportiere alles in Wollbeuteln die mit Leinen gefüttert sind. Da hält sich alles wenn ich will über Wochen, solange es nicht feucht wird. Deshalb außen Wollstoff!! reine Leinenbeutel werden klamm und somit kommt der Inhalt mit feuchtigkeit/Wasser in berührung und kann das gammeln anfangen.
Das alles kann man jetzt nicht auf ein komplettes Lager übertragen, aber vielleicht hilft es etwas.
Um z.B. Kinder auf VA bei Laune zu halten, und auch mal was anderes zu probieren was sie mögen könnten, den besagten Honig oder dörrzwiebeln als Süßigkeit, Apfelchips, ect - einfach mal testen.
Gesünder ist es eh.
Getränke sind ein kleines Problem. Ich habe mich drauf eingetrellt halt Wasser zu trinken. Das gibts an jeder Ecke. Was ich mal versucht habe, Apfelstücke in Wasser......geht so.
Oh, schon wieder viel zu weit ausgeholt.....
So, vielleicht hilft das zum Teil als Info.

Grüße
Thomas
Wer sich nie verirrt, der entdeckt keine neuen Wege!!
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Beitragvon blanche_fleur » 01.03.2011, 09:20

Hannah hat geschrieben:
Bei Fleisch bietet es sich auch an, es einfach am Anreisetag schon anzubraten oder ähnliches, und dann wieder kalt stellen bis man es braucht. Da kann es schon mal nicht ganz so schnell verderben.


Genau das würde ich auf keinen Fall machen; ausser man brät das Fleisch komplett durch (dann tritt kein Saft mehr aus). Bis das Fleisch nach dem Anbraten wieder abgekühlt ist, steht es warm für längere Zeit; ideal für die "erstbesiedlung mit Bakterien" kommt es noch warm wieder in den Kühlschrank gibt es Kondenswasser, ebenfalls ein übler Nährboden.

Dunkles Fleisch wie Rind, Lamm oder Wild ist besser haltbar als man denkt solange es nicht zuuuu warm kriegt; eine grössere Menge vakumiert (Luftabschluss ist wichtig) gut vorgekühlt und in ein Wolltuch oder Fell eingeschlagen hält sich bei Temperaturen unter 25° gut einen Tag. Und je grösser die Stücke, desto haltbarer. Zur Not, oder wenn man unsicher ist kann man bei grossen Stücken die äusserste Schicht wegschneiden. Zudem behaupte ich mal, dass man über den Geruch sehr gut abschätzen kann, ob Fleisch noch geniessbar ist oder nicht. Ich beziehe mein Fleisch von einem Metzger, der es ziemlich gut abhängen lässt, das hat manchmal beim Kauf schon einen "haut gout". Fragt doch man bei eurem Metzger nach, ob ihr an einem solchen Stück riechen dürft.

Eine gute Methode um Fleisch auch ungekühlt haltbar zu machen ist übrigens die Weinbeize. Bei einigen Rezepten wird da das Fleisch über eine Woche bei Zimmertemperatur eingelegt, da wird es einige Lagertage auch überstehen. Ich habe das letzten Herbst sogar mit Schweinefleisch durchgezogen; es gab bei keinem Teilnehmer Magengrimmen :)
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Beitragvon Carola » 01.03.2011, 10:51

@Schlosswalker
Auch bei Milch im Tetrapack kommt es darauf an, wie sie vorbehandelt wurde. Richtig lange hält sich eigentlich nur H-Milch, aber die schmeckt bäh.
Finden jedenfalls meine Kinder, die lieber ein Wochenende ohne Milch in Kauf nehmen, als sowas in den Mund.
Was keine Kühlung braucht, sind Säfte (Apfel, Traube, Birne), wobei Trauben- und klarer Apfelsaft den Vorteil haben, dass man sie auch als Wein für den Adel ausgeben kann. Und Wasser gibt es ohnehin überall. :-)

Übrigens kommen meine Kinder auch gut mit dem A klar - selbst, wenn das bedeutet, ein Wochenende von Brot, Käse und ein bisschen Obst zu leben, weil sie partout keine Linsen, Hirsebrei o. ä. wollen. Meine Süßen lieben Brot.

Bei dem Trockenzeug bin ich aber wieder ganz bei Dir.

Und auch, wenn das etwas ot wird: Ich habe ein Rezept "Wie man gebackenes Geflügel die Fasten über bis nach Ostern halten soll" und eines um "Große Vögel lange roh und gut zu erhalten." Allerdings habe ich mich noch nicht an einen Feldversuch getraut, weil ich das doch ganz gerne von einem Lebensmittelchemiker prüfen lassen würde.
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Beitragvon brenna » 01.03.2011, 12:19

Hallo,

also wir lagern zu kühlende Lebensmittel in unglasierten Tonkrügen (gibts z.B. auch günstig als Gartendeko im Baumarkt). Leinentuch oben drüber festbinden damit nix rein krabbelt, in den Schatten stellen, möglichst am Boden und dann bei warmen Temperaturen alle ein oder zwei Stunden aussen anfeuchten.
Zu Fleisch kann ich da nicht viel sagen da wir auf Lagern meistens entweder vegetarisch kochen oder das Fleisch an dem Tag besorgen an dem es verzehrt wird.
Aber mit Käse, Eiern etc. ging das immer gut. Joghurt z.B. hatten wir mal bei tagsüber 30-35 Grad da drin, nach 4 Tagen war der immer noch ok.
Frische Milch hatten wir noch nie dabei, aber ich glaube das würde ich ähnlich probieren. Sprich die umfüllen in einen aussen unglasierten (naja innen vielleicht glasierten wegen der Reinigung) Krug, eventuell mit einem Tuch abdecken und dann schattig lagern und gelegentlich von aussen anfeuchten.

Ich schätze mal dass ein Loch im Boden noch besser kühlt als ein Tonkrug, hab damit aber keine Erfahrungswerte.

LG Brenna
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Beitragvon kitty-kyf » 01.03.2011, 12:41

Nehmt ihr denn so viel zum kochen mit?
Ich meine klar. Wenn Kinder dabei sind, dann ist das was anderes.
Aber meiner Erfahrung nach hab ich im Lager immer besseres zu tun, als zu kochen, oder viel zu essen.
Also gibt es zum Aufbau Tag meist Rostwürstchen, am Nächsten Tag einen Eintopf mit Fleisch das getrocknet oder so ist und ansonsten kann man sich doch sehr gut auch mal ein Wochenende von Brot, Wurst (Salami oder andere abgehangene Würste) und Käse ernähren.

Aber wir haben da auch immer welche in der Truppe bei die immer unbedingt was kochen müssen und am Ende steht man mit einem halb vollen Kessel am Sonntag Abend da und weiß nicht wohin damit.

Außerdem reduziert die "nicht-Kochen-Methode" unheimlich den Abwasch. *g*
Ich habe das Paradox erlebt, dass, wenn ich liebe,
bis es schmerzt, kein Schmerz mehr da ist,
sondern nur noch Liebe.

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Beitragvon Carola » 01.03.2011, 17:24

Klar gibt es bei uns was ordentliches zum Essen. Wir haben Adel dabei; denen reicht es nicht, einfach am Brotknust zu knabbern. ;-)

Aber auch der Rest möchte gerne ordentlich essen. Gerade ungemütliches Wetter lässt sich mit was Warmem im Bauch deutlich leichter ertragen.
Und nicht zuletzt gehört das Schaukochen auch zu unserem Programm, nebst Beantwortung der üblichen Fragen. (Ja, das Feuer ist echt. Ja, das kannte man auch damals schon. Ja, wir essen das.
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Beitragvon Regilla » 01.03.2011, 17:30

@schlosswalker-Weisst Du, dass die alten Römer schon Bohnen hatten, aber dass das die Acker- oder Saubohnen waren, die man heute als Viehfutter verwendet. Die Bohnen, die man heute im Laden zu kaufen bekommt, stammen alle aus Amerika.
Grüßle,
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