Mulsum-Rezepte gesucht

Gänsewein, Met oder Bierbrauen? Alles rund um den flüssigen Gaumenschmaus!

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Beitragvon Mel » 16.08.2006, 12:43

Akazienhonig wird heutzutage aus Robinien, auch falsche Akazien genannt, "gewonnen". Da Robinien aus Übersee stammen und hier erst seit dem Beginn des 17. Jhd. angebaut wurden, ist es fraglich ob sich der heutzutage unter dem Begriff Akazienhonig verkaufte Honig gemacklich mit dem von vor 2000 Jahren vergleichen lässt. :wacky:

Ich weiss nichts näheres, aber mir war so als ob ich neulich hier im botanischen Garten etwas von Robinien und Herkunft gelesen hatte.. Naja und auf Wikipedia steht es auch so.... :gruebel:
Gruß

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Beitragvon Yaro » 16.08.2006, 16:16

Mel, wenn ich Akazienhonig sagte, dann meinte ich auch Akazienhonig und nicht Robinienhonig!

Da ich meinen Honig direkt vom Imker hole, weiss ich natürlich nicht, was für nen Sch..... die in den Supermärkten als Honig verkaufen.
Ich kam, sah und ..... traute meinen Augen nicht.
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Beitragvon Mel » 16.08.2006, 18:53

@ Yaro:

lesen bildet :lesen: und Google kann auch ganz hilfreich sein:

Honigsortenlexikon

Akazienhonig

Dieser Honig wird Akazienhonig genannt stammt aber eigentlich von der Scheinakazie (bot. Robinia pseudoacacia). Deren weiße zart duftende Blüten sind in hängenden Trauben angeordnet und geben viel Nektar ab weshalb die Robinie eine ausgezeichnete Trachtpflanze ist. Akazienhonig kommt hauptsächlich aus Südost-Europa. Seine Farbe ist wasserhell bis hellgelb mit leichtem Grünschimmer. Geschmacklich ist er ein feiner süßer Honig mit mildem typischem Aroma. Akazienhonig ist flüssig und kristallisiert aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes ausgesprochen langsam aus.



nix für ungut aber das wollte ich dann doch noch loswerden....
Gruß

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Beitragvon Silvia » 16.08.2006, 19:52

Hallihallo,
eine ähnliche Diskusion über die Qualität von Lebensmitteln hatten wir mit Yaro in einem anderen Tread auch schon. :undecided:
Ich bin der Meinung das solche Lebenseinstellungen hier nicht hingehöhren und den Ramen der Themen sprengen.Ebenfalls wäre ein netterer Ton schön,bzw,wäre es nett anderen Leute nicht zu erzählen das man sich von den letzten Lebensmitteln ernährt.
@Yaro
Wenn Du über die Qualität von Supermarkware diskutiern möchtest,mach doch einen Tread im Kaffekränzchen auf,dann können wir unsw mal wieder so richtig die Köpfe einschlagen! :box2: :viki1: :viki2:

Viele Grüße
Silvia
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Beitragvon Yaro » 16.08.2006, 20:47

@Mel:
Schreibe ich etwa chinesisch rueckwaerts oder in altaegyptischen Hieroglyphen?
Wenn ich Akazienhonig sagte, dann meine ich Akazienhonig (gewonnen aus acacia pulchella, zu Deutsch der echten Akazie)!

Und ich verwende fuer meinen Mulsum sehr guten Wein und echten Akazienhonig, weils mir einfach besser schmeckt als die Billgheimer aus dem S-Markt (ja ich habe schon Mulsum aus dem Zueg gemacht geetrunken - er schmeckte zum weglaufen).

@Silvia:
Was soll der Bloedsinn? Aus genau einem Satz meinerseits konstruierst Du eine ganze Diskussion? Hast Du vielleicht zu viel schlechten Mulsum getrunken?
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Beitragvon Gisa » 16.08.2006, 21:52

Hallo,

Ich finde es echt schade, dass manche Mensche immer meinen sie müssten ihre Meinung Anderen aufzwingen.

Warum soll es nicht Menschen geben, denen Billigwein gut schmeckt?
Die Qualität hat doch nicht sofort etwas mit dem Preis zu tun.

Ich könnte jetzt ne ganze Liste von Produkten aufführen, die für Billig-Discounter abgefüllt oder produziert werden., wie zB. Persil Waschpulver, was bei Aldi nur Tandil heisst und nur anders duftet!

Aber das führt hier jetzt zu weit und geht total am Thema vorbei!

Beende doch diese nivaulose Diskusion!

Ich jedenfalls denke mir meinen Teil :dizzy: :dizzy: :dizzy:

Gruß

Gisa


Ps. Habt Euch doch lieb! :biggrin:
Toleranz ist das halbe Leben!
Die andere Hälfte ist Spass!:O))
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Beitragvon Yaro » 16.08.2006, 22:03

So langsam glaube ich echt, dass ich chinesisch rueckwaerts schreibe. Gisa, wenn Du den Thread richtig gelesen haettest, dann haettest du Folgendes gelesen (ich zitiere mich selbst):
Ich redete nicht vom Preis, wenn ich Billigwein sagte.


Ausserdem zwinge ich niemandem meine Meinung auf. Wo bitte haette ich das je hier in dem Thread gesagt? Wenn ich der Meinung bin, dass ich von den Billigheimer Weinen nix halte, dan ist das so basta! Das heisst aber noch lange nicht, dass ich andere dazu zwingen wollte, der selben Meinung zu sein!

Und niveaulos wird eine Disku erst durch Leute, die nicht richtig nachlesen und dann einfach so mal irgendwelche unsinnigen Behauptungen in die Welt setzen!

Was das Persil und Tandil Zeugs angeht - das muss ich ja wohl kaum essen!
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Beitragvon Baerbel » 16.08.2006, 22:14

Hi,
ich denke, ich schenke mir mal einen Kommentar und komme zum eigentlichen Thema zurück.

Medusa hat geschrieben:Das conditum paradoxum ist, wenn ich es jetzt recht erinnere, mit Retsina gemacht. Den finde ich so schon unerträglich, werde also garantiert nix mit geharztem Wein machen. :dizzy:


Na ja, ich weiß, dass Retsina sehr gewöhnungsbedürftig ist. (Man braucht wohl schon eine durchzechte Nacht mit Retsina, um sich an dem geharzten Wein erfreuen zu können. ;-) - Hat es jedenfalls damals im Griechenlandurlaub geheißen. ... :dizzy: Und der Retsina, den man hier in Deutschland manchmal bekommt, fällt stark ab gegenüber dem Wein in Griechenland.) Die Empfehlung aus dem Junkelmann, Retsina zu nehmen, dürfte an der Zugabe von Mastix liegen, die im Originalrezept von Apicius angegeben ist.

Ich denke, dass das wirklich Geschmacksache ist und Du auch "normalen" Weißwein nehmen kannst. Die Süsse dürfte durch den Honig bzw. das Mischungsverhältnis zwischen Würzweinsirup und Wein zum Aufgießen variierbar sein. Wenn man Wein von "alten" - wahrscheinlich schon in römischer Zeit angebauten - Rebsorten, wie z. B. dem Elbling probiert, ist der recht herb für heutige Geschmäcker - noch herber als z. B. Riesling. Daher denke ich, dass Du es schon mal mit Riesling probieren kannst. So ganz süsse Weine würde ich jetzt nicht nehmen.

Das wichtigste wird wohl die Würzmischung sein, also: Honig, etwas Wein, Pfeffer, Lorbeerblätter, evt. Safran (der dürfte aber kaum am Geschmack beteiligt sein) und geröstete Dattelkerne plus evt. das Dattelfleisch (vorher in Wein eingelegt). - Und ich würde die Mischung wirklich heiß zubereiten, wie im Rezept beschrieben. Einem kalten Ansatz würde ich hier nicht trauen, da es einen guten dicken Würzweinsirup geben sollte. - Übrigens haben ein paar Freunde von mir mal das Originalrezept nach Apicius ausprobiert und es war ... ähhh ... ungeniesbar da viel zu scharf. Da ist die Anpassung nach Junkelmann bestimmt besser (auch ohne Retsina).

Mal sehen, vielleicht komme ich dazu, es auch endlich mal selbst zu machen - dann wohl erst mal mit Retsina ... vom Griechen meines Vertrauens. ;-) (aus dem Kiosk um die Ecke ... :biggrin: )

Medusa hat geschrieben:Werde mich mal an das aus dem Füllhorn Roms machen. Wenn ich mal wieder in Bad Homburg bei meiner Freundin bin, sag ich Dir bescheid und vielleicht könnten wir dann eine mulsum-Probe machen. :wacky:


Ohhh jaaaaa, :klatsch: ... da würde ich mich seeeehhr freuen :sweet:

Liebe Grüße

Bärbel :-)
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Beitragvon Yaro » 16.08.2006, 22:43

Was die Schaerfe angeht ... kann es sein, dass Deine Bekannten den heutzutage ueblichen ganz fein gemahlenen Pfeffer verwendet haben und die Mengenangaben vom Aspicius nicht so unbedingt 100% stimmen?

Also wenn ich Pfeffer in den Mulsum mache, dann nehme ich ganze Pfefferkoerner, schrote sie ganz grob und pack die in ein Teesieb.
So sind sie leichter rauszufischen und geben nicht ganz so viel 'Pfeffriges' Aroma ab.

Safran ist wohl - so glaube ich - hauptsaechlich wegen der Farbe, die der Mulsum spaeter bekommen soll (soll ja so honiggold werden).

Meiner Erfahrung nach ist staubtrockener Weisswein am besten geeignet. Ausserdem sollte man wirklich auf Tannin- und Schwefelgehalt achten. Wenn davon zu viel im Wein ist, bekommt man nicht nur nen dicken Kopf (vom Tannin), sondern der Schwefel macht beim Aufschaeumen mit den Gewuerzen ganz seltsame geschmackliche Sachen, die ein Gaumen vielleicht nicht unbedingt zu schaetzen weiss.

Ist auch der Grund, warum ich direkt beim Winzer oder im Weinfachhandel kaufe. Dort kann man sich naemlich beraten lassen und auch verkosten.
Dann kann man exakt den Wein nehmen, der einem am besten zusagt.

Auch dort kann man vom reinen Geldpreis her preiswerte Weine bekommen. Billigheimer (von Geschmack, Aroma, Abgang her) hab ich da noch ganz selten kennengelernt.

Mastix kann man uebrigens in der Apotheke bekommen. Allerdings isses recht teuer.

Was die Griechen angeht:
Retsina hab ich im Fachhandel mal verkostet - der Geschmack ist echt gewoehnungsbeduerftig.
Dafuer wiederrum hatte der da nen Samos aufgemacht ... oioioioioi - da haette ich mich reinlegen koennen. Ich steh eigentlich nicht so auf suesse Liqueurweine, aber der war einfach nur genial.
Ich kam, sah und ..... traute meinen Augen nicht.
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Beitragvon Baerbel » 17.08.2006, 00:02

Hi Yaro,

Yaro hat geschrieben:Was die Schaerfe angeht ... kann es sein, dass Deine Bekannten den heutzutage ueblichen ganz fein gemahlenen Pfeffer verwendet haben und die Mengenangaben vom Aspicius nicht so unbedingt 100% stimmen?


Genau das habe ich auch schon vermutet. ... Waren halt Männer und rechte "Koch-Analphabeten" ;-) - also im Normalleben nicht so der "Hohen Kochkunst" zugeneigt. Ich schätze, die haben statt grob geschroteten Pfefferkörnern wirklich knapp 110 g gemahlenen Pfeffers verwendet. ... Dat is nischt wirklisch gut ... nääää - net so gut :dizzy: :-)

Yaro hat geschrieben:Safran ist wohl - so glaube ich - hauptsaechlich wegen der Farbe, die der Mulsum spaeter bekommen soll (soll ja so honiggold werden).


Yep, sehe ich auch so. ... Wäre auch mal wieder typisch Apicius: "Hauptsache teures Chi-chi, wenn es edel ist und man damit protzen kann" ;-)

Yaro hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach ist staubtrockener Weisswein am besten geeignet. Ausserdem sollte man wirklich auf Tannin- und Schwefelgehalt achten. Wenn davon zu viel im Wein ist, bekommt man nicht nur nen dicken Kopf (vom Tannin), sondern der Schwefel macht beim Aufschaeumen mit den Gewuerzen ganz seltsame geschmackliche Sachen, die ein Gaumen vielleicht nicht unbedingt zu schaetzen weiss.


Sind gute, nachvollziehbare Argumente. (Würde auch für nen Riesling oder einen Ebling sprechen - nur ist Elbling eben je nach Region nur schlecht zu bekommen.) Das mit dem dicken Kopf beim schlechten Weinverschnitt ist echt ein Problem; das mit dem Schwefel, der bei der Würzweinproduktion den Geschmack verdirbt, noch mehr. Aber es gibt manchmal auch billige Winzerweine, die wirklich gut sind. Das muss man dann einfach per Selbstversuch ausprobieren. :drunk:

Es ist regional nicht überall so einfach, gute Weine zu annehmbaren Preisen zu bekommen. Da sind wir hier im Südwesten ziemlich verwöhnt.
Außerhalb der Weinregionen wird es dann manchmal ziemlich schwierig - gerade wenn man sich den Weinladen mit Beratung nicht so leisten kann. Ich denke, da hilft in einem solchen Fall nur Ausprobieren.

Liebe Grüße
Bärbel
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