Mein Met will nicht das gären anfangen

Gänsewein, Met oder Bierbrauen? Alles rund um den flüssigen Gaumenschmaus!

Moderator: Moderatoren

Mein Met will nicht das gären anfangen

Beitragvon Idun » 20.02.2009, 13:08

Guten Tag!

Ich hab vor ca. 2 Wochen 15 Liter Met angestezt und muss aber auch noch dazu sagen das er in einem 30 Liter Gebinde ist (habe leider kein kleineres).
Ich hatte diese Mengen verwendet:

4,5 kg Honig
10,5 l Wasser
15 g Milchsäre
6 g Hefenährsalz
3 Tl Weizenmehl
1 Fläschchen Tokay Flüssighefe

Ich habe eigentlich gute Erfahrung mit dieser Hefe gemacht, obwohl diese für Himbeer- oder Erdbeerwein empfohlen ist.

Das problem ist es fängt eibfach nicht das gären an und ich hab keine Ahnung warum, denn ich hab eigentlich alles beachtet bis halt auf das mein Gebinde größer ist (was aber sonst auch immer geklappt hat).

Hat jemand einen Tipp oder der gleichen für mich? :blush:

Gruß! Idun
Grüßle! Idun
Benutzeravatar
Idun
Magd / Knecht
Magd / Knecht
 
Beiträge: 29
Registriert: 23.09.2008, 17:31
Wohnort: Würzburg

Beitragvon Solà » 20.02.2009, 14:04

hallo idun!

hast de denn vorher einen gärstarter gemacht oder einfach alles zusammen rein? und wo steht dein fassl jetzt?

lg
sola
liebe Grüße,
die Sonnige
_____________________________________

Der Tag ist zu kurz um all das zu tun, was ich tun möchte.... :-(
Solà
Suppenqueen
Suppenqueen
 
Beiträge: 551
Registriert: 16.01.2008, 09:35
Wohnort: München

Beitragvon casstlevania » 20.02.2009, 14:08

mmmmhhhh, also so viele Zutaten ha ich nie benutzt... :gruebel:
Wasser und Honig ist klar!

Und dann habe ich imer nur Gärhefe aus der Apotheke benutzt (für Portwein)
Hat dann immer gut geklappt.

Hast du einen Ballon mit Aufsatz benutzt? Bei mir hat das dann immer geklappert. :-) Steht das ganze warm? Ich hatte meinen immer in der Küche stehen.
Eigentlich fing das dann schon nach relativ kurzer Zeit an zu Gären.
Vielleicht mußt du aber auch nur Gedult haben?
Bild
Benutzeravatar
casstlevania
Freifrau / Freiherr
Freifrau / Freiherr
 
Beiträge: 256
Registriert: 11.02.2008, 21:19
Wohnort: Bergfelde

Beitragvon Barde » 20.02.2009, 14:38

nac jetzt 2 wochen würde ich gar keine rettungsversuche mehr machen - da könnte isch shcon sonstwas gebildet haben, das nicht ganz ungefährlich ist.

trotzdem schadet die fehlersuche natürlcih nciht, um wiederholungen zu vermeiden ... also nicht gleich wegkippen, sondern erstmal die untersuchung fortführen :-)
aber trinkenw ürde ich den vorsichtshalber so oder so nicht mehr ...

kann sein, dass deine Hefe zu schwach war, ich kenne die sorte nicht - die sonstigen zutaten finde ich soweit ok, vielleicht warst du mit der Säure etwas geizug (emfohlen sind glaube ich ca. 40g je 10 Liter ...
ich selbst nehme für 20 L eher ein halber fläschchen (ca. 60-65g) und erhöhe den säurespiegel dann durch die zugabe von 2 Liter trockenem/herben Weißwein.
Das verdünnt auch nochmal leicht und vermindert so den Zuckergehalt (also die öchselgrade), dann kann man recht sicher sein, dass die teure Port-hefe es schafft :-)
Nährsalz .... puh, beim erstenmal habe ich auf die gramm geschaut und festgestellt, das sgenau 1 Päckchen von Kitzigner für die 20 L draufgeht, aber so nach 15 Jahren hab' ich keine ahnung mehr, wieviel gramm das sind ... *g*
www.silberkram.de
www.brettchenweber-shop.de

Ein Hund sitzt neben dir, während du arbeitest - eine Katze sitzt auf deiner Arbeit!

Achtung - dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten!
Benutzeravatar
Barde
Händler aus Leidenschaft
Händler aus Leidenschaft
 
Beiträge: 1263
Registriert: 23.12.2005, 21:35
Wohnort: Bad Kreuznach

Beitragvon Idun » 20.02.2009, 15:00

Also das fass steht in der Küche, und ich hatte keinen gärstarter gemacht.
Sonst hatte des auch immer ohne geklappt.
Hmmm, ich dacht eigentlich das des, wenns dann endlich anfängt zu gären man noch trinken kann, weil es hat sich noch kein schimmel oder der gleichen gebildet.
Grüßle! Idun
Benutzeravatar
Idun
Magd / Knecht
Magd / Knecht
 
Beiträge: 29
Registriert: 23.09.2008, 17:31
Wohnort: Würzburg

Beitragvon Barde » 20.02.2009, 15:47

ich bin jetzt auch weder gelernter Weinküfernoch Biochemiker, aber gerade darum neige ich eher zur vorsicht - wer weiß, was sich da unscihtbar an wildwuchs gebildet hat ...
Und schimmel kann auch schon in nicht ungefährlciher konzentration da sein, bevor er ein sichtbares ausmaß erreicht - wie gesagt, gerade ohen absolute fachkenntnis neige ich eher zur Vorsicht, aus dem gleichen Grunde nehme ich für Wandregale auch 5 schrauben, wo die meisten mit 3 auskommen - und dabei sind meine noch dicker und länger :-)
www.silberkram.de
www.brettchenweber-shop.de

Ein Hund sitzt neben dir, während du arbeitest - eine Katze sitzt auf deiner Arbeit!

Achtung - dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten!
Benutzeravatar
Barde
Händler aus Leidenschaft
Händler aus Leidenschaft
 
Beiträge: 1263
Registriert: 23.12.2005, 21:35
Wohnort: Bad Kreuznach

Beitragvon wurm » 20.02.2009, 17:26

Ich würds an Deiner Stelle ruhig verkosten, aber sicherheitshalber NICHT runterschlucken. Den Mund ausspülen kann man immer noch, wenns den geringsten Zweifel offenlässt.
Bis es am Rohr blubbert, dauert bei 15 Liter freiem Luftraum natürlich länger, denn der Druck muss sich da erst aufbauen. Vielleicht gärt es also doch schon, aber Du siehst nur noch nichts?
Natürlich ist bei dieser Luftmenge die Gefahr einer umgekippten Gärung recht groß, zumal wenn man ohne Starter arbeitet. Aber tröste Dich: Selbst wenn man alles perfekt nach Lehrbuch macht, kann mal etwas schiefgehen. Das ist halt Natur.
Benutzeravatar
wurm
Gräfin / Graf
Gräfin / Graf
 
Beiträge: 540
Registriert: 04.05.2006, 09:04
Wohnort: Berlin, Prenzlauer Berg

Beitragvon Barde » 20.02.2009, 20:17

jepp; ich hab' auch shcon 2x 20 liter durch den ausguß entsorgt .... aber eher wegen ziemlcih essigartigem ergebnis nach der Gärung.

soweit zu experimenten mit den angeblich so tollen kunststoff-gärfässern :-)
scheint so, als ob ein bißchen licht durch's glas doch auch beitragen würde .. *g*
www.silberkram.de
www.brettchenweber-shop.de

Ein Hund sitzt neben dir, während du arbeitest - eine Katze sitzt auf deiner Arbeit!

Achtung - dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten!
Benutzeravatar
Barde
Händler aus Leidenschaft
Händler aus Leidenschaft
 
Beiträge: 1263
Registriert: 23.12.2005, 21:35
Wohnort: Bad Kreuznach

Zeit

Beitragvon schlosswalker » 20.02.2009, 21:54

Hallo Leute

Eigentlich braucht es so viel Zutaten für einen guten Met nicht. Vorallem das Mehl verstehe ich da momentan nicht. Aber ich bin auch nur Hobby Met-Macher und kenne nicht alle Rezepte.
Das es nicht blubbert, kannwie schon gesagt, an dem vielen Freiraum in der Flasche liegen. Bis sich da Druck aufgebaut hat das es blubbert, dauert. Bei mir waren es schon mal 4Wochen. Und der 50Liter Ballon war zu 3/4 voll.
Um rauszufinden ob es schon gärt, bzw ob sich deswegen schon Kohlensäure gebildet hat, das ganze einfach mal leicht schüttel. Wenn es dann blubbert und etwas schäumt ist es zumindestens schon am gären.
Dies kann eventuell auch das verteilen der Hefebakterien verbessern und die startgärung verschnellern.
Wenn Du sauber gearbeitet hast, mit sauberen Gefäßen, sauberen Händen und reinen Zutaten kann nur wenig wilde Hefe in die Gärung eingreifen. Bereits mit der Menge an Starthilfe hat man ja schon "gewollte" Bakterien in dem Gemisch die dann auch noch dominant sind. Ich denke das es deshalb eine Art der sauberen Vorgehensweise ist ob man sich wilde hefe einfängt. Das ist aber jetzt nur mal meine persönliche Meinung.
Sollte es trotzdem Essig werde, mal schauen ob Du damit noch einen leckeren Salat würzen kannst!?
Fazit, schütteln und schauen was passiert. Und noch etwas warten. Manche Dinge brauchen halt einfach zeit. Wein muß halt reifen ;-)

Grüße
Thomas
Wer sich nie verirrt, der entdeckt keine neuen Wege!!
schlosswalker
Dame / Ritter
Dame / Ritter
 
Beiträge: 103
Registriert: 18.08.2006, 00:00
Wohnort: Witten

Beitragvon Kattugla » 20.02.2009, 23:12

schlosswalker hat geschrieben:...Vorallem das Mehl verstehe ich da momentan nicht....

Das hat eine rein physikalische Funktion und nichts mit dem Geschmack zu tun.
Bei der Vergärung von Wein hast Du Maische und damit Schwebstoffe, ich wußte auch mal genauer, warum - es ist für die Gärung und die Bildung des CO2 wichtig. Ich guck mal, ob ichs noch finde.
Bei in Wasser gelöstem Honig schwebt da nix. Und je nach Ansatz ist es nötig, einige Schwebstoffe zuzufügen, damit die Hefe nicht ziellos durch den Ansatz schwimmt und schließlich faul am Boden liegenbleibt und zusammenpappt.
Alternativ geht auch mehrfach tägliches Rütteln am Ballon. Ich kenne auch Rezepte mit einem geriebenen Apfel im Ansatz (war auch der leckserste Met, den ich bislang getrunken hab) oder Apfel-Direktsaft.
Ob da jetzt noch Hefenährsalz und Milchsäure rein muss, ist sicher Ansichtssache. Auch deshalb bevorzuge ich die Variante mit dem geriebenen Apfel... ;-)

Zum schläfrigen Ansatz fallen mir auch nur die üblichen Variablen ein: Temperatur, Hefe, Ballonvolumen... hmm.
Oder der Vollmond als Ansatztermin... :wideeyed:
Bild"Verlasse dich nie auf das Bier eines gottesfürchtigen Volkes!" (Quark)
mein Wichtel-Fragebogen
Benutzeravatar
Kattugla
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 1480
Registriert: 15.02.2008, 16:13
Wohnort: im Taunus

Nächste

Zurück zu Trinken

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast