Gerichte mit Zutaten von Heute

Die Darstellung der mittelalterlichen Lagerküche. Wie geht's am besten ohne moderne Plastik und Ketchupflaschen?

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Gerichte mit Zutaten von Heute

Beitragvon blue » 28.12.2005, 22:45

Xiabeau Erstellt am 06.03.2005 - 17:17

Hallo,

ich weiss das hört sich so unromantisch und ziemlich harmoniezerstörend an dieses Wort - Supermarkt - aber was kann man denn so alles am Lagerfeuer kochen, mit modernen Zutaten aus dem Supermarkt?

Die Sache ist nämlich die: Es kann sein, das wir an einem Lagerwochenende nicht sehr viel Zeit zum kochen haben, da haufenweise andere Sachen anstehn wie: Umzug und Markteröffnung womöglich noch in Adel, Schaukampf, mittelalterliche Tänze wo der Veranstalter ein Finger drauf hat, das auch ja eine halbe Stunde getanzt wird, Marktgericht, nachdem zwei von uns KöchInnen regelmässig schmutziges Wasser übergekippt wird, die Schandgeige angelegt und die Klamotten zerrissen werden, das heisst waschen gehn und umziehn. Und abends beim Tavernenspiel noch Gute Laune vor der Bühne in Form von - wieder pausenlos - tanzen. Bleibt nicht viel Zeit

Fällt euch da was ein? Denn Käsespätzle, Eintopf (wobei auch nicht alle Gemüsesorten im Mittelalter bis 1492 verwendet werden dürfen und ich nicht alles essen darf: Kohl- und Hülsenfruchteallergie), Kraut und Nudeln, Fleischknöpfle und Sosse und Brot, Affenmäuler (Maultaschen) usw. fällt mir nicht mehr ein.

Liebe Grüsse, Xia





steffi241 Erstellt am 06.03.2005 - 22:15

Hallo,

ich habe 3 Kochbücher mit Mittelalterlichen Rezepten für sowas.

Jetzt habe ich eben mal darin geblättert. Wie wäre es mit Eierspeisen? Gehn schnell und schmecken! Oder aber Milchsuppen wahlweise mit Getreide oder Wildkräutern.

Sehr beliebt bei uns im Lager ist die "Wikipizza". Du machst dünne Fladen aus Teig, Quarkteig oder wenn du Zeit hast auch Hefe (muß ja gehen) und dann kann sich jeder rauflegen was er mag oder darf . Backen kann man diese Dinger hervorragend in den typischen Pfannen , diese ganz flachen mit langem Stiel ohne Rand.

Was fällt mir noch ein, mmh, Spinat kann man frisch kaufen und entweder als Blattspinat oder schnippeln und dann als Rahmspinat oder so zubereiten, is auch schnell fertig.

Trockenfisch is auch ne Möglichkeit, nur nicht jedermanns Sache .

So, jetzt hör ich mal auf, andere haben bestimmt auch noch gute Ideen, wenn du rezepte möchtest schick mir ne PM ich schicks Dir per E-Mail, denn die Rezepte aus den Büchern darf ich hier wohl nicht posten.
Das Rezept für die Wikipizza jedoch schon denke ich, werds mal raussuchen und hier hinschreiben.

Liebe Grüße, Steffi!




Big-Bonsai Erstellt am 08.03.2005 - 11:58

Hallo.

@steffi: an den Büchern wäre ich interssiert. kannst du evtl ISBN, Titel usw. im entsprechenden Tread angeben? Suche auch immer nach tollen Kochbüchern!

Grüßle


steffi241 Erstellt am 08.03.2005 - 16:11

Hi, selbstverständlich,

habs im Bücherthread geposted!

Liebe Grüße




steffi241 Erstellt am 09.03.2005 - 13:34

So, jetzt hab ichs, hier das Rezept für die "Wikipizza"!


Pfannenbrot

Zutaten für 8 Brote

450 g Roggenvollkornmehl
1 Teel. Salz
50 g Butter
20 g Hefe
275 ml lauwarmes Wasser
75 g Weizenkleie

Belag je nach Geschmack, Käse sollte jedoch nicht fehlen!

Zubereitung

Die Hefe mit etwas Wasser glatt rühren, das restliche Wasser hinzugeben und mit dem Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Weizenkleie nach und nach dazugeben.
Den Teig für ca. 5 Minuten gut durchkneten.
Dann den Teig in 8 ungefähr gleich große Stücke teilen und zu runden, ganz dünnen Fladen ausrollen.

Marktvariante: Pfanne fetten, den Fladen in die Pfanne geben und mehrfach mit dem Messer einstechen. Nun den Fladen unter mehrfachem Wenden in der Pfanne ausbacken. Das dauert, je nach Teigdicke, zwischen 5 bis 10 Minuten pro Brot. Nach dem ersten Anbacken den Belag auf eine Seite verteilen und weiter backen bis der Käse verschmolzen ist bzw. das Brot dunkelbraun gebacken ist.

Bitte beachten, der fertige Teig muß noch etwas gehen!



*mmmhhh Lecker* Krieg ich sofort hunger!!!

Grüße Steffi!




Rigana Erstellt am 09.03.2005 - 15:39

@Xia Ihr habt wirklich volles Programm auf dem Markt Müssen da wirklich alle bei allem mitmachen und das Lager alleine lassen?

Semmelknödel oder Serviettenknödel... entweder fix selber gerührt aus Knödelbrot, Ei, Milch, Gewürzen oder wirklich 100% Supermarkt.
Dazu geht fix eine Champignonpfanne (nach Wunsch mit Rauchfleischwürfelchen).

Eierspeisen hatten wir ja schon, dann Milchbreivarianten, Getreidegrützen...

Obst in roher oder gekochter Variante...
Käse, Schinken, kalter Braten etc. mit Brot

Ansonsten empfehle ich, einige Dinge bereits zuhause vorzubereiten bzw. vorbereitet zu kaufen, z.B. Hähnchen oder Fleisch vorkochen/-braten. Dann entfällt eine längere Garzeit.

@steffi *mjamm*

Liebe Grüße,
Rigana



Xiabeau Erstellt am 10.03.2005 - 13:59

ich kann Steffi keine PM schreiben.

@Rigana, nee, nicht alle, einer (!) darf im Lager bleiben und Lagerwache schieben , der Rest ist in Action. Auch wenn andere Gruppen vorne sind im Programm sind dann die anderen meist zum Absperren da, vor allem beim Schaukampf, denn es sind doch viele kleine Kinder allein (!!) unterwegs. Allein kann man das Lager nicht lassen, es gibt zuviele neugierige Tuoris, die einfach in die Privat-Zelte spazieren.

Aber erst habe ich mal Hunger auf ein Lageressen ...




Sabine Erstellt am 29.05.2005 - 17:30

Hallo Ihr Köche oder Hallo Ihr, die für das leibliche Wohl Verantwortlichen!

Will mal wieder hier ein Lagerfeuer anbrennen, da ich mir mal wieder den Kopf zerbreche: Was soll es nächste Woche geben (außer dem Altbekannten ). Habt Ihr eine neue Idee?

Vorletzte Woche gab es bei uns am hektischen Tag (wo alle irgendwie, irgendwo unterwegs waren und überall die Luft brannte) ein schnelles Essen:

Vorbereitete Rollbraten (zu Hause gemacht) und Heidelbeersauce! Dazu: Ein aus einer Backmischung (Aldi: Bauernbrot) selbstgebackenes Zwiebel-/Knofelbrot!

Hört sich komisch an, war aber total lecker!

Das Bauernbrot habe ich mit Brotgewürzen (Kümmel, Fenchel, Koriander, Anis, Majoran, Liebstöckel) und gerösteten Zwiebeln, Knoblauch und Speck vorher gebacken. Die Rollbraten sind auch zu Hause gar geworden (Sud habe ich eingefroren, gibt es vielleicht beim nächsten Markt als Verfeinerung im Gulasch, das gibt Würze ). Alles gut verpackt und mitgenommen.

Über dem Feuer habe ich dann massig Zwiebeln (es kamen immer mehr Besucher und ich bangte um die vorher berechnete Menge ), viele viele Möhren und eine Ingwerknolle (kleingeschnitten) zusammen mit 400 ml Heidelbeeren aus dem Glas geschmort. Dazu kam Gemüsebrühe (weiss nicht mehr wieviel Liter) und gute Sahne (400 ml) und ein guter Schuß Rotwein *hicks*.
Alles gut einköcheln lassen (ging toll, Holz war super trocken und abgelagert).
Abgeschmeckt wurde mit grob zermörsertem Salz und Pfeffer.

Total lecker und heiss zum kalten Braten........auf dem Kräuterbrot als Unterlage.........
So - was habt Ihr so in der Planung oder zum Start der Saison so gekocht?????

Viele liebe kochende Grüße (bei den Temperaturen )
Sabine

P.S. Das Pfannbrot hört sich auch gut an - vielleicht für den Sonntag, wo ein frühes Turnier ansteht und abends der Abbau.........*grübel*

[Dieser Beitrag wurde am 29.05.2005 - 17:31 von Sabine aktualisiert]




mel Erstellt am 15.06.2005 - 20:05

Hallo!

tja ein Konkretes gericht fällt mir gerade auch nicht ein, aber wir Hatten schon Öfter mal Eintopf gefroren mitgenommen und dann nur Warm gemacht wenn es schnell gehen soll....Klappt prima!



suse Erstellt am 15.06.2005 - 23:52

Hallo,
wir kochen immer ganz viel Getreide. Das bekommt man ganz gut im Ökoladen oder ganz günstig z.b. im türkischen Supermarkt. Morgens Hafer- oder Weizengrütze mit Honig, evtl. Milch, evtl. Zimt und Obst, mittags essen wir Brot und Käse und abend gibts dann wieder warm. Zum Beispiel Erbsbrei mit Honig und Petersilie (lässt sich gut im keramischen Kochtopf kochen), dazu denn Speck und Brot. Oder ein gekochtes Stück Rind in Scheiben mit getrocknetem Obst, Beilage Grütze, oder Huhn gekocht mit ner Soße aus Rahm und Backplaumen, Beilage Grütze, oder.... Festgestellt habe ich, daß man in diesem Rahmen oft Dinge mit Genuss essen kann, die einem im "normalen Leben" nicht auf den Teller kommen würden, Gekochtes Fleisch zum Beispiel oder Hafergrütze. Aber es schmeckt. Zutaten fine ich oft im Biomarkt (da sehen Möhren und andere Wurzelgemüse oft auch "mittelalterlicher" aus, weil sie schlicht nicht so riesig sind, wie aus dem normalen Handel). Ansonsten bietet z.b. ein türkischer, griechischer o.ä. Tante Emma Laden oder Süpermarkt ein reiches Sortiment an Getreideprodukten an, die verwendbar sind (und auch Fleisch ist dort oft günstiger).
Gruß suse




Beate Erstellt am 16.06.2005 - 06:53

Ich kaufe meist vor Ort ein (zum einem weil ich kein Auto habe, um alles mitzunehmen, zum anderen weil ich keine Kühlmöglichkeit habe) und da ärgere ich mich immmer, dass in kleinen Orten im Osten keinen türkischen Supermarkt finde. Da kriegt man nämlich alles in großen Mengen zu günstigen Preisen.
Im normalen Supermarkt gibt es bestenfalls Familiengrößen, und wenn man für 20 hungrige Wikis kocht, kommt das teuer. Zumal ganz normales "mittelalterliches" Gemüse meist unter Spezilitäten fallt. Ich mache ja Schauküche und da kann ich nicht einfach eine Dose aufmachen.

Übrigens: Getreide (Dinkel, Buchweizen etc.) gibt es auch bei Budnikowsky.


Ingo Erstellt am 16.06.2005 - 12:41

Budnikowsky? Heißt Euer Nachbar so?



Tjorven Erstellt am 16.06.2005 - 16:24

Bohneneintopf oder sowas mit Dicken Bohnen aus dem Glas geht auch schnell, das eingemachte Gemüse hat zwar nicht so den Schaukücheneffekt, aber ist auch im warmen Zelt gut zu lagern. Im letzten Jahr sind uns nämlich unsere Möhren am zweiten Tag fast entgegengekommen...

Ansonsten: zu Hause gebratene Hühnerfüße sind auch nett, Suppe (z.B. mit Gemüse und Getreide) kann man auch vorkochen und im Eimer mit Deckel mitnehmen.

@steffi241: Die Wikipizza werden wir auf jeden Fall ausprobieren! Für schnelles Pfannenbrot eignen sich übrigens fertige Brotbackmischungen auch sehr gut...



Rigana Erstellt am 16.06.2005 - 16:45

Hühnerfüße?!?! Ich hoffe, du meinst damit Hähnchenschenkel.

Hülsenfrüchte und find ich eigentlich immer praktisch, weil man sie auch trocken transportieren kann und sie nicht verderben.
Da wir aber fast immer nur zu zweit sind, gibts oft nur Brot und Käse, Räucherwurst, Schinken und Fruchtaufstrich. Dazu Äpfel/Birnen und manchmal auch Kuchen. Warmes Essen gönnen wir uns dann vom (Mittelalter-)Imbiss.

Liebe Grüße,
Rigana




Dachs Erstellt am 17.06.2005 - 09:17

In vielne russischen Supermärkten gibt es eine Fülle großartiger geeigneter Sachen.
Das Problem (kenne ich von früher, leider) ist oft, daß wirklich annäherd korrektes Futter oft verweigert wird. Möhren, Porree und Selerie ist im übrigen auch eigentlich voll daneben .....

Ein guter Tipp sind vielleicht schnöde Mettwürsten in der Suppe - allerdings etwas vorbehandelt. Dazu hängt man die Würstchen (die sich nicht berühren dürfen) luftig auf und wartet ca. 2 Monate. Das Ergebnis ist knüppelhart und unverderblich.
Getreideschrot und Hülenfrüchte zusammen mit diesen Würstchen kochen. Die Zutaten sind unschlagbar lagerfähig. Mit etwas Feta (gibts bei Aldi) und eine wenig Hecke hat man ein essbares Ergebnis.


Beate Erstellt am 21.06.2005 - 05:49

Ingo schrieb

Budnikowsky? Heißt Euer Nachbar so?


Nein
-> Budni http://www.budni.de/index.php/column_start

Dachs schrieb

In vielne russischen Supermärkten gibt es eine Fülle großartiger geeigneter Sachen.

Russischer Supermarkt? Muss ich mal gucken, habe doch einen um die Ecke.

Dachs schrieb

Das Problem (kenne ich von früher, leider) ist oft, daß wirklich annäherd korrektes Futter oft verweigert wird.


Damit habe ich kein Problem, die Wikinger fressen fast alles, Hauptsache es viel und Knoblauch drin.

Dachs schrieb

Möhren, Porree und Selerie ist im übrigen auch eigentlich voll daneben .....


Kohlrabi und Blumenkohl wohl auch.
Bleibt leider nur sehr wenig übrig. Da ich die verderblichen Sachen frisch vor Ort einkaufen muss, ist das ein ziemliches Problem. Die Auswahl ist doch besonders in kleinen Dörfern besch....
Und um die Bauern abzuklappern fehlt mir dort einfach die Zeit.

Dachs schrieb

Ein guter Tipp sind vielleicht schnöde Mettwürsten in der Suppe - allerdings etwas vorbehandelt.


Wie ist das mit der Authentizität von Mettwürsten? Ich hatte welche in den Bohneneintopf getan und dann gab es erst mal eine Diskussion, ob es im 9. Jhd. schon Würste gab.



Tjorven Erstellt am 21.06.2005 - 08:47

Das mit den Würsten würde mich auch mal interessieren!

Ab wann gab´s wohl sowas? Eigentlich liegt es ja auf der Hand, wenn man möglichst viel vom geschlachteten Tier verwenden möchte, die "Reste" auf diese Art und Weise zu verarbeiten - hm, aber kann man Würste irgendwie nachweisen ohne irgendwelche Abbildungen oder vielleicht Schriftquellen?!




Ingo Erstellt am 21.06.2005 - 09:02

Dazu hier Informationen:

http://www.wissen.lauftext.de/der-mensc ... urst_.html
http://www.meica.de/alles-um-die-wurst/alles-wurst.jsp
http://www.mittgard.de/archiv/wurst.html

Naja, so wirklich ergiebig ist das nicht und brauchbare Quellen auch nicht, ach ist doch eigentlich Wurst, oder ?!

Ingo, der Vegetarierer



Rigana Erstellt am 21.06.2005 - 09:33

Bei den Römern gabs die sogenannten "Lukanischen Würste". Sie wurden durch Räuchern haltbar gemacht.
Hier mal ein Rezept von Apicius (1.Jh. n.Chr.): lucanicae
http://www.roemerkueche.de/rezepte/haup ... #lucanicae

Liebe Grüße,
Rigana




Dachs Erstellt am 21.06.2005 - 16:40

Hallo,
es gab Wurst, sehr viele Sorten sogar. Leider sind die Angaben die ich habe noch nicht publiziert, deshalb muß ich leider die Quelle schuldig bleiben.

Aber für die Wurtsiedlung Feddersen Wiede (siehe Studien zur Sachsenforschung) wurde ein Holzstäbchen zum Wurstzusammen halten gefunden. (Solche Kugelwurst im Magen wie Pfälzer Saumagen, natürlich OHNE Kartoffeln)




Rigana Erstellt am 21.06.2005 - 17:03

Das hätte dann evtl. was von Haggis. Das schottische Nationalgericht im Schafsdarm kommt mit Graupen und diversen Innereien daher...

Schmeckt übrigens besser als es klingt *g*

Liebe Grüße,
Rigana




Beate Erstellt am 18.07.2005 - 21:24

Beate schrieb

Dachs schrieb

Möhren, Porree und Selerie ist im übrigen auch eigentlich voll daneben .....


Kohlrabi und Blumenkohl wohl auch.
Bleibt leider nur sehr wenig übrig.


Je mehr ich herausfinde, desto größer wird das Problem.
Krieg mal Pastinaken oder andere "vergessene Gemüse". Wenn man sowas tatsächlich mal kaufen kann, dann zu Spezilitätenpreisen , damit kann ich leider keine große Gruppe preiswert ernähren.



suse Erstellt am 18.07.2005 - 22:12

Also im Gegensatz zu Sylvia (Grüße übrigens) nehm ich sehr wohl Möhren. Die kauf ich aber im Bio-Supermarkt (jaja, sowas gibts hier in Berlin) da sind sie kleiner ;o). Das Problem mit Mohrrüben ist ja nicht, daß es keine orangenen gab, sondern, daß Mühren nicht grundsätzlich orange waren, weil es erst in der Neuzeit möglich war, diese eine Form sicher zu züchten. Mangels Alternative nehm ich halt moderne Möhren...., Kohl ist auch sehr geeignet (im Bio-Laden sind dann auch wieder kleinere "Look-alike-Kohlköpfe" zu bekommen. Mangold geht z.B. auch gut und ansonsten einfach Erbsen, Linsen, Bohnen (hier Vorsicht mit den Sorten). Ist halt immer schwierig, im Sommer so Kram zu bekommen, Pastinaken beispielsweise gibt es eher im Spätsommer/Herbst und Winter.
gruß suse
(die am Wochenende übrigens gekochtes Rind mit süßem Erbspüree hatte)




david Erstellt am 19.07.2005 - 11:29

Hallo,

im Codex des Dioskorides (um 60 n. Chr.) ist eine wünderschöne farbige Abbildung einer Möhre. Das Teil ist ziemlich orange und sieht den heutigen Sorten recht ähnlich. Eine farbige Kopie des Werkes gibt es aus dem frühen 6.Jhd. aus Konstantinopel.
Das Bild liegt mir vor, und wenn ich mal Lust habe, stell ichs hier mal rein.

David



Beate Erstellt am 19.07.2005 - 16:13

Boah! Jetzt brauche ich nur noch einen Beleg für Skandinavien, 9. Jhd....

Ich war bisher auf den Informationsstand, dass Möhren ihre orange Farbe erst im 17. Jhd. angezüchtet bekamen.

Das ist nun aber schon ein Thema für einen neuen Thread: ab wann gab es welche Lebensmittel?


suse Erstellt am 19.07.2005 - 21:08

Hallo Beate,
wie schon ausgeführt - orange gezüchtete (also grundsätzlich orangene) Möhren gibt es erst sehr spät, aber sowohl aus bildlichen, als auch aus textlichen Quellen wissen wir, daß Mohrrüben auch davor durchaus orange sein konnten.
Fein das, oder?
Gruß suse

[Dieser Beitrag wurde am 24.08.2005 - 20:30 von suse aktualisiert]
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