Strohzielscheibe

Was man sonst noch so alles braucht ...

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Beitragvon Lex » 16.08.2012, 14:21

Okay, die Punkt und Kommasetzung war nicht grad einbahnfrei :)

Sollte heßen: Was für ein Garn sollte ich da nehmen? Wie ich oben geschrieben habe, dachte ich an nen 2mm dünnes Hanfseil.

Gut dann werd ich das nehmen.
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Beitragvon Katharina di Mauro » 29.08.2012, 06:52

Und, hat's geklappt?

Uns wurde beim Kauf schon von regulären Strohscheiben (als nicht haltbar) abgeraten. Jetzt frage ich mich: wenn man die von Hand wickelt und vor allem näht:
fliegen da die Pfeile nicht durch (vor allem an den Stellen, an denen Wulst an Wulst genäht ist), weil das Material da doch recht dünn ist?
Und die 50 Pfund Langbogen sind halt nicht 25 Pfund Mädchenbogen!
Liebe Grüße,
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Beitragvon Silvia » 29.08.2012, 08:23

Ich habe noch keine Zielscheibe gemacht, aber schon mal einen Korb aus Strohähnlichem Gras genäht.
Es kommt halt immer darauf an,wie dick und stabl man arbeitet, evtl setzt man ja auch zwei bis mehrere Scheiben hintereinander,also arbeitet in Schichten.
Googel mal nach Binenenkörben. Da ich mit dem Thema durch bin, hab ich auch die links nicht mehr parat.
Man formt eine Strohwurst und schiebt die durch ein Stück abgeschnittenes Kuhhorn, so wie durch eine Art Trichter.Dadurch wird das Stroh wunderbar fest zusammen gedrückt,man arbeitet sich Stück für Stück durch, indem man eine Endloswurst formt und immer das Stück das gerade aus dem Horn kommt, annäht.
Deine Schnur wird reißfester,wenn Du sie mehrmals über einen Klotz Bienenwachs ziehst.

Die Bienenkörbe aus Stroh werden heute mit Raffiabast genäht, wenns historisch sein soll, mit gespaltenen Brombeerruten, So hat mir das ein alter Herr, der solche Körbe noch machen kann, erzählt.
Raffiabast gibt es in den Floristikecken der Gartencenter als Knäuel,und soll, wenn man es zu einer Schnur dreht, Lindenbast sehr ähnlich sein.
Tip von der Floristin,mach den Bast naß,ne halbe Stunde einweichen, so hat man Sträuße gebunden bevor es den grünen Kunstbast gab.
Silvia
 

Beitragvon Jara » 31.08.2012, 15:59

Also ich glaube nicht, dass du dein Stroh so fest gebunden bekommst, dass die Pfeile nicht durchfliegen. Wir benutzen im Verein u.a. in einen Blechreif gepresstes Stroh. Das ist mind. 20 cm dick und mit der Zeit fliegen da selbst die Pfeile vom "Mädchenbogen" durch.
Du solltest also darauf achten, dass du auf jeden Fall einen guten Pfeilfang dahinter hast, z.B. Wand, Erdhügel, feste Scheibe oder auch ein profesionelles Pfeilfangnetz. Das auch schon zur Sicherheit bei vorbeifliegenden Pfeilen nötig, was ja jedem mal passieren kann :wacky:
Die Sicherheit würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein abgeprallter Pfeil, ein depperter Fußgänger der quer Feld ein geht und du wirst deines Lebens nicht mehr froh.
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Beitragvon Gladwyn » 06.09.2012, 06:46

ein bogenbauer gab mir noch nen tip für eine zielscheibe, aber die ist nicht unbedingt lagertauglich :biggrin: einen sack aus gewebeplane, gefüllt mit gewebeplanestückchen. er sagt das wäre die beste "zielscheibe" die es gibt. die pfeile fliegen nicht durch und lassen sich gut entfernen. außer man nimmt welche mit hakenspitze. :biggrin:
mit der sicherheit an sich gebe ich den vorrednern fest. ein fehlgeleiteter pfeil kann bös ins auge gehen.
(Silvia: den nehm ich heute noch lieber als den grünen kunstbast!)
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Beitragvon Katharina di Mauro » 06.09.2012, 06:51

diese "Zielsäcke" habe ich in Shops auch schon gesehen.
Wenn man so einen dann in einen alten Sack mit aufgemalter Zielscheibe reinpackt, sieht es doch schon wieder recht mittelalterlich aus, oder?
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Beitragvon Gladwyn » 06.09.2012, 14:01

:wideeyed: jaaaaaaaa! die idee ist klasse!
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Beitragvon Lex » 27.09.2012, 11:25

So dann meld ich mich auch mal wieder zu Wort und erzähle euch von meiner bisherigen Erfahrung:

Ich hab einige Fehler gemacht...zum einen war das Stroh vom Bauern viel zu kurz gehäckselt. Nächstes mal muss ich dann versuchen das Stroh selber abzuschneiden! (Muss ich wohl oder übel ein Jahr warten) Sonst wird das wieder nichts. Bei mir ist das Problem aufgetreten, dass ich das Stroh zwar relativ dicht zusammenpacken konnte. Allerdings nicht wirklich so das es an jeder Stelle gleich dick wurde. Das machte sich bemerkbar als ich die "Wurst" zum Ring drehen wollte. Dabei entstanden in der Scheibe zwischen der "Wurst" lücken, die wenn der Pfeil dadrauf trifft durchrutschen würden. (Trotz das ich die Lücken versucht habe mit Seil habe zuzubinden) Am Ende war die Zielschebe wohl eher ein Donut...denn in der Mitte ist durchs binden der Zielscheibe ein Loch entstanden das ich nicht füllen konnte...!

Mit dem Horn ist das ne super Sache! Da bin ich nicht drauf gekommen. Es erinnert mich ein bisschen an einen Weinachtsbaun der in so ein Netz gepackt wird...da wird er ja auch durch so nen Metallring gesteckt der die Äste zusammenpackt und dann direkt nen netz drum ist.

Ach und zum Garn, das 2mm Hanfseil hat dicke gehalten!
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