Zeltgestänge

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Zeltgestänge

Beitragvon Beate » 20.03.2005, 16:09

Wie ich schon mal erwähnt habe, muss ich ja meine Ausrüstung per Bahn transportieren. Hauptproblem sind nun die sperrigen Zeltstangen. Nun könnte ich mir zwar vor Ort ein paar Stangen schlagen, aber diese Möglichkeit wird es nicht immer geben.

Nun habe ich mir gedacht, die Stangen zu teilen, damit sie nicht mehr so lang sind. Aber wie mache ich nun am besten einen haltbare Steckverbindung?
Beate
 

Beitragvon Hîdril » 20.03.2005, 20:15

BEate, was sind denn das für Stangen? So richtige in der Art eines Besenstiels (doofer Vergleich, ich weiß). Dann könntest du auf die eine SEite der STange ein STück Rohr schieben und dort festschrauben und zwar so, dass es etwa zur Hälfte oben übersteht. Da hinein käme dann der zweite Teil der STange. Ist bestimmt nicht "A", aber praktikabel und transportabel.
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Beitragvon Beate » 21.03.2005, 04:38

Hidril schrieb
So richtige in der Art eines Besenstiels

Ja, was anderes bleibt mir wohl nicht übrig. Das Zelt ist sowieso nicht "A". Mein Schwachpunkt in der Darstellung, aber ich kann es z. Zt. leider nicht ändern.

Das mit dem Rohrstück habe ich auch schon überlegt, aber wenn du ein paar mal die Schrauben rein- und rausgedreht hast, hält die Verbindung nicht mehr.

Als Vorlage dient mir ein Bauplan für ein Saxon Geteld, nur eben viel kleiner und die Zeltbahn ohne den Tunnel für die Firststange.
Beate
 

Beitragvon Hîdril » 24.03.2005, 20:10

Nee, Beate, die Hülsen bleiben an der einen Stange dran. Da muss nichts ab- und angeschraubt werden. Bei modernen Zeltgestänge aus Alu oder Stahl ist die eine Seite der Stange verjüngt, so dass sie in die andere Stange, die normalen Durchmesser hat, reinpasst. Bei Holz kannst du das ja nicht unbedingt machen, also erweiterst du die eine Stange sozusagen mit dem Rohrstück, damit die andere Stange da reinpasst. Und damit das Rohrstück auch da bleibt, wo es hin soll, schraubst du es einfach fest. Nur einmal, aber das für immer
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Beitragvon Beate » 25.03.2005, 06:44

Soweit war mir das schon klar. Aber rutscht das andere Ende (also die andere Hälfte der Stange) nicht raus? Ich meine nämlich, das die auch festgeschraubt werden muss, und die Schraube müsste man ja immer wieder lösen beim Abbau des Zeltes.

Man, man, man... ich bin höchst unzufrieden mit dieser Konstruktion. Ich hätte lieber ein richtiges Zelt und nicht nur `ne Plane übern Kopf. Aber ich kann ja kaum dieses Teil schleppen, da kann ich von einem richtigen Zelt nur träumen. *seufz*

[Dieser Beitrag wurde am 25.03.2005 - 07:45 von Beate aktualisiert]
Beate
 

Beitragvon Melnibone » 25.03.2005, 07:52

Na wenn ich da an viel früher denke ....

Das mit dem Zelt ist so oder so immer eine schwierige Sache.
Vieles von dem was zur Zeit der Römer und auch später so als Zelte oder Unterstände benutzt wurden ist zum grössten Teil beim heutigen Millitär übernommen worden.

Jetzt liegt es an Dir wie originalgetreu Du das jetzt übernehmen willst!

Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Im allgemeinen wurde nur die Plane transportiert, die dann auch als Mantel getragen wurde. Hierbei
hatten die Römer und auch die Normannen sogenannte Haifischflossen. Das ist im Prinzip nichts anderes als ein Plane (Mantel) die mit einer Stange (gehen wir mal wieder in den Wald) gehalten wird. Diese wurde an der vorderen Seite für den Eingang benutzt, in dem man sie in den Boden getrieben hat und darüber die Plane (Mantel) legte. Jetzt wurden die Seiten rechts und links von der Stange an Boden befestigt. Das andere Ende wurde dann ebenso am Boden befestigt, so das man wenn man es von der Seite betrachte, ein Dreieck hat. So hatte man nicht viel zu Tragen.

Diese Art des Zeltes ist für ein Person. Durch Hinzufügen einer Zweiten Plane (Mantel) hatten dann zwei Platz.

Dieses anander Reihen von Planen oder Planen Stücke kann man auch heute noch bei den Aufbau von Kurten sehen. Hier wurden auch die Stangen unterteilt, wobei ein Rohrstück diese dann zusammen gehalten hat.

Das mit dem Rohrstück (oder auch Vierkant- Vierkanthölzer) ist eigendlich ganz einfach. Das Rohrstück hat den selben Aussendurchmesser wie die Stange. Der Halt wird damit erreicht das die Stange am oberen Ende wo das Rohr zur Hälfte raufgesteckt wird runtergearbeitet wird. Nicht Konisch, sonder so das das Holz gezapft wird. Das sieht dann so aus als hätte man zwei Stangen mit unterschiedlichem Durchmesser. (Geht genauso auch bei Vierkant)
Der Durchmesser des gezapften Seite entsprich dann etwa dem Innendurchmesser der Rohres, sollte aber ein bischen kleiner sein damit man locker das Rohr aufstecken kann. Wenn man das auf beiden Seiten mach ....

Jetzt werden einige wieder sagen das rutscht ja raus .... Nein, wenn die Plane raufgelagt wird, drückt diese die Stangen dann zusammen.

Dieser Art kann man das auch mit zusammengeschweisten Eckstücken (sieht dann aus wie eine Ecke) machen, so bekommt man einiges aufgebauen.

Der grosse Vorteil dieser Konstruktion das Holz wird durch Schrauben nicht beschädigt und es hält länger.

Mittelalterlich gesehen kann man auch nur durch Holz mit Zapfen und Locher usw. auch einiges hinbekommen. Erfordert aber etwas mehr handwerkliches Geschick.

Ich hoffe ich konnte helfen.

[Dieser Beitrag wurde am 25.03.2005 - 08:53 von Melnibone aktualisiert]
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Beitragvon Beate » 25.03.2005, 08:14

Danke! Ich werde es einfach mal ausprobieren. Liegen ja noch einige ausrangierte Gardinenstangen in der Garage, die kann ich erstmal zum Testen nehmen. *g*

[Dieser Beitrag wurde am 25.03.2005 - 09:15 von Beate aktualisiert]
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Beitragvon Melnibone » 25.03.2005, 08:24

@Beate: Wie ausrangierte Gardinenstangen?

Denke dran die Materialstärke muß die Plane aber auch tragen können.
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Beitragvon Beate » 25.03.2005, 10:21

Na, so Holzstangen , ca, 3 cm Durchmesser. Das Zelt wird eh winzig, nur ca. 1,40 hoch, 2 m lang und 1,40 breit. Und leider nur Baumwollköper , aaaber ich stecke jetzt nicht viel Geld in das Provisorium und kauf teures und schweres Leinen.

Ich hoffe ja immer noch, dass ich mal jemanden mit Auto finde, mit dem ich mich zusammentun kann. Da würde ich auch das Zelt (ein richtiges!) stellen. Im Moment habe ich da aber wenig Hoffnung.

[Dieser Beitrag wurde am 25.03.2005 - 11:25 von Beate aktualisiert]
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Beitragvon Andarah » 07.11.2005, 13:08

Also ich hätte da spontan die Idee einfach mit einer Art Steckverbindung zu arbeiten und diese dann durch Holzsplinte zu befestigen
Nicht der Glaube, sondern die Vernunft sollte Richter sein über alles im Menschen!
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