Pax et gaudium-Artikel

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Pax et gaudium-Artikel

Beitragvon Xia » 30.12.2005, 12:11

Tjorven
Erstellt am 26.07.2005 - 19:18

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In der aktuellen Ausgabe der Pax et Gaudium gibt´s einen Artikel über Brettchenweben - hab´ ihn aber noch nicht gelesen...


Rigana
Erstellt am 28.07.2005 - 18:43

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Hab ihn gelesen bzw. überflogen
Wenn ich mich nicht irre, handelt es sich um die Vorabveröffentlichung von unserem Dachs

Liebe Grüße,
Rigana


Dachs
Erstellt am 29.07.2005 - 09:16

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Ähm, ja, ähmmmm
Ich hoffe der Artikel gefällt Dir.
Ich bin schon sehr auf Reaktionen gespannt



Flinkhand
Erstellt am 29.07.2005 - 12:11

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Ich bekomme den Artikel demnächst von Dietmar und bin auch schon ganz gespannt!


Rigana
Erstellt am 18.08.2005 - 16:03

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Sooo... Artikel ist längst gelesen und nu meine Meinung.

Erstmal vorab: ein Kauf der Pax et Gaudium deswegen lohnt sich auf jeden Fall, denn in insgesamt vier reich bebilderten Seiten findet sich mehr Information als in manch anderen "archäologischen" Brettchenwebbüchern. Hinzu kommen noch die anderen interessanten Themen und Termine in der Zeitschrift Besonders glücklich werden die WeberInnen, die sich bei Mustern nicht auf eine bestimmte Zeit festgelegt haben bzw. sich besonders für die Vor- und Frühgeschichte interessieren - mittelalterliche Bänder bleiben außen vor, lediglich eisenzeitliche Gewebe werden vorgestellt.

Für eingefleischte Weber wird erst einmal nichts neues erzählt, aber der Abriss über die Wiederentdeckung der Brettchenweberei und ihre Verwendung im musealen Bereich ist sehr informativ.
Interessant finde ich die These von der Verwendung einzelner Brettchen zum Schnüre-Drehen.
Die Bilder sind einfach fantastisch und zeigen endlich mal richtig die wirkliche Farbenpracht und Vielfalt eisenzeitlicher Bänder (und Stoffe) und auch eine wirklich schöne und plausible Szenerie einer webenden Frau. Bei dem Grundprinzip der Brettchenweberei wird sich auf das Nötigste beschränkt nebst einer - unglücklicherweise ziemlich weit nach hinten in den Artikel gerutschten - Schemazeichnung. Geringe Grundkenntnisse über das Beziehen und Weben der Brettchen werden für das Nacharbeiten vorausgesetzt, sind aber auch für das Verständnis des Textes nicht wichtig, sondern nur beim Nacharbeiten der zwei beigefügten Webbriefe.

Womit wir beim nächsten Thema wären - die Webbriefe:
Es ist fantastisch, dass bei den Webbriefen wirklich auf korrekte Muster zurückgegriffen wurde, ohne es hochkompliziert wirken zu lassen. Die beiden Muster lassen sich wirklich auch von WeberInnen mit wenig Erfahrung nachweben.
Ein Manko hat allerdings der Webbrief des Brettchengewebes aus Hallstatt: wie aus dem Foto links vom Brief ersichtlich, sind beiderseits des Musters nicht gleich viele Randbrettchen. Dies wurde im Webbrief nicht berücksichtigt
Etwas verwirrend wird es bei der Bezeichnung der Brettchenstellung bei den Webbriefen. Es wird mit der Bezeichnung links und rechts gearbeitet, die man in vielerlei Hinsicht deuten kann. Allerdings hätte eine komplette Erläuterung von S und Z den Rahmen und die Intention des Artikels gesprengt.

Der Anblick des Fotos auf der ersten Seite sowie die Literaturangaben zeigen, dass zu dem Thema noch lange nicht alles gesagt wurde und dass man mit Spannung die endgültige Veröffentlichung erwarten kann

Liebe Grüße,
Rigana



uschia
Erstellt am 18.08.2005 - 19:56

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hi,
ist das in der Nummer 19??
lg
uschi



Tjorven

Erstellt am 18.08.2005 - 20:41

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Hi Uschi,

nö, Nummer 20!



Dachs
Erstellt am 19.08.2005 - 15:04

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Ich bezeichne mit rechts und links als Stellung der Brettchen zum Weber. Da es zwei S-Z Definitionen gibt, die sich mir beide nicht vollständig erschließen, bin ich bei dieser Variante geblieben. Genau beschrieben übrigens in dem kleinen Heft "Brettchenweben" von Karl Schlabow.

Was die Webebriefe angeht, gelobe ich Besserung für die nächsten Artikel

Also wenn alles gut geht kommen auch die Freunde späterer Zeitstellung noch dran



uschia
Erstellt am 24.08.2005 - 08:46

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Hi,
Dachs ist DIE Sylvia??? ---> mir bei Recherchen schon oft in Wort und Bild an verschiedenen Stellen im Netz begegnet

Riganas Meinung kann ich nur zustimmen und kaum was hinzufügen...

nur eins:
das mit dem Schnüre-drehen mit Hilfe des Mühlchens versteh ich in einem Punkt nicht:
der "Knoten" müßte ja auch irgendwie befestigt werden - und zwar frei mitdrehend! - damit das Band hinter den Brettchen sich nicht auch verdreht

ich wollte das nämlich mal ausprobieren als Alternative zum Kordeln, die gedankliche Vorbereitung hat sich aber an der Befestigung dieses Knotens "aufgehangen"

lg
uschi



Rigana
Erstellt am 24.08.2005 - 11:31

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Hm... wenn der Knoten von dir selbst festgehalten wird und das zu verschnürende Ende festgemacht ist, dürfte das eigentlich funktionieren. Die Verdrehung am eigenen Ende kann man doch entwursteln.

Ich hab übrigens klitzekleine (Druck-)fehler im ersten Webbrief entdeckt, die aber auf das Gewebte keinen Einfluss haben. Die Drehrichtungen sind korrekt.

Liebe Grüße,
Rigana



Dachs
Erstellt am 24.08.2005 - 12:53
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Danke Uschia, !
Die Veranstaltung in Wolin muße ich leider Mangels Urlaub absagen, das war leider schon im Jahr davor so. Vielleicht sieht man sich auch mal "real" sozusagen .....

Hast Du schon was fertig gewebt, Rigana? *Bilder sehen will*



uschia
Erstellt am 25.08.2005 - 11:06
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hm - auch falls ich nerve:

hab das mit dem Mühlchen grad ausprobiert-->

-um Drehen zu können, hab ich das Brettchen bis an den Knoten gezogen und das andere Ende an einem Haken eingehangen
-hab dann gedreht, bis das Brettchen "voll unter Spannung" war (machte sich bescheidener, als wenn ich nen Holzstäbchen statt Brettchen genommen hätte...)
-damit das Ganze nicht wieder auftrieselt, mußte ich wie beim Kordeln einmal von der Mitte aus zusammen drehen
Ergebnis:
ne ganz normale Kordel
Sollte das so sein? wenn Nein, wo liegt dann mein Fehler??

lg
uschi





Rigana

Erstellt am 25.08.2005 - 11:16

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Ich glaub, so solls sein

Mit einem Mühlchen machst du halt direkt eine Kordel mit vier Fäden. Sind die verschiedenfarbig, wirds halt eine besonders farbenfrohe Kordel.
Collingwood beschreibt noch eine Variante, bei der ein Faden (sowohl beim Weben als auch beim Kordel drehen) durch ein Mittelloch im Vierlochbrettchen läuft. Beim drehen wickeln sich dann die vier Fäden aus den Außenlöchern um den Mittelfaden.

Liebe Grüße,
Rigana




uschia

Erstellt am 25.08.2005 - 11:30
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damit ist die Frage, obs im MA Kordeln gab, wohl eindeutig geklärt

auch mit Mittelfaden kommt man um das Zusammenschlagen nicht herum - zumindest ich nicht...

lg
uschi

[mod="Rigana"] Hab mal ein paar hundert Leerzeilen rausgelöscht, damit das hier kompakter wird. LG Rigana[/mod]
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Beitragvon steffi241 » 10.02.2006, 18:14

Pax Nr. 22

Ein Artikel von Frau Dachs :-), eigentlich über Prachtmäntel (zw. römischer Kaiserzeit und Völkerwanderung), aber mit Erklärungen über die angewebten Brettchenborten, oder nachträglich angebrachte Borten.

Off Topic:

Ebenso ein sehr interessanter Artikel über Samitweberei (Ulrichstoff).

:-( aber ich bin leider weder ein Textilingenieur, noch habe ich 10.000 € zuviel für so einen tollen Stoff, der auch noch "a" wäre! *heul, schluchz*
Liebe Grüße, Steffi

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Beitragvon Dachs » 11.02.2006, 08:34

Das ganze gibt es noch ausführlicher auf der www.folgari.de.
Falls technische Fragen sind gerne an mich :blush:
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Beitragvon steffi241 » 03.11.2006, 17:06

Huhu,
es gibt mal wieder einen Artikel von Frau Dachs in der neuen Pax zum Thema:
"Brettchenweben der Wikingerzeit"

Hier gibts eine Leseprobe :-)
Liebe Grüße, Steffi

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Beitragvon Sonja » 12.06.2008, 16:43

wie aus dem Foto links vom Brief ersichtlich, sind beiderseits des Musters nicht gleich viele Randbrettchen


Hallo, ich muss das mal rauskramen ;-) Ich will das Muster nämlich jetzt auch mal anfangen, aber: wiele Randbrettchen sinds denn jetzt?

Viele Grüße
Sonja
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Beitragvon Rigana » 12.06.2008, 19:24

Hast du die Pax greifbar? Am Foto kann man das ganz gut abzählen. Ich muss mal schauen, wo ich die Literatur dazu vergraben hab, denn aus dem Stehgreif kann ich es nicht sagen.

Liebe Grüße
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Beitragvon Sonja » 13.06.2008, 15:42

Ja, das Foto hab ich.... ich würd jetzt mal schätzen, auf einer Seite 2 und auf der anderen Seite 4 Brettchen. Aber stimmt das?

Beim nächsten Werkeltreffen müssen wir mal einen Kurs machen "Muster lesen einfach gemacht" oder sowas.... :-)
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Beitragvon Dachs » 20.12.2008, 23:50

http://home.arcor.de/crumbach/rekonstru ... gerin.html

Wo es die Pax schon nicht mehr gibt ... hier noch mal ein Nachtrag on-line.

Bitte scheut Euch nicht mich anzuschreiben.......
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Beitragvon Tjorven » 21.12.2008, 09:38

Wow, und das auf nüchternen Magen - diese Farben sind ja toll!
Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen. J.R.R. Tolkien
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Beitragvon Liekendeelerdeern » 21.12.2008, 11:47

Dachs hat geschrieben: http://home.arcor.de/crumbach/rekonstru ... gerin.html

Wo es die Pax schon nicht mehr gibt ... hier noch mal ein Nachtrag on-line.

Bitte scheut Euch nicht mich anzuschreiben.......


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:gruebel: Mach' doch aus den Exel-Webbriefen eine PDF-Datei bei dir auf der HP.... wäre meine Idee dazu ;-)
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