Flicken, Gewand (Mönchshabit) oder Stoff ausbessern

Hier geht es um die einzelnen Stiche und um Sticktechniken (Blackwork, Weißstickerei, Anlegetechnik etc.)

Moderator: Moderatoren

Beitragvon Stickfee » 04.09.2011, 15:57

@Carola:
Schön, dass du meine Idee aufgregriffen hast, ich finde auch einen Stopf in Leinwandbindung am haltbarsten und nicht so auffällig wie Überwendlingsstiche.

@bettelmönch:
Siehst du, hab ich doch gleich vorgeschlagen, oben im sampler findest du solch einen Stopfen.
Den mußt du natürlich in braun machen ;-) ...
Als Wollgarn könnte ich die Crewelwool von the Appletons empfehlen, ist eine feine englische Stickwolle, mit der sich gut stopfen läßt....wenn du dir deine Wolle nicht selber spinnen willst... :biggrin:

Dann hab ich noch einen Tipp:
Es gibt ein sehr gutes Buch von Therese de Dillmont.
Es heißt Enzyklopädie der Handarbeiten, dort sind alle Arten von Stopfen sehr gut erklärt, falls du Lust am Handstopfen finden solltest... :biggrin:
Stickfee
 

Beitragvon Stickfee » 04.09.2011, 15:59

nochmal @ bettelmönch:
...oben LINKS im sampler, ....hab ich vergessen dabei zu sagen :wacky:
Stickfee
 

Re: Flicken, Gewand (Mönchshabit) oder Stoff ausbessern

Beitragvon Silvia » 04.09.2011, 16:23

Bettelmönch hat geschrieben:Ich hab mal wieder mein Habit ausgegraben und da ist doch glatt ein Loch (Riss) drin.
Kann mir jemand helfen oder sagen wie man im 13 Jhd. gestopft oder drüber gestickt hat?
Welche Technik wäre empfehlenswert?


@Bettelmönch,ob die Kutte nun echt ist oder nicht,ist doch Schnuppe, Du wolltest wissen wie um diese Zeit geflickt wurde. Auf dem Weg in den Garten wollte ich Dir einfach schnell helfen, der von mir gepostete link war das erste Bildchen das ich dazu fand.
Allerdings hatte ich statt drüber gestickt, geflickt gelesen.

@ Stickfee, guck bitte mal in den von mir zitierten Anfangspost. :dizzy:
Um 1300 war nix mit brauner Stickwolle. Carola muß nix von Dir aufgreifen , was seit Jahrhunderten schon so gemacht wurde.
Silvia
 

Beitragvon Stickfee » 04.09.2011, 17:25

@Silvia:
Klar im Vorteil ist der der aufmerksam liest...ich hatte extra noch angehangen,Zitat"...wenn du Dir deine Wolle nicht selber spinnen willst...
mit der Stickwolle soll lediglich eine Erleichterung erziehlt werden, wenn nicht selber gesponnen wird, soviel dazu!

Und zum "Aufgreifen":
Ich hatte zwei Beiträge vor Carola bereits auf das Stopfen hingewiesen...
soviel hierzu, das Aufgreifen bezog sich also auf die hier gemachten Beiträge im Forum, nicht auf die Jahrhhunderte in deren gestopft wurde...
außerdem habe ich von richtigen Handstopfen gesprochen, nicht von "einfach mit Überwendlichstichen ein Stück Stoff aufgesetzt und aufgenäht"...Zitat von deiner Anfangspost.
Stickfee
 

Beitragvon Carola » 04.09.2011, 19:28

Danke Silvia.
Sorry, Stickfee, ich habe nix von Dir aufgegriffen, sondern die Bemerkung von Sandra. Bei einem größeren Loch hätte ich, genau wie Silvia empfohlen, einen Flicken drauf zu setzen.

So, wie in dem Buch von Dillmont beschrieben, wurde im 13. Jahrhundert übrigens nicht gearbeitet, d.h. die meisten der von ihr beschriebenen Techniken fanden keine Anwendung. Überhaupt sollte man vorsichtig sein, Lösungen anderer Jahrhunderte 1:1 übertragen zu wollen.
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Versuch es erneut. Scheitere wieder. Scheitere besser.
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Beitragvon Bettelmönch » 05.09.2011, 08:36

Danke für die guten Tipps.

Ich werde das Handstoffen bevorzugen. Da kann ich auch eine für mich neue Technik üben und wenn´s nix wird hab ich ja auch noch die Idee mit dem Flicken.

@Stickfee: Vielen Dank für den Tipp mit dem Buch, dieses konnte ich mal bei einem Antiquitätenhändler erstehen.
Bettelmönch
 

Beitragvon Stickfee » 05.09.2011, 09:23

@carola:
Ja was denn nu....?
Einmal sagste flicken, einmal sagste stopfen...
Flicken und stopfen sind zwei verschiedene Arten, wir könnten ja mal wieder einen neuen thread öffnen und das ausdiskutieren...

Mit dem Buchtipp meinte ich übrigens das Handstopfen allgemein...nicht bezogen auf den Habit, es gibt Menschen, die etwas ausprobieren und dann Lust haben, sich weiter damit zu beschäftigen, auch wenn es noch nicht im 13. Jahrhundert gemacht wurde.

@bettelmönch:
Dankeschöööön....
Stickfee
 

Beitragvon wetterleuchten » 05.09.2011, 09:58

Hallo Stickfee,

bitte nicht falsch verstehen, ich erkenne deine stickfachliche Kompetenz wirklich an, aber ich glaube an manchen Punkten könntest du den Austausch hier ruhig ein wenig reibungsfreier gestalten ;-)

Stickfee hat geschrieben:es gibt Menschen, die etwas ausprobieren und dann Lust haben, sich weiter damit zu beschäftigen, auch wenn es noch nicht im 13. Jahrhundert gemacht wurde.

Das ist ja auch völlig in Ordnung, verständlich, lobenswert und so. Nix dagegen. Aber wenn ausdrücklich gefragt wird;
Kann mir jemand helfen oder sagen wie man im 13 Jhd. gestopft oder drüber gestickt hat?

was ist dann so schwer daran, sich auch ans 13. Jhd. zu halten?

Meiner Meinung und Erfahrung nach erleichtert es in einem Forum wie diesem die Kommunikation ungemein, wenn sauber zwischen den grundsätzlichen handwerklichen Möglichkeiten und historischen Gegebenheiten unterschieden wird.
D' Frau Werwolf sagt, des g'hört so
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Beitragvon Bettelmönch » 05.09.2011, 11:32

Danke nochmal an alle für ihre guten Tipps.

Es tut mir Leid das ich ein bischen für Verwirrung gesorgt habe. Ich wollte mein Habit schon recht authentisch ausbessern.

Als ich das geflickte Habit gesehen habe dachte und hoffte ich das es noch andere Möglichkeiten gibt.

Man(n) ist doch ein bischen eitel. Ok jetzt habe ich mich geautet. :blush:

Die Beiträge und Tipps mit dem Handstopfen helfen mir bestimmt, um unauffällig ausbessern zu können.

@wetterleuchten: Das nächste mal werde ich versuchen meine Frage genauer zu stellen.
Bettelmönch
 

Beitragvon Bettelmönch » 26.09.2011, 18:41

Vielen Dank. Das Handstopfen mit den eingewebten Fäden hat geklappt und es fällt fast gar nicht auf.
Bettelmönch
 

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