Seide

Welche Stoffe werden verwendet, welches Material? Was trug man?

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Seide

Beitragvon ladykan » 26.12.2005, 20:40

ladykan hat geschrieben:... Erstellt am 14.06.2004 - 19:15

Ich hab mal wieder eine Frage:

Wie verhält sich Shantungseide zum Mittelalter? Gab es die oder gab es die nicht? Wenn ja, ab wann?

... und bitte, bitte nur positive Antworten, denn dann schlag ich morgen früh zu
als Eleonore von Gottesberg unterwegs
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Beitragvon N.R.U. » 13.04.2006, 13:07

adikan hat geschrieben:... Erstellt am 14.06.2004 - 19:29

also ich hab erstmal unter diesem link gefunden das seide schon sehr alt ist halt auch teuer war wurde ja mit gold aufgewogen
aber für meine dame ist mir nichst zu teuer (hihi wir haben den stoff heute fuer 2€ der meter gesehn)
hm nu ist es soweit nu komunizieren wir schon ueber das forum obwohl wir neben einander sitzen

www.omikron-online.de/naturhaus/angebot ... bombyx.htm
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Beitragvon Xia » 25.06.2006, 10:34

Hallo,

ich hab gestern von meiner Mutter 6 Meter goldfarbene Seide (mit Walnuss gefärbt) geschenkt bekommen. Der Stoff würde sich prima als Schleierstoff eignen, aber einen goldfarbenen Schleier will ich nicht unbedingt *g*

Was könnte man denn damit anstellen, als Futterstoff hab ich den Verdacht, das er aufreist wenn ich das Kleid über den Boden schleife ...

Liebe Grüsse, Xia
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Beitragvon Knappe » 25.06.2006, 18:03

Wo hat denn deine Mutter pflanzengefärbte Seide her?? ;-)

Einen Goldton mit Walnuss? Weißt du, mit welchem Teil vom Walnussbaum gefärbt wurde (die Schalen färben doch normalerweise braun...)? :gruebel:
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Beitragvon Xia » 25.06.2006, 19:26

Hallo Knappe,

ich hab da so eine Ahnung, das sie den von unserer örtlichen Filzerin her hat, die in letzter Zeit mit Pflanzenfärbungen experimentiert. Und das goldbraun ist wohl eine Fehlfärbung gewesen, es ist viel zu hell.

Liebe Grüsse, Xia
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Beitragvon Rigana » 26.06.2006, 08:13

Es gibt keine Fehlfärbungen :biggrin:
Als solches würde ich allerhöchstens eine Färbung betrachten, die unregelmäßig aufzieht, z.B. weil in einem zu kleinen Behälter gefärbt wurde.

Wie stark ist denn die Seide? Eher ein fester Taft oder eher so was dünnes wie ein Seidenschal?

Aus Taft könntest du dir sogar ein Kleid machen oder hübsche Taschen oder Kissen. Dünne Seide dann wohl doch eher als Futter oder Besatzstreifen/Applikationen. Vielleicht ginge auch ein Paar feine Seidenhandschuhe. Um das Futter zu schonen, musst du dann halt dein Kleid hochraffen - so wie auf den Bildern ;-)

Liebe Grüße,
Rigana
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Beitragvon Katharina de Hagenfels » 10.02.2007, 17:53

Ich hatte bei meinem Seidensamtkleid geplant, den Saum mit einem Streifen festen Leinens zu verstärken. Auch das Unterkleid aus - leider Un-A - Wildseide werde ich am Saum mit Leinen verstärken, ich möchte einfach nicht das Risiko eingehen, nach einmal tragen einen durchgescheuerten Saum zu haben.
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Beitragvon Beate » 11.02.2007, 17:33

Hat man im Mittelalter den Saum durchgescheuert oder hat man den Saum auch verstärkt? Wenn ja, wie?
Beate
 

Beitragvon Schneiderschneck » 11.02.2007, 21:48

Moin,
in Herjolfnes hat man mit drei verschiedenen Methoden verstärkte Säume gefunden. Bei der einen wurde eine Brettchengewebte Borte direkt mit ihrem eigenen Schussfaden an die Kante genäht (das gleiche Prinzip hat man an Ärmelschlitzkanten in London gefunden), die andere Methode heißt Slynging oder footweaving. Das sieht aus wie in Leinwandbindung gewebte Borte auf der rechten Seite und wie eine umstochene Kante auf der linken Seite. Und dann gab´s noch Singling, bei dem immer im rechten Winkel zur Saumkante ein Faden hoch- und runtergenäht wurde, wie beim Stopfen. Alle drei Methoden waren für die Stoffe in Herjolfnes gut geeignet, weil der Stoff dort nicht gewalkt war und daher sehr franste, man aber durch das Umstechen keine dicken doppelt eingeschlagenen Säume nähen musste. (http://www.flinkhand.de/forum/images/sm ... -lesen.gif Woven into the earth) Ich könnte mir denken, dass es anderswo noch andere Techniken gab, die dann für andere Stoffe geeignet waren. Im 16. Jahrhundert hat man z.B. alle Stoffreste aufbewahrt, um damit später die abgetragenen Säume zu reparieren, ob man das schon im Mittelalter so gemacht hat, kann ich leider nicht sagen.

Viele Grüße von

Hanna
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