Zeltgestänge

Alles rund um das Nähen und den Bau von Zelten findest du hier.

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Beitragvon Hagard » 17.11.2005, 08:27

Hallo,

wir haben bei unserem zelt (h:190cm, b:140cm, t:300cm)
vierkannt holzbalken genommen die die wir in der mitte geteilt haben und die dann mittels der schon beschriebenen vierkanntrohre verbunden werden, so hat jedes teil nicht mehr nen knappen meter fünfzig hat. die stahlrohre haben aber das Problem das sie rosten und den rost an die Plane abgeben. (werden noch durch alu ersetzt). dann hast du aber immer noch die Bretter die vorn und hinten die Dreiecke bilden. Dabei arbeite ich gerade noch an einem Faltsystem damit ich die auch noch aus Transportproblemen um die hälfte einkürzen kann. Mir schwirt da schon eine idee im kopf rum die ich aber wohl erst bauenkann wenn ich den platz habe. in ner zwei zimmer bude baut man halt nicht mal eben ein zelt.

Mfg Hagard
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Beitragvon Beate » 06.09.2006, 10:39

Neues Zelt, neues Problem mit dem Zeltgestänge. :-(

Wie im anderen Thread geschrieben, habe ich nun ein Sachsenzelt aus Leinen, da wird noch ein Sonnensegel dran befestigt. Das ist alles sehr schwer, wenn es nass ist, natürlich noch schwerer.

Kann man irgendwie berechnen, wie dick die Zeltstangen sein müssen? :gruebel:

Wir konnten das Sonnensegel im Archeon nicht aufbauen, sonst wäre uns (im Regen und starkem Wind) alles zerbrochen. Notgedrungen habe ich die Verbindung in der Mitte der Firststange mit noch einer Stange abgestützt, sonst hätte das auch nicht gehalten (die Firststange ist 8 x 4,5 cm).

Beim Sturm am Abbautag brach das große Sachsenzelt unserer Nachbarn zusammen (dort war eine der Aufstellstangen zersplittert).

Nach den Erfahrungen frage ich mich, wie wir Tannenberg heil überstehen sollen. :wacky:
Ein neues Gestänge muss her! Aber wie dick müssen denn nun die Stangen sein?
Beate
 

Beitragvon steffi241 » 06.09.2006, 11:44

Hallo,

also berechnen kann man das schon, aber das würde zu weit führen. Man kann ja alles berechnen :biggrin: Da spielen ganz viele Faktoren eine Rolle Gewichtung pro cm² im nassen Zustand, Windangriffsfläche und Windstärke, der Druck der von den Heringen auf den Balken ausgeübt wird u.m..

Aber jetzt mal weg davon, ich weiß, dass Holger bei den Zelten mit dem dicken Leinen immer Hartholz verwendet (Eiche), denn die "meisten" Hölzer aus dem Baumarkt sind Leimholz, auch Balken und die halten natürlich nicht das was Balken halten die aus einem Stamm sind.
Liebe Grüße, Steffi

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Beitragvon Sleipnir » 11.09.2006, 13:00

Wie wäre es mit Eschenstämmchen, die man sicherlich oft beim Bauhof der Stadt bekommen kann, da sie als "Abfall" bei den Schnittaktionen der Wegesränder anfallen. Gewachsenes Holz scheint auf alle Fälle die bessere Alternative zu sein. Ich würde mal vermuten, was flexibeles würde eher halten als starres Hartholz, is aber wie gesagt auch nur eine Vermutung.

LG Sleip
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Beitragvon itzibitzispider » 30.10.2006, 15:27

Hallo Beate.

Du hast dein Zelt in Tb ja erfolgreich mit Sonnensegel aufgebaut gehabt.
Übrigens ein schönes Zelt!
Was hast du nun für ein gestänge genommen?
Deines ist ja nun schwerer als meines (ein einfaches-A-Zelt 3*3*2,3m)
bei meinem habe ich Fichtenstämme mit 7-8cm Durchmesser (First mittels Rohr geteilt) verwendet.
Ich stelle mir vor das gehobelte Latten aufgrund des angehobelten Faserverlaufs eher zum bersten neigen (ähnlich wie beim Bogenbau) als "naturbalassene" Rundhölzer in der selben stärke. deine 8*4,5cm dürften nur bei Wind von der Seite (4,5cm) etwas kritisch werden (was ich aber auch nicht wirklich glaube) die 8cm für die Oberlast da würde ich ohne schlechtes Gewissen Klimmzüge dran machen (95kg) - man muss ja auch bedenken das sich die Last des Zeltes über die ganze länge verteilt und somit die verbindung der Stützbalken zur Firststange am meisstebn aushalten muss - ich bin da nicht wirklich so der Fan vom Zapfen.
Am idealstren wäre da doch noch eine Astgabel in die die First einfach eingelegt und mit Seil fixiert wird (die muss ich auch noch finden *g*)
Nur mit Wald ein bischen obacht, der wenigste Wald in D ist Staatseigentum, das meisste ist privatbesitz und man sieht es nicht wirklich gerne wenn sich da fremde einfach ungefragt bedienen - sind ja oft nicht zimperlich im umgang mit lebenden Bäumen, da kann ich ein Liedchen von singen (meine Mutter hat ein bischen Waldgrundstück wo ich meine Hölzer herbekommen kann)
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Beitragvon Beate » 30.10.2006, 17:28

Hallo, Itzi!

Das Zeltgestänge hatten wir für Tannenberg nochmal repariert, hat ja gehalten. Das sind keine Dachlatten sondern schon Massivholz (ich weiss aber nicht welches), aber die Verbindung der Firststange ist nicht stabil genug.

Für die nächste Saison wird demnächst ein neues Zeltgestänge gebaut.
Beate
 

Beitragvon itzibitzispider » 31.10.2006, 15:42

Hallo

Na Dachlatten sind auch massivholz, meisst Fichte. *g* aber die wären eh nicht ausreichend da sie nur 3,5*5,5cm cm sind
ich vermute mal ganz einfach das es sich bei deinen auch um Nadelholz handelt.
Ich baue hier mal mein Gestänge im Garten auf ohne Plane drüber, und mach ein paar Fotos. vielleicht bringts je wem eine Idee für seine eigene Planung
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Beitragvon itzibitzispider » 31.10.2006, 16:08

So, schon erledigt :-)

Ich habe nochmal nachgemessen, meine aufrechten Stangen sind ~5cm durchmesser und die Firststangen aussen 5 und innen 6cm im Durchmesser
das biegt sich zwar ein wenig durch mit dem Zelt, aber auch daran habe ich schon klimmzüge gemacht, da passiert nix mit.

ganz schön blöde ein Gestänge ohne Plane aufzustellen *gg*
Bild


Da ich keine Zapfenlöcher bohren möchte, habe ich alte Flacheisen mittels Gehängenägeln angebracht. Wie bereits gesagt, mein Idealbild davon wäre eine schöne Astgabel (die geht bei deinem Zelt dann wieder schlecht@ Beate, bei mir stehen die Stützen ausserhalb), aber so geht es als behelf auch erstmal
Bild

Und da ich 360cm Firststange nicht in einem Stück transportieren möchte, habe ich diese heteilt und die jeweils dickeren Enden in das Rohr geschoben.
Ich bin ja Tischler, ursprünglich aus dem Fensterbau und habe somit keine probleme an alte Rolladenwellen (hier 70mm 8KantRohr verzinkt) ranzukommen.
damit die schöne Leinenplane nicht mit Metall in berürung kommt und falls ein Besucher mal einen Blick ins Zelt wirft, habe ich das noch schick mit Jute verpackt, dann fällts nicht auf.
Da es so oder so nicht "a" ist die Firststangen zu teilen und dieses nur aus transportgründen muss, denke ich mir, das man sich da dann nehmen kann was einem grad in die Finger fällt.
Bild

Generell sei gesagt - frisch geschlagenes und getrocknetes Holz hällt besser als gesammeltes totholz das im Wald liegend getrocknet ist - das sollte man bei der Materialstärke berücksichtigen und beim toten lieber 5mm-1cm mehr im durchmesser nehmen (wiegt ja auch nicht so viel)
Rechtlich sei nochmal angemerkt - wenn jemand in einem Wald geht und sich ohne erlaubnis Holz herausholt oder gar schlägt, der begeht diebstahl - egal ob totholz oder frisches.
Also besser einen Förster fragen ob und wenn wo man sich was suchen darf, dann ist man auf der sicheren seite - meiner erfahrung nach sind die Leute sehr entgegenkommend wenn man sagt wofür man das braucht - ist ja halt eine Interessante Sache :-)
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Beitragvon Tatanka » 04.02.2008, 14:21

danke für den vorhrigen Beitrag, das hat mir bei meinem Problem schon gut geholfen
im Baumarkt gibt es Rundholz 5,2cm und 3,5
meine Abmessungen des Zeltes sind ähnlich
hatte gehofft, dass es Rohre mit Ecken gibt, aber nö

kleiner Tipp für 5cm Rundholz, welche man aus Transportgründen kürzen und vor Ort wieder verbinden muss
Tata nach drei Tagen Suche und quer-durch-die-Stadt-Gefrage
es gibt 5cm verzinktes Stahlblechrohr beim Dachdecker als Fallrohr (Regenrinne) für ca13,- Taler zwei Meter
Damit ihr alle nicht so lange Suchen müsst wie ich....
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Beitragvon Ruby » 07.10.2009, 14:56

Mal eine ganz andere Zeltgestängefrage, nämlich nach dem Quellen.
Ich bau gerade am ersten Wikingerzelt, und da hab ich die Löcher, durch die die Querstangen gesteckt werden, zuerst mal sehr genau passend ausgefeilt, so dass die Stangen gerade noch so durchgingen. Machte ein sehr stabiles Zelt, aaaaber...
ich hatte schon so einen Verdacht, und hab das Zelt mal im zerlegten Zustand zwei Tage vollregnen lassen, und dann wieder versucht zusammenzubauen, und siehe da, es ging gar nichts mehr, das Holz war aufgequollen. Nur ganz wenig zwar, aber das war schon zuviel.
Also hab ich die Löcher jetzt ein wenig vergrößert. Das Holz ist inzwischen wieder trocken, und sitzt jetzt nicht mehr so fest wie zuvor, das heißt, die ganze Konstruktion ist nicht mehr so stabil. Sie steht zwar, aber wankt ein wenig zu den Seiten, und so will ich das natürlich nicht haben.

Und jetzt meine vielen Fragen:
Wieviel Spiel haben eure Stangen in den Löchern?
Wieviel Spiel sollten sie haben, um Bodenunebenheiten auszugleichen (oder gibts sowas auf Lagerplätzen gar nie)?
Das Zelt ist erst ganz provisorisch verzapt (Löcher noch zu klein) - kann ich einen nicht ganz festen Sitz der Stangen durch um so festeres Verzapfen stabilisieren?

Was sind überhaupt eure Erfahrungen mit dem Aufquellen von Zeltgestängen?
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