Holznadel zum Nadelbinden

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Holznadel zum Nadelbinden

Beitragvon Flinkhand » 01.03.2004, 15:30

Ich bin ja nun wirklich keine Künstlerin in Sachen Holzarbeiten, aber im letzten Sommer hab ich mir ganz allein eine schöne Nadel für Naalbinding geschnitzt, mit der ich inzwischen nur noch arbeite.

Ein frisch geschnittener Zweig eines mir unbekanntes Strauchs fiel bei den Gärtnerarbeiten im Vorgarten ab. Den hab ich sofort entrindet und dann eine Woche liegen lassen. Ein kleines Stück habe ich davon auf Nadellänge herausgesägt, hab dann mein Schnitzmesser einmal quer über das Astende gelegt, draufgehauen und so den Zweig in zwei Hälften gespalten. Eine Hälfte hab ich nochmal so halbiert, und fertig war mein Rohling. Den hab ich dann mit dem Schnitzmesser bearbeitet, bis er wie eine Nadel aussah. Großes Loch rein (mit dem Holzbohrer) und dann noch mit Sandpapier abschmirgeln, damit's schön glatt wird.

Fertig! War wirklich total einfach

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Beitragvon N.R.U. » 01.03.2004, 15:52

Landogar hat geschrieben:Hallo Claudia!

Ja das mit den Nadelbindnadeln ist wirklich sehr simpel. Wobei ich meine verusche mit authentischem Werkzeug zu machen... anstatt Sandpapier kannst du auch ne grobe und eine feine Feile nehmen. Wenn die feine Feile fein genug ist (das klingt) ist das Holz danach komplett glatt und fühlt sich wie poliert an.
Die Löcher bohre ich recht selten, meistens schnitze oder brenne ich sie aus und weite sie mit einer kleinen Rundfeile aus.

Bisjetzt sehen sie recht gut aus nur verwenden kann ich sie nicht wirklich, bin zu ungeschickt im Umgang mit dem Wollfaden und der Technik! +gg*

Mfg Lando
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Beitragvon Flinkhand » 01.03.2004, 16:08

Na ja, ich hab eben einfach erst mal an Material genommen, was da war (keine Wohnungsrenovierung ohne Sandpapier *gg*). Und weil ich's eh zu Hause auf dem Balkon in Angriff genommen hab, war's auch egal. Aber schön zu wissen, wie man es "richtig" macht

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Beitragvon N.R.U. » 01.03.2004, 16:12

Sabine hat geschrieben:@Landogar: Ohhh, falls Du ungeschickt mit dem Wollfaden bist, dann aber bestimmt nicht in Sachen Holz!!! Das klingt toll. Kann man Dich mal auf einem Markt im Großraum Koblenz-Ruhrgebiet treffen. Ich würde Dir glatt ein paar Nadeln abkaufen. Naalbindung will ich auch können!

Aber eine Frage, wie brennst Du die Löcher? Das sollten doch sehr kleine Löcher sein, also müßte auch die "Flamme" sehr punktgenau sein. Das klingt sehr interessant. Kannst Du da noch was zu schreiben????

Freue mich schon
Gruß Sabine
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Beitragvon N.R.U. » 01.03.2004, 16:34

Landogar hat geschrieben:Hallo Sabine!

Erstmal Danke für das Kompliment! *gg*
zum Thema ausbrennen:
Ich nehme ein spitz ausgeschmiedetes und geschliffenes Stück Eisendraht erhitze den in der Esse bzw auch mal mit dem Bunsenbrenner bis er Orange glüht und drücke in dann relativ punktgenau auf die Stelle wo später das Loch hinsöll nach zwei drei mal hat man ein Loch und kann das sauber dann sauber ausfeilen. Die große Hitze verkohlt zwar einen Teil des Holzes aber der wird weggefeilt und die Unverkohlten Partien darunter sind dann sogar ein bischen gehärtet.

Mfg Lando
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Beitragvon N.R.U. » 01.03.2004, 18:05

Sabine hat geschrieben:Hallo Landogar!

Aua, das tut ja weh. Das ist ja suuuper simpel. Genial. Ja, das ist einfach und funktionell! Gratulation! Ich glaube, Du bist ja ein richtiger Holzwurm! Prima.

Bei Fragen in Sachen Holz komme ich direkt angeflogen

Hast Du schon mal andere Sachen in Holz gearbeitet? Mollen, Brettchen für's Weben vielleicht ????!!!!
Viele Grüße
Sabine
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Beitragvon N.R.U. » 01.03.2004, 19:24

Landogar hat geschrieben:Hallo!

Ja Webbrettchen habe ich auch schon mal gemacht (hald aus maschienengesägten Brettern *Ascheaufmeinhaupt*) aber wie Nadellöcher "feuergebohrt" (ich nenne das abjetzt einfach so!) Mollen habe ich noch keine gehauen aber steht noch auf dem Programm!

Ich habe garede eine leidige Erfahrung gemacht das nicht jedes Holz für Nadeln geeignet ist. Das Holz hat nachdem ich es eine zeitlang in der Hand hatte an der Spitze Fasern abgelöst... hab das Holz gleich markiert damit ich keine Nadeln mehr draus mache! aber trotzdem Esche und Haselnuss rulez! *gg*

Eine Frage an die aktiven Nadelbinder: Was ist eure bevorzugte Länge bei Nadeln?

Mfg Landogar
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Beitragvon Flinkhand » 01.03.2004, 20:27

Hi Lando,

also meine Nadel ist vielleicht etwas grobschlächtig geworden (ist ja auch mein Erstlingswerk) - sie ist 11,5 cm lang. Es gibt natürlich kein Norm-Maß, aber soweit ich weiß, sind die meisten Nadeln so zwischen 7 und 10 cm lang. Dabei kommt es dann aber auch noch darauf an, ob mit Wolle oder mit Seide oder Leinen genadelt wird. Tapisserie- oder Wollnadeln aus dem Laden (also aus Metall) sind 7 cm lang, was ein gutes Maß ist.

Im Endeffekt ist es aber Geschmacksache, denk ich.

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Beitragvon Melnibone » 05.07.2004, 22:22

Da muß man erst nach Herzberg fahren ...

Habe ich doch dort einen kleinen Ast Wildkirsche bekommen.

Flinkhand freut sich schon auf die Nadeln die ich daraus machen werden.
Zuletzt geändert von Melnibone am 30.04.2006, 06:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Flinkhand » 06.07.2004, 18:54

Oh ja! Der Hochmeister hatte mir zwar auch schon eine Holznadel geschnitzt, aber die ist irgendwie im Gras verschütt gegangen

Nun kann mein Ritter mir ein paar wunderschöne neue Nadeln schnitzen.

OT: Hatte ich schon erwähnt, daß ich mir in Herzberg zwei Hornnadeln und eine Hornahle angeeignet habe? *freu*
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