Stoffkunde

Welche Stoffe werden verwendet, welches Material? Was trug man?

Moderator: Moderatoren

Beitragvon Flinkhand » 13.04.2006, 13:19

Erstellt am 10.06.2004 - 13:48
Hallo Sabine,

also ich weiß nur, daß Baumwolle durch die Kreuzzüge nach Europa kam und daß sie hier dann in der Barchentweberei verwendet wurde. Aber inwieweit es ins vorindustrialisierte Tucher-Handwerk einging, weiß ich auch nicht (Diese Info kommt übrigens aus dem Lehnhart)

Hat sonst noch jemand Quellen?
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Beitragvon Flinkhand » 13.04.2006, 13:19

Erstellt am 13.06.2004 - 22:39

So, jetzt hab ich eine gute Nachricht! Ich habe mich heute in Düppel mit Tilo unterhalten. Er ist der Nachfolger von Karl Schlabow (!!!), und hat dementsprechend jede Menge Ahnung von Textilkunde. Unter anderem hab ich ihn auch gefragt, seit wann es Barchent in Deutschland gab, und da sagte er ca. Mitte 13. Jahrhundert. Es gibt Nachweise in Süddeutschland. Soweit ich ihn verstanden habe, gibt es seit dieser Zeit auch Mischgewebe von Leinen und Baumwolle.
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Beitragvon N.R.U. » 13.04.2006, 13:20

Sabine hat geschrieben:... Erstellt am 14.06.2004 - 10:27

Das ist doch mal eine Aussage und so eine Bekanntschaft ist Gold wert! Demnächst wird also nicht mehr der Arzt und Apotheker gefragt (und der Beipackzettel gegessen), sondern wir schicken Dich los ! Hat Tilo schon irgendwelche Veröffentlichungen? Oder gibt es irgendwelche Scripte von ihm? Ein "überarbeiteter Schlabow"?
Liebe Grüße
Sabine
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Beitragvon Flinkhand » 13.04.2006, 13:21

Erstellt am 14.06.2004 - 15:28
Hallo Bini,

ja, die Erkenntnisse von Schlabow werden wohl regelmäßig ergänzt, aber frag mich jetzt bitte nicht nach Details. Mir ist der Mann gestern in Düppel über den Weg gelaufen, weil er hier auch einen Vortrag gehalten hat. Leider habe ich keine Email oder sowas, und, um ehrlich zu sein kann ich mir nicht denken, daß er Fragen jederzeit z.B. per Mail beantworten würde. Aber vielleicht kann ich ab und an über Düppel mal eine Frage fragen. Er ist ja leider auch nicht aus Berlin

Aber ich frag mal die gute Heidi, wie man den Mann weiterhin mit Fragen löchern kann
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Beitragvon wurm » 13.04.2006, 13:22

Mittelaltersticker hat geschrieben:... Erstellt am 14.06.2004 - 17:04
Hallo, ja es war schade, daß Du zu dem Vortrag von Klaus Tidow nicht da warst, da war das Hussitenfest zeitgleich. Wir haben tolle Dias bewundern können, und das Neuseste von bislang unveröffentlichen, riesigen Fundkomplexen erfahren.

Zur Frage, wann welche Stoffarten auftauchen, soll man sich mal die Beiträge in den NESAT-Heften ansehen, da sind regelmäßig Tabellen drin. Für die Zeit vor 1000 ist das Buch von Lise Bender-Jörgensen, North European Textiles until 1000 AD, Kopenhagen 1991 zu empfehlen. 285 Seiten mit Tabellen, wieviel Fäden in Kette und Schuß in welcher Bindung an welchem Ort... da bleibt keine Frage mehr offen.

Gerne kann ich fundierte Fragen auch mal an Klaus weiterleiten, ich habe seine eMail-Adresse. Aber aus verständlichen Gründen möchte ich die nicht in einem öffentlich einsehbaren Forum niederschreiben.

Viele Grüße, Fabian
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Beitragvon Flinkhand » 13.04.2006, 13:23

Erstellt am 14.06.2004 - 19:40

Hihi, und ich dachte, er heißt Tilo. Weiß nicht, wer da einen Ausprachefehler oder Ohrschaden hatte
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Beitragvon Flinkhand » 13.04.2006, 13:24

Erstellt am 19.06.2004 - 11:48
Hallo Fabian,

um nochmal auf die NESAT-Hefte zurückzukommen, haben wir die in der Bibliothek in Düppel? Außerdem würde mich auch mal interessieren, wie man an die Bücher von Klaus Tidow herankommt, er hat ja wohl einiges veröffentlicht. Haben wir die auch in Düppel?

Um nochmal auf die eigentliche Stoffkunde zurückzukommen: Mich würde ja mal interessieren, welche Seidenstoffarten es im Mittelalter gab. Es gibt ja viele verschiedene Arten, von Wildseide (das hatten wir ja oben schon ausgeklammert) über Dupion und Bourette Seide ... hat da schon mal jemand recherchiert, welche davon im MA hergestellt wurden?
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Beitragvon Ingo » 13.04.2006, 13:25

Erstellt am 21.07.2004 - 10:39
Hallo Ihr Lieben,

ich weiß, dumme Fragen gibt es nicht ...

Aber ich habe trotzdem eine:

Wie kann ich, wenn ich ein Gewebe genau anschaue, erkennen, was bei einem Leinen in Leinwandbindung die Kette und was der Schuss ist? Oder ist das bei Leinwand- oder Köperbindung egal und nur bei Atlasbindung wichtig?
Ingo
 

Beitragvon N.R.U. » 13.04.2006, 13:25

mithfenien hat geschrieben:... Erstellt am 21.07.2004 - 11:32
Hi!

Ich antworte da mal ganz vorsichtig drauf, weil ich's auch nur kann, wenn die Webkante noch dran ist...

Also im Prinzip bei modernem Stoff ist die Längsrichtung = Kettfäden und die Querrichtung (zwischen den Webkanten) = Schußfaden ... da man Stoffe fast immer mit dem Fadenlauf verarbeitet (also Längsrichtung ist von oben nach unten - ohne Pfeile schwer zu erklären), müßte bei verarbeitetem Material (bei Kleidung zumindest) der Schußfaden ebenfalls in der Querrichtung, also von links nach rechts führen...

Wenn ich falsch liege, bitte korrigieren, Leute!

Gruß,
Mithfenien
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