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Blindlochstich

Der Blindlochstich ist die beste Methode, eine Öffnung, ein sogenanntes “Nestelloch”, zum Durchziehen von Kordeln oder Lederbändern in ein mittelalterliches Kleidungsstück zu schaffen. Bevor es Knopflöcher gab, oder als Knöpfe gerade nicht in Mode waren, wurde Kleidung bereits auf diese Weise mit Öffnungen zum Verschnüren versehen. Mit diesem Stich hast du eine gute und authentische Methode, die auch noch schön stabil und einfach zu fertigen ist.

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Es ist wichtig, zunächst die Vorstiche zu arbeiten (erstes Bild). Diese halten den Stoff, damit er nicht weiter einreißt als vorgesehen, und geben dem Loch die gewünschte runde Form. Sie halten das Ganze stabil. Wenn der Kreis fertig ist, wird der Stoff darin kreuzförmig eingeschnitten (am besten mit einer spitzen Stickschere). Das entspricht dem Kreuz in der Mitte des Kreises aus Vorstichen. Mit Plattstichen wird das Loch dann umrahmt. Man muß nur aufpassen, daß der äußere Rand schön gleichmäßig wird und daß man “von hinten nach vorn” aussticht. So wird nämlich der eingeschnittene Stoff mit jedem neuen Stich nach innen gezogen.

Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 18.03.2017 Author: Flinkhand
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