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Holbeinstich

Nach dem Maler Hans Holbein dem Jüngeren (1497 – 1543) benannt, wird der Holbeinstich immer wieder in der Assisi und Blackwork (Schwarzstickerei) erwähnt. Holbein, der am Hofe König Heinrichs des VIII in England Portrait- und später auch Gerichtsmaler war, machte den Stich durch seine detailgetreuen Porträts bekannt, auf denen er minutiös die in der Blackworktechnik bestickte Kleidung der zu Porträtierenden abbildete. Auf diese Weise sind uns auch viele Muster erhalten geblieben, da es zwar noch Bilder von Holbein aber oft die Kleidung selbst nicht mehr gibt.

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Der Holbeinstich wird auch als Doppelter Vorstich bezeichnet. Er ist recht einfach und setzt sich eigentlich nur aus zwei Vorstichen zusammen: Der eine wird auf der Hinreihe gestickt, der andere auf der Rückreihe, so daß die Lücken zwischen den Vorstichen der Hinreihe gefüllt werden.

Der Holbeinstich ist also recht einfach und besticht vor allem dadurch, daß er von Vorder- und Rückseite aus genau gleich aussieht.


Beim Sticken muß man darauf achten, sich einen “Hinweg” zu suchen, der möglichst das ganze Muster “abläuft”. Damit will ich sagen, daß möglichst alle Vorstiche (also jeder zweite zunächst sichtbare Stich) in einem Arbeitsgang gestickt werden sollten, um dann die Rückreihe genau in entgegengesetzter Richtung zu arbeiten.

Die Hinreihe im Vorstich sollte also zunächst über die gesamte Stickerei gearbeitet werden, erst dann wird die Rückreihe “gefüllt”. Dies ist wichtig, damit man mit der Nadel nicht hin und her springen muß. Das Muster wäre sonst auf der Rückseite nicht mit der Vorderseite identisch.

Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 18.03.2017 Author: Flinkhand
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