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Beizen

Beim Färben mit Pflanzenfarben kommt es zunächst darauf an, daß die Fasern die Farbe auch annehmen und anschließend behalten. Sie sollte sich nicht auswaschen und bei direkter Sonneneinstrahlung möglichst nicht (oder nur geringfügig) verblassen. Das kann je nach Material sehr unterschiedlich sein, denn nicht alle textilen Fasern nehmen die Farbe gleich an, und nicht alle Pflanzenfarben sind lichtecht. Am einfachsten nehmen tierische Fasern (also Wolle und Seide) Farbstoffe an, während pflanzliche Fasern (wie Leinen, Baumwolle, Hanf usw.) generell schwieriger mit Pflanzenfarben zu färben sind. Bisher habe ich nur ein paar Erfahrungen mit Wolle und Seide gemacht und kann schon allein deshalb keine schlüssige Aussage zum Färben von pflanzlichen Textilien machen.

Der Färbevorgang

Da das Färben im Großen und Ganzen immer nach dem gleichen Schema abläuft, beschreibe ich hier einfach mal grundsätzlich die einzelnen Schritte des Färbevorgangs. Das Färben mit bestimmten Farbstoffen habe ich nochmal in den einzelnen Experimenten beschrieben, aber der gesamte Vorgang ist meist gleich und muß nicht jedesmal neu wiedergegeben werden. Wenn du dich also an das hier beschriebene “Schema F” hältst, kannst du nicht allzuviel verkehrt machen und selbst alles mögliche mal ausprobieren.

Hier beschrieben wird der Färbevorgang für tierische Fasern, also für Wolle und Seide. Wie es bei Leinen, Baumwolle oder anderen pflanzlichen Fasern aussieht, kann ich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Außerdem sei angemerkt, daß manche Farbstoffe (insbesondere Indigo) nicht wasserlöslich sind und eine besondere Färbeküpe erfordern.

Es ist auch noch wichtig zu sagen, daß Wolle vor dem Färben unbedingt entfettet werden muß. Rohwolle zum Spinnen enthält ja oft noch einen gewissen Anteil an Lanolin (Wollfett), was dem Spinnen sehr zuträglich, für das Färben aber nicht von Vorteil ist. Wo Fett ist, kann keine Farbe eindringen. Also solltest du die Wolle ggf. vorher nochmal heiß waschen (aber nicht zu viel im Wasser bewegen - Verfilzungsgefahr!).

Hilfsstoffe

In der Färberei kann man sich einiger Hilfsstoffe bedienen, die durchaus interessante Ergebnisse erzielen können. Es gibt hier Beizmittel, Entwickler und andere Zusatzstoffe, mit denen man arbeiten kann. Manche sind völlig harmlos, andere hingegen giftig. Ich persönlich habe für mich beschlossen, auf hochgiftige Stoffe in der Färberei zu verzichten, weil sie die Umwelt unnötig belasten und man auch so sehr schöne Farben erzielen kann. Hier nun eine Auflistung der wichtigsten Hilfsstoffe:

Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 30.04.2017 Author: Flinkhand
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