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Zunehmen und Abnehmen

Zunehmen und Abnehmen

Um die Weite der Nadelarbeit zu beeinflussen, muß man zum Weiten Schlaufen “zunehmen” oder zum enger machen welche “abnehmen”. Ich verwende hier die Terminologie aus dem Bereich des Strickens, obwohl es ja eigentlich darum geht, mehr oder weniger Schlaufen in einer sich von links nach rechts entwickelnden spiralförmigen Nadelarbeit zu verwenden. Es ist also nicht ganz vergleichbar, doch eine bessere Wortwahl fällt mir dazu nicht ein.

Enger wird es, wenn man beim Durchziehen durch die Schlaufe der vorangegangenen Reihe immer mal eine Schlaufe ausläßt. Das kann regelmäßig (also z.B. bei jedem zweiten Stich) oder auch unregelmäßig (z.B. nur an den Seiten) gemacht werden. Weiter wird die Nadelarbeit hingegen, wenn man in die gleiche Schlaufe der vorangegangenen Reihe zweimal einsticht. Auf die Art erhöht oder vermindert sich die Anzahl der Schlaufen im Vergleich zur vorangegangenen Reihe, und das Stück wird schmaler oder weiter.

Im Gegensatz zu den “moderneren” Handarbeitstechniken gibt es beim Naalbinding eigentlich keine richtige Anleitung, der man für ein Kleidungsstück folgen muß. Hier wird meist einfach nach Augenmaß zu- oder abgenommen, je nachdem, was man gerade nadeln möchte. Wenn man ein Paar Socken oder Handschuhe anfertigen möchte, macht es Sinn, beide Teile parallel zu arbeiten, also immer ein Stück vom einen, dann wieder ein Stück vom anderen Teil. So kann man am besten erreichen, daß beide Teile des Paares auch gleich aussehen, weil man so immer noch gut im Kopf hat, was man gerade gemacht, wie oft man zu oder abgenommen hat usw.

Artikel erstellt: 25.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 18.03.2017 Author: Flinkhand
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