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Anleitung Daumenfesselungsmethode

Eine schnellere Nadelbindetechnik als die Freihandmethode ist das Daumenfesseln. Im Gegensatz zur Freihandmethode werden hier Hin- und Rückreihe in einem einzigen Arbeitsgang gemeistert, so daß das Nadeln recht schnell von der Hand geht. Ein Nachteil zur Freihandmethode ist allerdings, daß man die einzelnen Sticharten mit ihrer U und O Notation beim Daumenfesseln nicht ganz so einfach nachvollziehen kann. Man kann als Anfänger also das Nadelbinden mit dieser Methode schnell lernen, ohne aber genau zu wissen, welchen Stich man da eigentlich macht. Wer sich also eingehend mit der Thematik vertraut machen möchte, sollte sich mit beiden Methoden befassen.

Inzwischen gibt es dazu auch Videos von mir auf Youtube.

Der Anfang

Natürlich brauchen wir wie bei jeder Methode zum Nadelbinden eine dicke Nadel und einen Faden. Der Faden sollte so lang wie möglich sein, aber nicht zu lang, weil wir ihn wie beim Nähen jedesmal durch die Schlaufen ziehen müssen.

 

Wir beginnen mit einem Knoten, der nicht zugezogen wird, so daß eine Art Schlaufe entsteht. Das Ganze sieht aus wie eine Brezel. Das Ende des Fadens braucht nicht sehr lang zu sein - dieser Faden wird am Ende einfach vernäht.

 

Alle Bilder sind übrigens durch Anklicken vergrößerbar, so daß man die Details auch gut sehen kann.

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Diese Brezel nehmen wir nun zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand. Der Faden läuft also praktisch um die Stelle herum, wo sich Daumen und Zeigefinger berühren, wobei das verschlungene Teil unten und die Schlaufe selbst oben ist.

 

Das Fadenende zeigt in die Richtung der rechten Hand.

 

Mit der rechten Hand nehmen wir nun den Arbeitsfaden und legen ihn über den Daumen der linken Hand (undgefähr da, wo der Fingernagel abschließt).

Der Arbeitsfaden wird nun um den Daumen der linken Hand einmal komplett herumgewickelt, und zwar gegen den Uhrzeigersinn.

 

Dabei muß man ein bißchen aufpassen, weil wir ja zwischen Daumen und Zeigefinger immer noch die "Anfangsbrezel" haben. Die muß auch genau an der Stelle bleiben und darf nicht verrutschen!

 

Mit ein bißchen Fingerspitzengefühl klappt das auch, und wenn nicht, dann fang einfach nochmal an. Mit ein ganz klein wenig Übung bekommt man das nach sehr kurzer Zeit hin.

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Und so sieht nun die Grundstellung aus. Wir haben zuerst die Brezel zwischen Daumen und Zeigefinger (das Fadenende schaut nach rechts unten raus), dann haben wir den Faden einmal gegen den Uhrzeigersinn um den Daumen gelegt.

 

Die Brezel ist nun wieder zwischen Daumen und Zeigefinger und der obere Faden davon  ist von oben sichtbar. Der Arbeitsfaden baumelt fröhlich links von Schlaufe und Daumen verläuft "vor der Hand" (wir können ihn also sehen und könnten auch problemlos daran ziehen).

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Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 18.03.2017 Author: Flinkhand
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