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Komponenten

Manch Bestandteil eines Gewandes kehrt immer wieder zu uns zurück, und wird bei den verschiedensten Kleidungsstücken verwendet. So benötigt so ziemlich jedes Oberteil einen Halsausschnitt, manche Kleider werden gefüttert und so weiter. Also habe ich beschlossen, nicht in jeder einzelnen Sektion der Gewandungen immer wieder das Gleiche zu schreiben, sondern eine Neue zu schaffen, in der diese Komponenten genau beschrieben werden.

Gêren

Was sind denn überhaupt Gêren, wirst du dich wahrscheinlich fragen. So etwas ist uns heute nicht mehr geläufig, und zwar aus dem Grund, daß wir heute ganz andere Schnitte benutzen als es im Mittelalter üblich war. Damals wurden Kleider nämlich so geschnitten, daß die Grundform der Stoffbahn weitgehend erhalten blieb, während wir heute dazu tendieren, uns Kleidung aus einzelnen Stoffstücken zusammenzunähen. Ich habe in der Sektion über Quernähte noch ein bißchen mehr über das Thema geschrieben, und du kannst dort mehr über die “Philosophie der Kleiderherstellung im Mittelalter” nachlesen.

Halsausschnitt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Halsausschnitt zu fertigen. In dieser Sektion findest du zunächst drei Varianten, die dir schon mal weiterhelfen sollten, wenn du selbst nähen möchtest. Die erste Variante ist der “kragenlose” Ausschnitt, der eigentlich völlig nackt ist. Das macht sich gut, wenn du zum Beispiel eine Borte applizieren willst, kann aber auch sehr schick aussehen, wenn du die Borte wegläßt.

Als zweite Variante arbeiten wir mit Schrägband einen einfachen Kragen, der zum Beispiel gut zu einer Tunika paßt. Das ist der einfache “T-Shirt” Ausschnitt.

Als drittes verbessern wir diesen “T-Shirt” Ausschnitt, indem wir eine Knopfleiste oder auch eine Leiste für Nestellöcher anbringen.

Futter

Bevor du mit dem Füttern deines Gewandes beginnst, solltest du dir genau überlegen, welchen Stoff du hierfür verwenden möchtest. Hierbei kommt es sowohl auf die Stoffqualität als auch auf die Farbwahl an.

Borten annähen

Wenn man eine Borte auf ein Kleidungsstück applizieren möchte, so kann das an manchen Stellen schon recht kompliziert werden. Solange es sich um gerade Nähte handelt, ist es ja noch relativ einfach - kommt man aber zum Halsausschnitt oder anderen runden Abschlüssen, sieht es schon anders aus.

Ich werde mich hier vor allem auf brettchengewebte Borte beziehen, auch wenn natürlich auch jede andere Borte nach dem gleichen System angenäht werden kann. Doch gerade bei handgearbeiteter Borte ist ein wenig Vorsicht geboten, damit das Kunstwerk beim Nähen nicht beschädigt wird. Deshalb nähe ich in diesem Fall ausnahmsweise auch lieber mit der Hand als mit der Maschine.

Knöpfe

Viele Kleidungsstücke hatten auch im Mittelalter bereits Knöpfe, sei es nur zur Zierde oder auch zum effektiven Schließen des Gewandes, der Ärmel oder des Halsausschnitts. Ich habe versucht, ein paar detailliertere Informationen über Knöpfe, die zu dieser Zeit verwendet wurden, zusammenzutragen, und obwohl ich mit meinen derzeitigen Ergebnissen noch nicht recht zufrieden bin, kann ich doch ein paar Aussagen hier festhalten:

Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 16.06.2019 Author: Flinkhand
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