| Flinkhand Handarbeiten Stickerei Mustertücher | 10.09.2010 |
Über Mustertücher
Im Haushaltsbuch der Königin von York von 1502 wurden erstmals Aufzeichnungen gefunden, in denen ein Mustertuch erwähnt wird. Dort wurde eine Elle Leinentuch “for a sampler for the Queen” (für ein Mustertuch für die Königin) gelistet. Das englische Wort für Mustertuch (sampler) stammt von dem lateinischen Wort für Beispiel: Exemplum. Und genau darum ging es bei der Herstellung von Mustertüchern: Sie dienten als Übung für die einzelnen Stiche und als “Merkzettel”, auf den sich die Stickerin ihr ganzes restliches Leben lang beziehen konnte. Viele Mustertücher wurden von sehr jungen Mädchen im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren als Erstlingswerke ausgearbeitet. Dies ist erstaunlich, wenn man sich die Qualität der Werke aus der Zeit ansieht, die bereits einem sehr hohen Standard entspricht. Wer nun denkt, Mustertücher wurden von jeher im Kreuzstich gearbeitet, der irrt sich. Es wurden alle Sticharten aus der jeweiligen Zeit verwendet und die jeweils regional üblichen Motive abgebildet. Von da an finden wir auch die noch heute üblichen Alphabete und immer wiederkehrende oft christliche Symbole auf den Mustertüchern wieder. Alphabete und Zahlen wurden für die Erstellung von Monogrammen und Jahreszahlen auf Stickereien häufig verwendet. Sie halfen der gemeinhin des Lesens und Schreibens nicht mächtigen einfachen Bevölkerung aber auch, Buchstaben zu identifizieren (siehe auch Exemplum Samplers). |
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| Artikel erstellt: 25.03.2007 Author: Flinkhand | |
| Artikel geändert: 25.03.2007 Author: Flinkhand | |


