Abschluss vom nadelgebundenes

Mit Schlaufentechnik und Holznadel zum warmen Socken.

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Beitragvon Juno » 29.03.2011, 01:26

[ot]
Lise hat geschrieben:Muss ich nicht eigentlich "Abschluss vom Nadelgebundenen" heißen? Irgendiwe krempelt sich meinem Sprachempfinden bei der Überschrift alles hoch. Aber nicht schlimm ;-) Inhalt zählt! Ich schreib ja auch nicht perfekt.

"Abschluss von Nadelgbundenem" geht auch ;-) [/ot]
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Beitragvon Allyfants » 28.04.2011, 15:46

Ich habs jetzt mehrfach versucht, aber irgendwo hab ich einen Knick in meiner Logik.

Gibt es Bilder, wie genau ich die letzten zwei Stiche mache, also den ersten und letzten Stich miteinander verbinde??
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Beitragvon Allyfants » 02.05.2011, 13:34

Kann mir denn keiner helfen??
Ich hab die Handstulpen jetzt so gut wie fertig, aber den Abschluss bekomme ich einfach nicht hin.
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Beitragvon Lise » 02.05.2011, 14:26

Wie sieht denn dein Handschuh jetzt aus?
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Beitragvon Allyfants » 02.05.2011, 16:42

Das werden Handstulpen, also gucken die Finger oben raus.

Ich habe an den Fingern angefangen und dann probehalber hier eine Extrareihe drübergenadelt, die ich jetzt nicht schließen kann. Die Treppe ist also übernadelt und ich habe jetzt noch 1-3 Stiche zu machen, um beide Enden miteinander zu verbinden. Und das genau klappt nicht richtig. Ich bekomme es einfach nicht hin den aktuellen Stich mit dem ersten Stich zu verbinden. Bei welchem Stich muss ich anfangen zu verbinden, wo muss ich wie rum einstechen und steche ich vor oder nach dem Verbindungsstich mit der Vorreihe ein. Und muss ich beim vorletzten Stich schon verbinden oder nur den letzten?

Eine kleine visuelle Unterstützung brauche ich wohl doch.

Ansonsten brauch ich noch ca 4-5 Reihen den Unterarm hinauf und dann den Daumenansatz. Das ist also noch maximal 1 Stunde Arbeit, dann habe ich an diesen Stellen das gleiche Problem.

Die Stulpen sollen ein Geschenk werden, also drängt etwas die Zeit.

Ach ja, die Handstulpen nadel ich in Oslo.
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Beitragvon Sandra » 02.05.2011, 19:12

Ich hab das zwar noch nie ausprobiert, aber prinzipiell musst du 2 Maschen vorher zusammen nadeln.
Die 1. Masche muss ja dann mit der vorletzten ineinandergreifen und die letzte schließt dann alles.

Und du musst erst die 1. Schlaufe fassen und dann den Verbindungsstich nach unten und dann den "normalen" Stich beenden. Ist das verständlich?

Ansonsten würde ich mir einfach nur genau den Stichverlauf im fertigen Stulpen ansehen.
Liebe Grüße, Sandra

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Beitragvon Lise » 03.05.2011, 07:41

Also hab ich das richtig verstanden: Du bist gerade bei der letzten, die treppe überdeckende reihe?
Ich mach das dann so ähnlich (oder genau so?) wie Sandra es beschrieben hat:
Ich nadel bis an die erste Masche ran, bis noch eine Masche zwischen erster und letzter Masche frei ist. Dann mache ich den letzten Stich und hake mich dabei auch in die runde Seite der ersten masche ein. dann habe ich einen harmonsichen Abschluss. die fäden auf der Rückseite verknote ich und die Enden werden vernäht. Fertig.

War das verständlich? NAdelbinden ohne zu zeigen erklären ist immer so schwierig...

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Re: Abschluss vom nadelgebundenes

Beitragvon Glaskocher » 19.09.2021, 12:36

Da hier kein Stich benannt worden ist kann ich das Ganze nur allgemein besprechen.

Der eine Trick ist, daß man mit einem Garn übt, das sich leicht wieder heraus ziehen läßt. Dann hat man mehrere Versuche, ohne das Garn und den Rand zu beschädigen. Eine Satinkordel funktioniert bei ansonsten verarbeitetem Dochtgarn recht gut. Wenn man zuerst ein Stückchen nadelt und dann "mitten" in der Masche, im Verbindungsstich, die Farbe wechselt, dann sieht man schon mal, wie es verbunden aussieht. Dann wird der zuerst genadelte Faden, also der, der später in den Anfang der Reihe hinein genadelt werden soll, Masche für Masche heraus gezogen. Dabei kann man notieren, welche Teile der kompletten Masche der Faden noch verwoben ist und wo nicht mehr. Sobald man den Faden aus der letzten Schlaufe der Fortsetzung heraus gezogen und die Masche komplett aufgelöst hat, dann zählt man die frei gewordenen Schlaufen in der Vorreihe. Der Übung halber wird jetzt vorwärts genadelt, bis die Lücke wieder geschlossen ist. Dabei sind die beim Aufmachen gefertigten Notizen sehr hilfreich und sie können jetzt bei der Übung weiter ergänzt werden. Sobald die Übung ausreichend oft gelungen ist kann im "echten" Werkstück die Lücke geschlossen werden. Zum Vernähen der Fadenenden ist es sinnvoll, sie unter der letzten Reihe zu vernähen.

Um eine spiralig genadelte Reihe flach auslaufen zu lassen sollte man nicht nur die Stiche zunehmend fester ziehen, sondern sie auch zunehmend vereinfachen. Das heißt, daß zuerst die beiden innersten Schlaufen auf der selben Seite wie die Äußere von Beiden genadelt werden. Beim Oslostich wird z.B. aus uo/uoo der York-Stich uu/ooo. Dann läßt sich der Stich noch etwas fester zusammen ziehen, bevor dann die innerste Schlaufe weg gelassen wird und es mit u/oo weiter geht und die Reihe dann schon recht flach geworden ist.

Beide Tipps funktionieren vermutlich bei Stichen mit einem Richtungswechsel am besten. Bei Stichen mit mehrfachem Richtungswechsel muß man deutlich genauer beobachten, wie der Fadenlauf ist, um ihn korrekt nachzubilden.

Hier noch ein Verweis auf die ausführlichere Erklärung zum Oslo-Stich:
Langsam auslaufende Reihe und Extrareihe als Randabschluß im Oslostich
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