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Asle Stich für Daumenfesseln

Der Asle Stich ist ein etwas komplexerer Stich als die oben aufgeführten Nadelbindestiche. Er ist nicht wirklich schwierig, weist aber ein paar Besonderheiten auf, die es notwendig machen, ein paar zusätzliche Detailfotos zu zeigen. Deshalb wird er hier mit ein paar mehr Bildern beschrieben und bekommt seinen separaten Platz.

Wir beginnen damit, eine Schlaufenkette zu nadeln, denn beim Asle Stich ist es einfach angenehmer, mit einer Reihe zu beginnen. Warum das so ist, wird weiter unten erklärt.

Die Ausgangsposition entspricht der des Grundstichs, den wir bereits aus der Anleitung kennen. Wir machen wie gewohnt eine "Brezel" und wickeln den Arbeitsfaden einmal komplett um den Daumen.

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Ich habe hier dünnere Wolle verwendet als bei den anderen Stichen, denn das Gewebe wird extrem dick, und es läßt sich mit dicker Wolle nicht so leicht arbeiten. Also ist hier dünne Wolle gefragt (z.B. Sockenwolle).

Der erste Stich wird ein ganz normaler Oslo Stich, den wir aus der Grundanleitung kennen. Den brauchen wir, um eine weitere Schlaufe in der "Hinterhand" zu haben (Abbildung links), mit der wir arbeiten wollen. Der zweite Stich wird nun unser erster richtiger Asle Stich:

Für den ersten "richtigen" Stich fischen wir uns als erstes die kleine Schlaufe hinter der oberen Daumenschlaufe (Bild oben). In diese stechen wir von vorne ein.

Als zweites stechen wir nun wie beim Oslo Stich ebenfalls von vorne in unsere obere Daumenschlaufe ein (Abbildung rechts), so daß wir nun beide Schlaufen auf der Nadel haben.

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Nun vervollständigen wir den Stich genau wie beim Oslo Stich, indem wir die Nadel wenden und durch die untere Daumenschlaufe und unter dem Arbeitsfaden hindurch stechen. Dieser Teil ist also wieder ganz wie gehabt.

Der Unterschied in der Bildung der Schlaufenkette liegt also einzig in der Tatsache, daß wir zuerst in die Schlaufe hinter der oberen Daumenschlaufe einstechen, bevor wir den Grundstich machen - soweit ganz einfach, oder?

Wenn wir den Stich nun wiederholen wollen, sehen wir aber, daß hinter unserer oberen Daumenschlaufe nun zwei kleine Schlaufen aus der Kette hervorschauen ... Und das ist nun vielleicht ein wenig verwirrend, weil wir uns ja entscheiden müssen, in welche dieser beiden Schlaufen wir für den nächsten Stich als erstes einstechen.

Die richtige Antwort ist: Es ist die Schlaufe, die am weitesten von der Nadel entfernt ist.

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Aus der Perspektive der Fotos, ist es also immer die linke Schlaufe - hier sieht man auch schon, wie ich sie mir für den nächsten Stich hervorfische.

Wir nadeln jetzt so lange wie oben beschrieben weiter, bis die Schlaufenkette ihre Wunschlänge erreicht hat. Dann beginnen wir mit der zweiten Reihe.

Wie bei allen anderen Stichen auch, achten wir darauf, daß sich die Kette nicht verdreht hat, legen die Kette zum Kreis und holen uns das Ende an unsere Daumenschlaufen heran.

Wir sehen, daß die Schlaufenkette aussieht wie eine Reihe ineinander geschachtelte Buchstaben "H", die ein wenig schräg liegen. Im Gegensatz zu den anderen Stichen, müssen wir jetzt in zwei Schlaufen der Vorreihe einstechen, und zwar in die, die bei dem "H" die beiden stehenden Balken bilden. Unsere Nadel liegt also wie der Querbalken vom "H" unter diesen beiden Schlaufen der Vorreihe.

Nun machen wir wieder ganz normal unseren Asle Stich.

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In der dritten Reihe kann es nochmal etwas verwirrend aussehen, aber eigentlich muß man sich auch wieder nur das "H" suchen, und genauso arbeiten wie vorher.

Da immer in die zwei Schlaufen der Vorreihe eingestochen wird, finde ich es bei diesem Stich relativ schwierig, mit einer Rosette zu beginnen. Und auch wenn ich ansonsten sehr gern aus der Mitte heraus arbeite, finde ich es beim Asle Stich sehr viel angenehmer, zunächst eine saubere Schlaufenkette zu haben, mit der ich arbeiten kann. Abnehmen und zunehmen geht aber ansonsten genau wie bei den anderen Stichen auch.

Viel Spaß mit dem Asle Stich!

Artikel erstellt: 18.03.2007 Author: Flinkhand
Artikel geändert: 18.03.2017 Author: Flinkhand
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